Europäischer Ovalrennsport, LMV8 Oval Series

Philipp Bachor erhält vom Team ein besonderes Geburtstagsgeschenk

Volkan Avci

Nach dem Crash im zweiten Rennen der LMV8 Oval Series am Raceway Venray am vergangenen Sonntag befürchteten viele Zuschauer, dass Philipp Bachor das Finale verpassen wird – Jedoch machte ihm sein Team ein Geburtstagsgeschenk

Rennsport ist Teamsport und das hat das Bachor Racingteam am vergangenen Sonntag beim Saisonauftakt der LMV8 Oval Series am Raceway Venray bewiesen. Nach einem heftigen Unfall im zweiten Rennen des Tages glaubten nicht viele an eine Rückkehr von Geburtstagskind Philipp Bachor im dritten und letzten LMV8-Lauf. Jedoch gab das Team alles und schickte den 21-Jährigen zurück auf die Strecke.

Bildergalerie auf Flickr: Der erste Renntag am Raceway Venray

Die Ereignisse müssen aber chronologisch aufgearbeitet werden: Im ersten Lauf blieben Bachor sowie die anderen Top-Fahrer der Serie etwas im Mittelfeld stecken. Von außen war aber nicht zu sehen, dass der Youngster mächtig mit der Lenkung seines Chevrolet Impala SS zu kämpfen hatte. Trotz eines kleinen Mauerkontakts manövrierte der Wattenscheider sein Late Model auf Platz sechs ins Ziel.

Nach einigen Modifikationen am Fahrzeug lief es im zweiten Lauf etwas besser. Auf dem Weg an die Spitze kam es dann aber zum heftigen Unfall in Kurve 3. Bachor setzte zu einem Überholmanöver gegen Jeroen Hermans an und zog auf die innere Linie. Hermans, der noch etwas Platz hatte, entschied sich ebenfalls für die untere Linie. Bachor hatte einen großen Geschwindigkeitsüberschuss und krachte in das Heck der Nummer 94. Beide Autos krachten in die Mauer und wurden dabei stark beschädigt.

„Es war kein einfacher Renntag für uns, aber wir haben das Beste daraus gemacht“, beschreibt Bachor die anschließende Meisterleistung seiner Mechaniker. „Das Team hat heute für ein echtes Wunder gesorgt. Aufgrund der tollen Arbeit meiner Truppe war das Auto viele Minuten vor dem finalen Rennen bereit für den Einsatz.” Im letzten Lauf war Bachor nicht einmal langsam unterwegs: Er profitierte von der Disqualifikation von LMV8-Rückkehrer Stefan Oberndorfer und sicherte sich Platz fünf.

Chefmechaniker Jens Müller prognostiziert dennoch viel Arbeit, die jetzt auf das Bachor Racingteam zukommt. Er sagt: “Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Hinterachse etwas abgekommen hat. Deshalb müssen wir vor dem nächsten Rennen am Ostermontag noch viele Arbeitsstunden in das Auto stecken, damit wir wieder wettbewerbsfähig sind. Heute haben wir alles gegeben, um das Maximum herauszuholen und ich denke, dass uns das gelungen ist.”  In der Tageswertung sicherte sich Bachor trotz des Ausfalles den zehnten Platz.

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