Danny van Wamelen holt den Worldcup der Stockcar F1 in die Niederlande

Danny van Wamelen holt den Worldcup der Stockcar F1 in die Niederlande
Credits: Marcus Liebsch / MSL-Fotografie

Der Worldcup der Stockcar F1 bleibt im niederländischen Baarlo – Danny van Wamelen setzte sich in einem intensiven Rennen gegen Luke Davidson durch und holte so den großen Pott

Das Worldcup-Wochenende auf dem Raceway Venray ist das populärste Event im Kalender des niederländischen Ovals. Mit nahezu komplett gefüllten Tribünen war der Worldcup-Lauf der Stockcar F1 am Sonntag ein echter Genuss für tausende Stockcar-Fans. Die niederländischen Zuschauer feierten nach 25 spannenden Runden Lokalmatador Danny van Wamelen, der den großen Pokal nach dem Rennen nach Baarlo brachte.

Der Fahrer der Startnummer 47 gehört seit vielen Jahren zu den niederländischen Toppiloten der Stockcar F1, in der über 600-PS-starke Boliden zum Einsatz kommen. Der Worldcup-Lauf selbst war aufgrund mehrerer Zwischenfälle sehr zerfahren, wovon sich der Niederländer aber nicht unterkriegen ließ. Mit einem beherzten Manöver überholte er den Worldcup-Sieger des Jahres 2019 und Titelverteidiger, Luke Davidson, um das Rennen zu gewinnen.

In der letzten Runde versuchte der Brite auf Platz zwei noch einmal mit einem “Last Bender” an van Wamelen vorbeizukommen, doch den Braten hatte der Niederländer gerochen, weshalb er sich clever verteidigte und so zum Sieg fuhr. Auf Platz drei landete Rick Lenssen vor Stockcar-F1-Legende Frankie Wainman Jr. und Jordy Lemmens. Stockcar-F2-Worldcup-Sieger Wim Peeters wurde nach dem Lauf auf Rang vier liegend disqualifiziert, da seine Gewichtsverteilung im Auto nicht stimmte.

Zuvor hatte es viele Ausfälle gegeben. Beim ersten Versuch platzte nach einem Kontakt der Reifen von Stockcar-F1-Weltmeister Tom Harris. Der Brite hatte Glück, da das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen und den Teams zehn Minuten Zeit gewährt wurden, um die Autos zu reparieren. Harris schaffte es zurück auf die Strecke, um nur wenige Runden nach dem Neustart nach einem Kontakt mit Geert-Jan Keijzer auszufallen.

Credits: Marcus Liebsch / MSL-Fotografie

Einen Schreckmoment gab es, als sich Harmen Zwerver auf der Gegengerade überschlug und das Auto Feuer fing. Die ausgebildeten Kräfte der Race-Rescue waren sofort vor Ort, löschten das Feuer und gaben mit dem Daumen nach oben Entwarnung. Mit Jordan Falding, Roy Maessen und Patrick Kleijsen fielen drei weitere Siegkandidaten früh im Rennen aus. Trotz der zahlreichen Gelbphasen setzte sich am Ende van Wamelen mit 0,661 Sekunden Vorsprung gegen Davidson aus, der aktueller niederländischer Meister ist.

Am Samstagabend gewann Harris zumindest die Long Track Memorial Trophy, die an die großartigen Rennen der Stockcar F1 auf dem Ein-Kilometer-Oval in Baarlo erinnert, das Ende der 1990er-Jahre geschlossen wurde. Kleijsen gewann am Sonntag die Bev Greenhalf Memorial Trophy. Simon Travis überschlug sich in diesem Rennen spektakulär, blieb aber glücklicherweise unverletzt.

Colin Schutter stand in der Tageswertung am Samstag mit 58 Punkten auf Platz eins. Ihm folgten Gert Elzinga mit 53 Zählern, Wesley Schaap, Harris und Roy Maessen. Am Sonntag setzte sich Davidson mit 49 Punkten vor Kleijsen und Harris an die Spitze. Dahinter komplettierten Jeroen van As und van Wamelen die Top 5. Van Wamelen darf aufgrund des Worldcup-Sieges ab sofort bis zum nächsten Worldcup im Jahr 2023 zwei goldene Streifen auf seinem Dachspoiler tragen.

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André Wiegold