JGR-Dominanz in ARCA hält an: Max Reaves feiert ersten Saisonsieg auf dem Berlin Raceway
Max Reaves sicherte sich auf dem Berlin Raceway souverän seinen ersten Saisonsieg in der ARCA Series – Der Nachwuchsfahrer von Joe Gibbs Racing schlug Thomas Annunziata dank des Überrundungsverkehrs
Die Siegesserie von Joe Gibbs Racing in der NASCAR Regional Series ist nicht zu bremsen. Nachdem Gio Ruggiero bereits vier Erfolge in der ARCA Series gesammelt hat, schließt sich nun Max Reaves mit seinem ersten Saisonsieg 2026 auf dem Berlin Raceway an.
Reaves ging vom dritten Startplatz ins Rennen und musste sich gegen den starken Pole-Setter Thomas Annunziata durchsetzen. Erst 35 Runden, bevor der Lauf in Michigan abgewunken wurde, übernahm er die Führung und ging letztlich mit 1,057 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie.
Geduld und Nervenstärke im Überrundungsverkehr
Als Reaves die Führung nach der zweiten Competition-Caution kurzzeitig an Annunziata verlor, stand er unter dem größten Druck des gesamten Tages. Doch der Nachwuchsfahrer meisterte seine Aufholjagd zurück an die Spitze mit der Gelassenheit eines Routiniers.
Tatsächlich musste der Pilot der Startnummer 18 beim vorletzten Restart des Abends kurz zittern, als er auf der inneren Linie eine Lücke ließ, die groß genug war, um Annunziata vorbeiziehen zu lassen. Reaves bewies auf dem zweiten Platz jedoch Geduld und arbeitete sich wieder an die Spitze zurück, nachdem sein Konkurrent durch langsamere Fahrzeuge aufgehalten wurde.
„Ich war überhaupt nicht nervös“, erklärte Reaves nach dem Rennen. „Ich wusste, wie viel besser mein Auto im Vergleich zu seinem war. Er hat mich bei diesem Restart zwar überholt – da habe ich gepatzt –, aber ich wusste, dass wir ihn uns wiederholen würden. Ich war zudem im Überrundungsverkehr deutlich überlegen. Es war zwar ein wenig beunruhigend, ihm so hinterherzufahren, da ich eine Zeit lang nicht viel aufholen konnte, aber sobald wir an ihm vorbei waren, wusste ich einfach, dass wir das klar bessere Paket hatten.“
Lehrgeld für Annunziata
Annunziata zeigte sich nach dem Rennen etwas enttäuscht, dass er seinen Vorjahressieg gegen Reaves nicht verteidigen konnte. „Offensichtlich machen es die überrundeten Autos schwierig“, analysierte der 21-Jährige. „Es geht über 50 Runden, und dabei musst du einfach der Schnellste sein. Ich habe noch nie zuvor ein Ovalrennen von der Spitze aus kontrolliert. Zwar bin ich schon viele Rundstreckenrennen gefahren, aber das hier ist etwas völlig anderes. Ich habe bei den Restarts ein paar Fehler gemacht, aber gegen Ende endlich meinen Rhythmus gefunden. Ich habe viel gelernt und dachte, ich wäre am Schluss in absoluter Bestform. Ein paar Runden zu wenig, schätze ich.“
Mit seinem zweiten Platz hinter Reaves konnte Annunziata immerhin den Rückstand auf den Meisterschaftsführenden der ARCA Menards Series, Jake Bollman, verkürzen. Bollman beendete das Rennen auf Rang drei. Komplettiert wurden die Top 5 von den beiden Rennfahrerinnen Taylor Reimer und Isabella Robusto.
Als Nächstes steht für die ARCA Menards Series am 27. Juni der Besuch eines weiteren Short-Tracks auf dem Programm: der Elko Speedway in Minnesota.
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Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.





