Sheldon Creed siegt in Bristol und übernimmt die Chase-Führung in der O’Reilly Series
Sheldon Creed hat das Rennen auf dem Bristol Motor Speedway durch eine überlegene Reifenstrategie gewonnen – Der Haas-Factory-Team-Pilot setzte sich in der Overtime durch und übernahm die Führung in der Chase-Wertung der NASCAR O’Reilly Auto Parts Series
Sheldon Creed gewann das Rennen der NASCAR O’Reilly Series am Freitagabend im Chevrolet mit der Startnummer 00 vor William Sawalich und Rookie Brent Crews. Nach einem Overtime-Finish in Bristol lag der 28-Jährige 0,253 Sekunden vor Sawalich. Justin Allgaier wurde Vierter, Corey Day belegte Rang fünf. Es war Creeds dritter Saisonsieg und der dritte Erfolg seiner Karriere. Nach drei Chase-Rennen führt er die Gesamtwertung mit elf Punkten Vorsprung auf Allgaier an.
Lange Zeit gehörte Creed nicht zu den dominierenden Fahrern des Abends. Sein Chevrolet kämpfte mit Balanceproblemen und beim Restart in Runde 286 lag er lediglich auf dem achten Platz.
Crew-Chief Jonathan Toney entschied sich jedoch bereits in Runde 280 für frische Reifen. Diese Entscheidung zahlte sich aus, als eine späte Gelbphase drei Runden vor dem regulären Rennende eine Overtime auslöste.
Beim letzten Restart in Runde 304 startete Creed auf der Innenbahn neben Spitzenreiter Sawalich. Mit den deutlich frischeren Reifen kam Creed besser weg, übernahm die Führung und ließ Sawalich auf den letzten beiden Runden nicht mehr vorbeiziehen. Der Sieger führte damit nur die letzten drei Runden des Rennens.
„Das war ein großartiger Call von meinem Crew Chief und unserem Engineer“, sagte Creed. „Mit den neueren Reifen war es beim Restart einfacher, in Fahrt zu kommen.“
Allgaier sauer auf Jesse Love
Allgaier hatte in Bristol ein schnelles Auto und gewann die erste Stage. Beim Restart in Runde 286 kam es jedoch zur entscheidenden Szene: Jesse Love attackierte im Kampf um die Spitze und drängte Allgaiers JR-Motorsports-Chevrolet in die Außenmauer.
Allgaier rettete sich noch auf Platz vier, Love fiel nach dem Zwischenfall auf Rang 17 zurück. Direkt nach dem Rennen suchte Allgaier seinen Konkurrenten auf, um seinen Unmut deutlich zu machen.
„Unser Rennauto war heute Abend so gut“, sagte Allgaier. „Es ist einfach enttäuschend, auf diese Weise aus Bristol rauszugehen.“
Love entschuldigte sich nach dem Rennen und übernahm die Verantwortung. „Ich habe mich im Moment hinreißen lassen und eine schreckliche Entscheidung getroffen“, erklärte der amtierende Champion. Love liegt in der Chase-Wertung nun 41 Punkte hinter Creed.
Kvapil verliert Siegchance
Carson Kvapil war mit 156 Führungsrunden der dominierende Fahrer des Rennens. 44 Runden vor Schluss musste der JR-Motorsports-Pilot jedoch mit Rauch aus dem Heck seines Chevrolet an die Box. Er verlor mehrere Runden und wurde nur 24.
Trotzdem bleibt Kvapil Dritter in der Chase-Wertung, 37 Punkte hinter Creed. Die O’Reilly Auto Parts Series legt nun eine Woche Pause ein und fährt am 3. Oktober auf dem Las Vegas Motor Speedway weiter.
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Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.






