Shane van Gisbergen führt auf einem Oval: „Was zur Hölle mache ich jetzt?“
Shane van Gisbergen hat satte 49 Runden im NASCAR-Cup-Rennen von North Wlikesboro an der Spitze verbracht – Der Neuseeländer kommt langsam auf dem Oval in Rhythmus
„Ich führe. Was zur Hölle mache ich jetzt?“ Das waren die Worte von Shane van Gisbergen, als es aus eigener Kraft die Führung auf dem North Wilkesboro Speedway übernahm. Der Neuseeländer mischte das ganze Rennen über auf dem Short-Track an der Spitze mit und tütete letztlich einen starken fünften Platz für Trackhouse Racing ein.
„Ich wollte einfach nur meinen Spaß haben“, so SVG nach dem Rennen im Epizentrum der NASCAR, das nach 30 Jahren wieder als Punkterennen zurückkehrte. „Es ist ziemlich cool, nach vorne zu kommen und dann in der Lage zu sein, die Führung ehrlich im Zweikampf zu übernehmen. Wir müssen es einfach genießen.“
„Ich bin ziemlich angefressen, dass ich mir die Reifen ruiniert und die Führung in der letzten Kurve verloren habe, aber es war cool, da vorne zu sein. Es war ein fantastischer Abend. Ziemlich cool, in Führung zu gehen, und ich war auf dem Longrun einfach nicht gut genug“, so die ehrliche Analyse von van Gisbergen.
„Aber ich hatte eine Menge Spaß. Danke an Wendy’s und Trackhouse. Jeder im Team hat einen großartigen Job gemacht. Ein guter Tag für die Punkte, und genau das ist es, was wir wirklich brauchen.“ Doch warum war SVG ausgerechnet auf dem Short-Track von North Wilkesboro so stark? Dafür hat der Neuseeländer eine Erklärung.

„Es ist hier ein bisschen wie auf einem Rundkurs“, meint er. „Ich habe eine Zeit lang mit dem rechten Fuß gebremst – die Hälfte des Rennens bin ich mit dem rechten Fuß auf der Bremse gewesen – und ich fühle mich einfach wohl dabei. Es ist eine echte Balance-Strecke, und man kann das Auto mit seiner Fahrtechnik wirklich stark beeinflussen. Also habe ich mich wohl dabei gefühlt, das zu tun.“
Obwohl es für ihn selbst nicht zum Sieg gereicht hat, gratulierte SVG dem Rennsieger Joey Logano, der in North Carolina ein Ausrufezeichen im Kampf um den Chase-Einzug setzte: „Das ist ziemlich cool. Ich habe gesehen, wie die #22 davongefahren ist, und dachte mir nur: ‚Ich hoffe, ich sehe ihn nicht im Rückspiegel.‘ Er war schnell. Er ist wirklich kontrolliert davongezogen und hat auf seine Reifen geachtet. Ja, er war wirklich, wirklich gut.“
Insgesamt hat van Gisbergen nun 604 Führungsrunden in seiner NASCAR-Karriere gesammelt, die meisten natürlich auf den Rundkursen. North Wilkesboro waren nicht seine ersten Leadlaps auf einem Oval, doch 49 Runden an der Spitze hat SVG bisher auf einem Oval noch nicht verbracht. Geht der Trend wirklich nach oben? Falls ja wird der 37-Jährige langsam, aber sicher zu einem ernstzunehmenden Gegner auf allen NASCAR-Strecken.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.






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