Strafe nach Angriff auf Corey Heim: NASCAR suspendiert Chad Bryant auf unbestimmte Zeit

Strafe nach Angriff auf Corey Heim: NASCAR suspendiert Chad Bryant auf unbestimmte Zeit
Foto: NASCAR Media / James Gilbert/Getty Images

NASCAR greift hart durch und verteilt Strafen für die Angreifer von Corey Heim – Chad Bryant und Teile seiner Mannschaft sind auf unbestimmte Zeit vom Verband suspendiert

Nach dem gewalttätigen Übergriff auf das NASCAR-Nachwuchstalent Corey Heim bei einem Late-Model-Rennen in Martinsville hat der Verband hart durchgegriffen. Die Mannschaft von Treyten Lapcevich und Teambesitzer Chad Bryant hatten Heim nach dem Rennen attackiert.  Nun hagelt es drastische Strafen, darunter Suspendierungen auf unbestimmte Zeit.

Die Mannschaft von Chad Bryant Racing (CBR) hatte dem 24‑jährigen 23XI‑Piloten nach dem Rennen aufgelauert und ihn mit mehreren Schlägen attackiert. Zuvor hatten sich die Aggressionen auf der Strecke hochgeschaukelt: Treyten Lapcevich und Heim waren nach der Zieldurchfahrt kollidiert, wobei beide Rennwagen massiv beschädigt wurden. 

Nachdem Denny Hamlin, Teilhaber von 23XI Racing, in seinem Podcast Actions Detrimental öffentlich Konsequenzen für die Verantwortlichen und den Teambesitzer gefordert hatte, reagierte NASCAR nun mit aller Härte.

Foto: NASCAR Media / David Jensen/Getty Images

Anti-Aggressions-Training und Sperren: Die Sanktionen im Detail

In einer offiziellen Mitteilung gab der Verband das Strafmaß bekannt: Als direkte Reaktion auf die Auseinandersetzung hat NASCAR entschieden, Teambesitzer Chad Bryant und CBR-Crewmitglied Steven Civitarese für ihre aktive Rolle in der Schlägerei auf unbestimmte Zeit zu suspendieren. Zusätzlich wurde gegen Bryant eine Geldstrafe von 2.000 US-Dollar verhängt, Civitarese muss 1.000 US-Dollar zahlen. Beide stehen zudem für ein volles Jahr unter Bewährung.

Der Verband machte darüber hinaus deutlich, dass Bryant und Civitarese bereits jetzt für 2027 des ValleyStar Credit Union 300 in Martinsville gesperrt sind. Sollte Bryant jemals eine Aufhebung seiner Suspendierung anstreben, verlangt NASCAR von ihm das erfolgreiche Absolvieren eines anerkannten Anti-Aggressions-Trainings.

Auch Ryden Lapcevich, der Bruder von Treyten, der das CBR-Fahrzeug pilotierte, aber selbst nicht in die Schlägerei verwickelt war, wurde vom Verband belangt. Er erhielt eine Geldstrafe in Höhe von 500 US-Dollar und wurde bis zum Ende der Saison 2027 auf Bewährung gesetzt.

Corey Heim – Foto: NASCAR Media / Jonathan Bachman/Getty Images

Blutige Boxengasse: Strafen nach zweitem Vorfall

Neben dem Eklat um CBR und Corey Heim sprach NASCAR weitere Sanktionen für einen separaten Zwischenfall aus. Eine heftige Auseinandersetzung zwischen Brad Houseright und Chad Burrow hatte am selben Wochenende für Blut in der Boxengasse gesorgt.

Laut offiziellem NASCAR-Bericht wurden Houseright und Burrow mit einer Geldstrafe von jeweils 250 US-Dollar belegt und bis Ende der Saison 2027 auf Bewährung gesetzt. Auch die mit Burrow assoziierten Crewmitglieder Ryan Burrow und Dylan Jenks erhielten Strafen: Sie müssen jeweils 500 US-Dollar zahlen und stehen ebenfalls bis zum Ende der Saison 2027 unter Bewährung. Im Gegensatz zu dem Vorfall zwischen Bryant und Heim sah der Verband hierbei jedoch von Suspendierungen ab.

Insgesamt zog das turbulente Rennwochenende somit für sieben verschiedene Personen Geldstrafen nach sich, zwei Beteiligte wurden vom Rennbetrieb suspendiert.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.