Meisterliche Abwehrschlacht: Lessard ringt Toffel im Titelkrimi von Rom nieder

Meisterliche Abwehrschlacht: Lessard ringt Toffel im Titelkrimi von Rom nieder
Foto: NASCAR Euro Series / Bart Dehaese

Raphael Lessard hat im zweiten Halbfinalrennen der OPEN-Division in Vallelunga einen dramatischen Sieg gefeiert – Nach einem harten Tür-an-Tür-Duell mit Titelrivale Thomas Toffel schmilzt der Punkterückstand vor dem großen Finale auf ein Minimum

Raphael Lessard hat das zweite Halbfinalrennen der NASCAR-Euro-Series-OPEN-Division auf dem Autodromo di Vallelunga für sich entschieden. Der Kanadier setzte sich am Sonntag nach einer intensiven Abwehrschlacht gegen seinen direkten Titelrivalen Thomas Toffel durch. Mit dem Sweep in Italien feierte Lessard seinen fünften Saisonsieg und verkürzte den Rückstand in der Meisterschaft auf Schlagdistanz.

Das Duell der beiden Titelaspiranten entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch auf Messers Schneide. In Runde elf berührten sich die Boliden in der engen Tornatino-Haarnadelkurve, woraufhin Toffel ein Überholmanöver abbrechen musste. Der Schweizer im Chevrolet von THT by Race Art Technology hielt den Druck bis zum Schluss aufrecht, ehe es in der berüchtigten Curva Grande auf der letzten Runde erneut zu Feindkontakt kam. Beide Piloten fingen ihre V8-Boliden mit meisterhafter Fahrzeugkontrolle ab und retteten ihre Positionen ins Ziel.

„Ich bin mir sicher, dass Toffel langsam müde wurde, aber er hatte auf den Geraden so viel Power“, analysierte Lessard in der Victory-Lane. „Es ist wirklich unglaublich, und ich weiß gar nicht, was wir tun müssen, um diese zusätzlichen Pferdestärken zu finden. Gegen Ende begann bei mir zudem die Servolenkung auszufallen. Ich habe ihn eingebremst, aber ich bin auf meiner Linie geblieben – wenn du nicht vorbeikommst, musst du eben außen herumgehen. Ich kann Alumitec Racing und Alain Lord Mounir gar nicht genug dafür danken, dass sie dieses Jahr an mich geglaubt haben, und in Zolder greifen wir wieder an.“

Hinter dem Führungsduo sicherte sich Thomas Dombrowski den letzten Podestplatz. Der Franzose kämpfte sich nach Handlingproblemen im ersten Halbfinale vom achten Startplatz konsequent durch das Feld nach vorne. Claudio Cappelli, der in der Anfangsphase das Tempo vorgegeben hatte, verlor im Rennverlauf an Boden und musste nach einem Fahrfehler die Konkurrenz ziehen lassen.

Sandro Tavartkiladze erbte zunächst den dritten Rang, musste sich im Ziel jedoch Dombrowski geschlagen geben. Als Gesamt-Vierter durfte der Georgier dennoch jubeln, da er mit seinem vierten Klassensieg in Folge die Serie in der Master Trophy für Talente ausbaute. Florian Richard verpasste knapp die Top 10, kletterte in der Master-Wertung als Dritter aber ebenfalls auf das Treppchen.

Für Vladimiros Tziortzis, Gil Linster und Martin Doubek ging es im Verfolgerfeld um wichtige Zähler für die Meisterschaft. Das Trio nutzte Cappellis abbauende Pace eiskalt aus und schob sich am Italiener vorbei. Cappelli rettete seinen CAAL-Racing-Boliden auf Rang acht ins Ziel, was ihm den Sieg in der Legend Trophy für Fahrer ab 45 Jahren einbrachte.

Valentino Gambarotto und Melvin de Groot komplettierten die Top 10 des Gesamtfeldes und belegten jeweils Rang zwei in der Master- sowie der Legend-Wertung. Routinier Federico Monti rundete das Podest der Legend Trophy auf dem 18. Platz ab. In der Lady Trophy setzte sich Beitske Visser auf Gesamtrang zwölf durch, während Mariam Davitidze und Happinessa die Positionen 16 und 19 belegten.

Vor den beiden Finalläufen auf dem Circuit Zolder in Belgien spitzt sich die Gesamtwertung dramatisch zu. Tabellenführer Toffel liegt nur noch zwölf Punkte vor Lessard, der das Momentum mit zwei Sweeps klar auf seiner Seite hat. Dombrowski lauert mit weiteren zehn Punkten Rückstand auf Rang drei, beflügelt durch die Bonuspunkte für die meisten gutgemachten Positionen, gefolgt von Linster und Tziortzis auf den Rängen vier und fünf.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.