Neu konfigurierter West Virginia Motor Speedway liefert spektakuläres Short-Track-Racing

Neu konfigurierter West Virginia Motor Speedway liefert spektakuläres Short-Track-Racing
Foto: World of Outlaws / Emily Schwanke

Bobby Pierce und Tyler Erb gewannen auf dem umgebauten West Virginia Motor Speedway die packenden Rennen der World of Outlaws – Beide Piloten setzten sich im harten Short Track Racing erfolgreich gegen die starke Konkurrenz durch

Der neu konfigurierte West Virginia Motor Speedway sorgte bei den beiden Rennen der World of Outlaws Late Dirt Model Series für reichlich Action. Am Ende traten Bobby Pierce und Tyler Erb als die zwei siegreichen Piloten die Heimreise an.

Mit dem Umbau des ursprünglichen 5/8-Meilen-Ovals zum aktuellen 3/8-Meilen-Short-Track wurde ein klares Ziel verfolgt: Die Besitzer wollten hartes Racing bieten. Genau das wurde an diesem Wochenende geliefert.

Pierce gewinnt den „Illinois-Dreikampf“

Als das Feature-Rennen freigegeben wurde, mischte die Elite aus Illinois ganz vorne mit. Bobby Pierce, Dennis Erb Jr. und Brandon Sheppard starteten allesamt aus den Top 4, mussten sich jedoch zunächst gegen von der Pole gestarteten Hudson O’Neal aus Indiana unterordnen.

„The New Deal“, wie O’Neal auch genannt wird, führte die erste Hälfte des 40-Runden-Rennens an, bis Pierce in Kurve 1 mit einem Slide-Job anklopfte. O’Neal konnte diesen ersten Angriff abwehren, doch Pierce wiederholte das Manöver in der darauffolgenden Runde mit Erfolg.

Foto: World of Outlaws / Emily Schwanke

Wenig später platzen die Siegchancen des Piloten aus Indiana endgültig, als er sich im Überrundungsverkehr drehte. Dadurch rückten Erb Jr. und Sheppard auf die Plätze zwei und drei vor und machten den rein aus Illinois stammenden Dreikampf um den Sieg perfekt.

In den letzten zehn Runden lieferten sich Sheppard und Pierce einen intensiven Schlagabtausch mit mehreren Slidern, während Erb Jr. auf seiner typischen, flachen Ideallinie enormen Druck ausübte. Dennoch fand niemand einen Weg an der Startnummer 32 von Pirce vorbei. Am Ende sicherte sich der 29-Jährige seinen zehnten Saisonsieg.

Foto: World of Outlaws / Emily Schwanke

„Streckenbesitzer Mike Hurley hat mir gestern Abend schon gesagt, dass man hier richtig hart am Lenkrad arbeiten muss – und genau das war heute der Fall“, resümierte Pierce. „Ich musste alles geben, um das Ding nach Hause zu fahren, aber es hat riesigen Spaß gemacht. Das war ein höllisches Rennen da unten mit Hudson, Brandon und Dennis. Ich meinte vor dem Start noch zu Dennis: ‚Hey, das ist genau dein Ding, oder? Alles spielt sich unten ab.‘ Am Ende funktionierte aber auch die obere Linie so gut, dass man eigentlich überall fahren konnte.“

Erb Jr. überquerte die Ziellinie als Zweiter und feierte sein bestes Saisonergebnis, dicht gefolgt von Erb, der sich auf Rang drei vorgekämpft hatte. Sheppard und Ethan Dotson komplettierten die Top 5.

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„Terbo“ dominiert Finalrennen

Der Sonntag bot eine der dominantesten Vorstellungen des vom Erb: Der Best-Performance-Motorsports-Pilot führte 59 der 60 Runden des Samstags-Features an. Einzig die erste Runde musste er, Sheppard, überlassen.

Nachdem Sheppard auf der Auftaktrunde ausgangs von Kurve 2 die Führung übernommen hatte, stach Erb in den Kurven 3 und 4 auf die innere Linie, um ihn per Slider zu passieren.

Foto: World of Outlaws / Emily Schwanke

Erb kam jedoch nicht ganz vorbei und ließ Sheppard wieder durchschlüpfen. In Kurve 1 wiederholte Erb das Manöver und das mit Erfolg. Sheppard versuchte in der Folge einen Konter auf der unteren Linie, doch Erb verteidigte die Position gekonnt. Es war die rennentscheidende Szene.

„Das hat extrem viel Spaß gemacht“, erklärte Erb. „Ellbogen raus und hartes Racing. Die Bedingungen haben uns wirklich in die Karten gespielt. Gestern Abend habe ich mich schon sehr gut gefühlt, war aber wahrscheinlich noch nicht so konsequent auf der oberen Linie unterwegs wie heute. Ich bin eine Weile richtig hart gefahren, um in meinen Rhythmus zu kommen. Als wir dann auf die Überrundeten trafen, dachte ich nur: ‚Gut, die fahren alle unten, da können sie mich schon mal nicht überholen.‘ Es beruhigt enorm, wenn man freie Fahrt hat und sich keine Sorgen machen muss, dass hinter einem jemand etwas Verrücktes probiert.“

Im Kampf um Platz zwei setzte sich in den Schlussrunden Troutman gegen O’Neal durch. Bobby Pierce und Ethan Dotson rundeten die Top 5 ab.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.