Chase Elliott verzichtet auf Most-Popular-Driver-Wahl zu Ehren von Kyle Busch

Chase Elliott verzichtet auf Most-Popular-Driver-Wahl zu Ehren von Kyle Busch
Foto: NASCAR Media / Karl Anderson/Getty Images

Chase Elliott hat sich aus dem Voting zum Most Popular Driver für 2026 zurückgezogen, um Kyle Busch zu ehren – Neben dem achtmaligen Empfänger dieses Preises animierten auch Carson Hocevar, Chase Briscoe und Kyle Larson, für Busch abzustimmen

Wenn es um die Wahl des Most Popular Drivers geht, ist Chase Elliott aktuell der King der NASCAR. Er hat den Award für den beliebtesten Fahrer bereits achtmal in Folge gewonnen, beginnend im Jahr 2018. Nun nimmt er jedoch seinen Namen eigenständig von der Voting-Liste, um Kyle Busch mit diesem Zug eine Ehrung zu erweisen.

Mit seinem Verzicht knüpft Elliott an eine Entscheidung seines Vaters an: Bill Elliott hatte sich 2001 nach dem Tod Dale Earnhardts aus der Wahl zurückgezogen. Earnhardt erhielt die Auszeichnung daraufhin erstmals posthum.

„Rückblickend dachte ich immer, dass das eine wirklich coole und bewundernswerte Geste gegenüber einem seiner größten Rivalen war, und einfach etwas, wovor ich immer großen Respekt hatte“, sagte Elliott am Samstag während seiner Medienrunde auf dem Talladega Superspeedway.

„Sie haben eine Menge Lärm gemacht“

In seiner Rennfahrerkarriere nahm sich Busch der Rolle des Schurken an und provozierte die Fans der NASCAR immer wieder. „Vielleicht mochten ihn die Leute nicht, aber sie haben definitiv eine Menge Lärm für ihn gemacht. Ich denke, da sind wir uns alle einig“, erinnert sich Elliott.

„Ich hatte einfach das Gefühl, dass er, aufgrund all dessen und wegen vieler Dinge, die ich hinter den Kulissen beobachten konnte – was er für seine Fans getan hat und wie sehr ihm der Sport und seine Unterstützer am Herzen lagen – es verdient hat, diese Wahl zu gewinnen“, so der Hendrick-Pilot weiter.

„Das heißt jedoch nicht, dass er nicht sowieso gewonnen hätte, nur weil ich mit auf der Liste stand – ganz und gar nicht. Aber ich glaube, es ist eine Gelegenheit für mich, meine großartigen Unterstützer und die Menschen, die meine Familie über die Jahre begleitet haben, dazu zu ermutigen, Kyle und seiner Familie genau diese Liebe und Energie entgegenzubringen.“

Elliott erzählte, dass er in seiner Jugend ein Fan von Busch war. „Jeder in meinem Alter und wahrscheinlich auch etwas jünger, der zu dieser Zeit aufgewachsen ist und seine Dominanz miterlebt hat … wenn da jemand sitzt und dir erzählt, dass er nicht in irgendeiner Form so sein wollte wie er, dann lügt er dir direkt ins Gesicht.“

„Der Typ hat alles abgeräumt. An manchen Orten war er unschlagbar. … Als Rennfahrer und jemand, der in den Sport hineinwuchs, war es wirklich schwer, nicht einfach sein Können zu bewundern, wie gut er hinter dem Lenkrad war und mit welchen Dingen er den Sport verändert hat.“

Neben Elliott animierten auch weitere Fahrer ihre Anhänger, für Busch zu stimmen. Carson Hocevar, der sich aktuell vor allem bei den Fans einer großen Beliebtheit erfreut, postete auf Social Media ein Video, in dem er aufrief: „Stimmt nicht für mich ab. Stimmt für Kyle Busch.“

„Ich möchte meine Fans einfach dringend bitten, für ihn abzustimmen“, sagte Hocevar während einer Medienrunde am Samstag. „Ich wäre sehr enttäuscht, wenn sie mich wählen würden. Wir können versuchen, in einem anderen Jahr zu gewinnen.“

Aus Hocevars Sicht war der polarisierende Busch in gewisser Weise der beliebteste Fahrer. „Kyle war hier an einem bestimmten Punkt der beliebteste Fahrer, oder?“, sagte er. „Die ganze Garage und jeder Artikel – es ist verrückt. Ein Fahrer, der wahrscheinlich extrem gehasst oder nicht genug gewürdigt wurde. Jetzt, nach seinem Tod, wird er enorm geschätzt, und ich denke, das fühlt sich einfach richtig an.“

Auch Kyle Larson, der Busch schon mit einer Erinnerungsfolierung in Las Vegas ehrte, rief dazu auf, für seinen Namensvetter abzustimmen, und schrieb: „Er hat meine Stimme.“

Chase Briscoe postete ebenfalls: „Habe meine Stimme abgegeben“, bezogen auf die Wahl für Busch. „Er hat in der NASCAR irgendwie alles gewonnen, und das wäre wohl die eine Sache, von der er wahrscheinlich selbst nie gedacht hätte, dass er sie jemals gewinnen würde“, erklärte Briscoe.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.