Neuling im Speedhouse-Ford: Kanadier Brad Ranson jagt die EuroNASCAR-Elite

Neuling im Speedhouse-Ford: Kanadier Brad Ranson jagt die EuroNASCAR-Elite
Foto: NASCAR Euro Series / Bart Dehaese

Der kanadische Rennfahrer Brad Ranson bereichert in der Saison 2026 das V8GP-Feld der NASCAR Euro Series – Nach den ersten drei Rennwochenenden zieht der Speedhouse-Pilot ein erstes Zwischenfazit über die harten Kämpfe auf den europäischen Strecken

Der kanadische Rennfahrer Brad Ranson bestreitet in der Saison 2026 ein ambitioniertes transatlantisches Doppelprogramm in der NASCAR Euro Series V8GP und der NASCAR Canada Series. Im hochkarätigen europäischen Championat steuert der 30-jährige Newcomer einen Ford des etablierten Teams Speedhouse mit der Startnummer 33.

Nach den ersten sechs Saisonläufen belegt Ranson den 18. Gesamtrang und sammelt auf den ihm völlig neuen Rennstrecken in Europa wichtige Erfahrungen in einem Feld, das er vor allem für seine Leistungsdichte und faire Gangart schätzt.

„Bei den ersten drei Veranstaltungen ging es vor allem darum, sich in der Serie und mit der Plattform der NASCAR Euro Series vertraut zu machen“, blickt Ranson auf seine ersten Schritte im europäischen V8-Oberhaus zurück. Der Plan des Kanadiers ging auf, er hielt sich aus den gröbsten Schlamasseln heraus und sammelte konstant Punkte, auch wenn der Blick klar nach vorne gerichtet ist.

„Wir sind sauber geblieben und haben Punkte geholt, so wie es geplant war, aber ich erwarte, dass wir unsere Ergebnisse nach unserer Rückkehr verbessern“, zeigt sich der Speedhouse-Pilot kämpferisch.

Besonders angetan hat es dem Kanadier das Racing in Europa, das sich deutlich von anderen Serien unterscheidet. Die legendären Kurse wie Valencia, Brands Hatch oder der Circuit Paul Ricard haben beim Neuling Eindruck hinterlassen.

Foto: NASCAR Euro Series / Bart Dehaese

„Die besten Teile der Serie sind für mich das Racing und die Strecken“, schwärmt Ranson. „Außerdem sorgt die Tatsache, dass die Autos so gleichwertig sind, für großartiges, enges Racing, während es immer noch respektvoller zugeht als in vielen anderen Serien.“

Die Eingewöhnung an die brachialen Boliden ohne elektronische Fahrhilfen fiel Ranson auch dank der Unterstützung seines Teamchefs Lucas Lasserre leicht. Der EuroNASCAR-Urgestein bringt die nötige Erfahrung mit, um das Auto perfekt abzustimmen und dem Rookie den Rücken freizuhalten.

„Wir haben bei Speedhouse ein tolles Zuhause gefunden“, spart Ranson nicht mit Lob für seine Truppe. „Ich kann gar nicht genug über Lucas und das Team sagen, das er zusammengestellt hat, um uns jedes Wochenende schnelle Autos zu geben.“

Neben der Arbeit am Lenkrad fordert die europäische Meisterschaft dem Kanadier auch abseits der Piste alles ab. Das dichte Programm an einem Rennwochenende verlangt maximale mentale Stärke, um im entscheidenden Moment die Leistung abzurufen.

„Es gehört viel zu einer Rennwoche in der NASCAR Euro Series, von den Medien über die Ingenieurstreffen bis hin zur Betreuung von Sponsoren, und das alles auf für mich neuen Strecken, was die nötige Konzentration erhöht“, erklärt der 30-Jährige. „Diesen Schalter umzulegen, wenn die grüne Flagge fällt, ist entscheidend für die Ergebnisse.“

Um für die zweite Saisonhälfte gerüstet zu sein, schaltet Ranson in der Sommerpause keineswegs in den Urlaubsmodus, sondern nutzt die Zeit für Einsätze in seiner Heimat Kanada.

Renneinsätze im Juli und August sollen dafür sorgen, dass der Rhythmus nicht verloren geht und die Lernkurve weiter nach oben zeigt. „Ich werde mich wie üblich vorbereiten und trainieren, indem ich mehr Rennen fahre“, so der Plan des Kanadiers, der auf weitere Fortschritte im Cockpit setzt.

Das Ziel für die ausstehenden Rennen der Saison 2026 ist klar definiert: Ranson will den Anschluss an die Top 10 der Gesamtwertung finden und in der Challenger Trophy ganz nach vorne fahren. Die harte Arbeit soll sich spätestens beim nächsten Aufeinandertreffen der Serie Ende August im tschechischen Most auszahlen.

„Die größte Geschichte, auf die ich mich konzentriere, ist die Fortsetzung unserer Verbesserung als Fahrer und als Team im Hinblick auf die zweite Saisonhälfte“, kündigt Ranson an. „Wir hängen uns rein und machen die Dinge richtig, und wir wissen, dass es am Ende zu positiven Ergebnissen führen wird.“

Dir hat dieser Artikel gefallen? Journalismus auf Leadlap.de ist und bleibt dauerhaft werbefrei und für alle ohne Bezahlschranke kostenlos. Damit ich dieses Projekt auch in Zukunft unabhängig und in dieser Tiefe betreiben kann, freue ich mich über deine freiwillige Unterstützung. Jeder Beitrag hilft direkt dabei, die Qualität und Vielfalt meiner Berichterstattung zu sichern.

Jetzt Leadlap.de und André Wiegold unterstützen via PayPal

(Hinweis: Freiwilliger Beitrag zur Förderung journalistischer Inhalte, inkl. USt., keine steuerlich absetzbare Spende.)

Autor(en)

Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.