World of Outlaws in South Carolina: Overton und Davenport jubeln auf dem Modoc Speedway
Cody Overton und Jonathan Davenport gewannen die Rennen auf dem Modoc Speedway – Bobby Pierce, der an beiden Tagen die Hauptbedrohung war, konnte sich nicht gegen die World-of-Outlaws-Late-Model-Piloten durchsetzten
Die World of Outlaws Dirt Late Model Series gastierte auf dem Modoc Speedway in South Carolina. Cody Overton und Jonathan Davenport sicherten sich ihre Siege auf dem Dirt Track im Palmetto State.
Vor dem Modoc 100 hatte Overton bereits siebenmal in regionalen Late-Model-Serien gewonnen. Mit dem Ziel, seinen ersten World-of-Outlaws-Sieg zu holen, startete er in das Wochenende. Als er sein Heat-Race gewann und sich die Pole sicherte, hatte Overton gute Karten, dieses Ziel zu erreichen.
Der Pilot der Startnummer 97 blieb im Hauptrennen fehlerfrei und hielt Südstaaten-Legenden wie Chris Madden und Davenport hinter sich. Doch hinter ihm trat in Form von Bobby Pierce ein gefährlicher Widersacher auf den Plan. Der Führende der Gesamtwertung hatte sich von Startplatz 20 bis auf den vierten Rang vorgekämpft, als sieben Runden vor Schluss die letzte Gelbphase ausgelöst wurde.

Der „Smooth Operator“ schob sich schnell auf den zweiten Platz und verlangte Overton in der Schlussphase alles ab. Doch Overton hielt ihn auf Distanz und verteidigte sein Heimrevier erfolgreich gegen den siegreichsten Late-Model-Fahrer des Jahres.
„Ich habe mir immer wieder gesagt, dass er mich schon umbringen muss, um hier vorbeizukommen“, sagte ein den Tränen naher Overton in der Victory Lane. „Niemand versteht, wie schwer es ist, eines dieser Rennen zu gewinnen. Das ist ein wahr gewordener Traum, wirklich. Ich kann James nicht genug danken. Ich weiß, es geht nicht um viel Geld, aber das sind die am schwersten zu gewinnenden Rennen und niemand kapiert das.Und jetzt habe ich eins geholt.“
Davenport profitiert von Overtons Fehler und Pierces Pech
Beim Samstagslauf sicherte sich Davenport seinen ersten Sieg in der World of Outlaws Late Model Series 2026. Nur 90 Minuten von seiner Heimat in Belton entfernt, fuhr der Pilot der Startnummer 49 den Triumph ein.
Sein Erfolg in Modoc war der 19. seiner Karriere in der World of Outlaws. Davenport übernahm in Modoc die Führung auf Kosten von Overton. Dieser war in Runde 20 über das Cushion hinausgeschossen und in die Mauer von Kurve 1 gekracht, wodurch Davenport die Führung erbte. Die Nummer 49 wirkte in der Clean Air dominant, nur durch den Überrundungsverkehr kamen die Verfolger wieder in Schlagdistanz.
Auch an diesem Abend wurde Pierce zur größten Bedrohung für den Führenden. Pierce hatte sich vom 21. Startplatz bis auf den zweiten Rang vorgekämpft. Doch als der Rekordsieger fünf Runden vor Schluss einen Angriff auf die Spitzenposition vorbereitete, wurde die Nummer 32 auf der Gegengeraden langsamer und bog mit einem gerissenen Ölpumpenriemen ins Infield ab. Sein Pech bescherte Ryan Gustin den zweiten Platz.
„Gut, dass ich keinen Rückspiegel habe, denn ich wusste wirklich nicht, wo sie waren“, sagte Davenport. „Ich wusste nicht, wo ich am besten oder am schlechtesten war. Was für eine phänomenale Rennstrecke. Gestern Abend war ich noch nicht begeistert, auch wenn sie besser war als das alte Modoc. Aber heute Abend habe ich sie geliebt, sie war wirklich gut. Man musste seine Linien auf der Strecke ganz genau treffen; man konnte schnell wegrutschen und kam dann nicht mehr in die andere Richtung in Schwung. Es ist einfach extrem rutschig.“
Die World of Outlaws Late Model Series schließt die Saison 2026 im Rahmen der World of Outlaws World Finals auf dem Dirt Track in Charlotte ab.
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Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.







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