Ghirelli und Ercoli geraten in Venray aneinander

Ghirelli und Ercoli geraten in Venray aneinander
Foto: NASCAR Whelen Euro Series / Nina Weinbrenner

Die Rückkehr auf den Raceway Venray war für die NASCAR Whelen Euro Series ein voller Erfolg – Doch nach dem PRO-Rennen gab es einen handfesten Streit zwischen Vittorio Ghirelli und Gianmarco Ercoli

Emotionen gehören zum Motorsport. Schon eine unbedachte Aktion oder eine kleine Berührung kann dazu führen, dass zwischen zwei Piloten dicke Luft herrscht. So war es auch bei der Rückkehr der NASCAR Whelen Euro Series auf den Raceway Venray. Am Ende des EuroNASCAR-PRO-Rennens auf dem Oval kochten die Gemüter bei Vittorio Ghirelli und Gianmarco Ercoli hoch.

Auslöser war eine Berührung in der ersten Runde. Die beiden Italiener gaben sich gegenseitig die Schuld. Die Folge: Nach dem Rennen kam es in der Victory-Lane zu einem heftigen Wortgefecht. Handgreiflich wurde aber keiner der beiden Piloten.

„Mir hat nicht gefallen, was er in der ersten Runde gemacht hat, er hat viel zu früh gebremst“, stellte Ercoli klar. Für den Titelverteidiger war klar, dass sich Ghirelli damit einen Vorteil gegenüber Liam Hezemans verschaffen wollte. Zudem habe sein Landsmann Angst gehabt, auch noch den zweiten Platz zu verlieren.

„Ich war heute schneller als er und er hat einfach zu früh gebremst. Deshalb habe ich ihn berührt“, so Ercoli. „Ich war in Gefahr, eine Strafe zu bekommen, und er war in Gefahr, in die Mauer zu crashen. Wir sind nur nicht in einen Unfall verwickelt worden, weil ich hart gebremst habe. Wenn ich nicht gebremst hätte, wäre er mit Sicherheit in der Mauer gelandet. Ich fand diese Aktion wirklich nicht gut.“

Sein Landsmann sah die Situation allerdings etwas anders. Ghirelli erklärte nach dem Rennen, dass Ercoli nicht gebremst habe und ihn in die Mauer drängen wollte. „Er hat schon in den vergangenen Rennen wie verrückt geschoben“, ärgert sich der Italiener über den CAAL-Piloten.

Doch damit nicht genug. Ghirelli wirft seinem Landsmann vor, ihm den Weg abgeschnitten zu haben. Nur weil er gebremst habe, sei es nicht zu einem Unfall gekommen, so der PK-Carsport-Pilot. „Das war meiner Meinung nach dumm und gefährlich. Und dann hat er mir gesagt, dass ich zu früh gebremst hätte. Es war die erste Runde und ich habe am normalen Referenzpunkt gebremst. Mir ist es egal, er ist total dumm.“

Ercoli beendete das Rennen schließlich als Zweiter. Ghirelli fiel mit einer defekten Servolenkung auf Rang vier zurück. Es bleibt also spannend, ob sich die Gemüter in der Sommerpause abkühlen. Denn dann steht das Finale der regulären Saison auf dem Autodrom Most in Tschechien auf dem Programm. Viel Potenzial also für weitere Dramatik zwischen den beiden Titelanwärtern.

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Simon Mones