„Das war Karma!“ – Reaves triumphiert nach Aufholjagd und Pech an der Spitze
Nach einem kapitalen Motorschaden im Training schien das Rennwochenende für Max Reaves in Elko bereits gelaufen – Doch der Joe-Gibbs-Pilot kämpfte sich vom Ende des Feldes nach vorne und profitierte beim dramatischen Sieg vom späten Pech seines härtesten Rivalen
Der 16-jährige Max Reaves hat am Samstagabend das turbulente Rennen der ARCA Menards Series auf dem Elko Speedway in Minnesota gewonnen. Nach einem folgenschweren Motorschaden im Training musste der Joe-Gibbs-Racing-Pilot das Rennen vom letzten Startplatz aus starten. Am Ende profitierte er auf Runde 153 von einem mechanischen Defekt des Führenden Landon Huffman und feierte seinen zweiten Saisonsieg.
Dabei sah es für die Startnummer 18 zunächst nach einem rabenschwarzen Renntag aus. Am Ende des Freien Trainings verabschiedete sich das Triebwerk seines Toyota, weshalb Reaves das Qualifying komplett auslassen musste. Die Gibbs-Crew stand vor einer Mammutaufgabe, behielt jedoch die Nerven.
In Windeseile tauschten die Mechaniker das Aggregat aus und machten den Boliden rechtzeitig für das 250-Runden-Short-Track-Rennen bereit. Reaves dankte es ihnen mit einer kompromisslosen Aufholjagd durch das 20 Autos starke Feld.
„Ich hatte keinen Zweifel an dieser gesamten Truppe und jedem bei Gibbs“, zollte der Teenager seinen Jungs Respekt. „Ich muss all diesen Jungs dafür danken, dass sie den Motor wieder in das Ding eingebaut haben.“
Schon in Runde 82 schnappte sich der Youngster zum ersten Mal die Führung von ARCA-Debütant Huffman, der das Rennen bis dahin klar diktiert hatte. Huffman konterte jedoch wenig später mit harten Bandagen, als sich die beiden Kontrahenten durch den Überrundungsverkehr pflügten. Nach einem intensiven Blechkontakt ging die Führung wieder an den Chevrolet-Piloten zurück.
Das bittere Drama für Huffman folgte schließlich in der 152. Runde, als dicker Qualm aus dem Heck der Startnummer 28 schoss. Reaves zog mühelos vorbei, übernahm Platz eins und gab diesen bis zur Zielflagge nicht mehr ab. Damit machte der Gibbs-Fahrer nach seinem Erfolg auf dem Berlin Raceway den zweiten Sieg in Folge perfekt.
Der Sieger fand nach dem Rennen deutliche Worte für das harte Manöver seines Rivalen. „Ich wusste, dass wir heute Abend das Siegerauto haben würden und diejenigen sein würden, die es zu schlagen gilt“, bilanzierte Reaves selbstbewusst. „Die #28 dachte das wohl auch, als er reingestochen ist und mich so in die Tür gerammt hat. Als er ausfiel, war das Karma.“
Hinter dem jubelnden Sieger rettete Jake Bollman den zweiten Platz ins Ziel und baute damit seine Führung in der ARCA-Meisterschaft weiter aus. Dicht auf den Fersen war ihm Lokalmatador Ty Fredrickson, der das Podium als Dritter komplettierte.
Die Top 5 wurden von Taylor Reimer und Jason Kitzmiller abgerundet, während Pole-Setter Thomas Annunziata nach einem harten Abend nicht über den siebten Rang hinauskanm.
Lange verschnaufen können die Teams der ARCA Menards Series übrigens nicht. Bereits am Freitag, den 3. Juli, geht es auf dem schnellen Chicagoland Speedway weiter, wo die Serie erstmals seit der Saison 2019 wieder gastiert.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





