Das Raketen-Comeback: Ryan Newman greift im Kaulig-Ram an
Nach Jahren der Abstinenz kehrt Ryan Newman auf die NASCAR-Bühne zurück – Der 18-malige Cup-Sieger übernimmt das Steuer des Kaulig-Trucks und schließt sich damit dem All-Star-Programm an
NASCAR-Veteran Ryan Newman kehrt nach jahrelanger Abstinenz in die Truck Series zurück. Der 48-jährige Routinier wird am 18. Juli auf dem North Wilkesboro Speedway an den Start gehen. Newman übernimmt für diesen Gastauftritt in der Truck-Serie den RAM 1500 mit der Startnummer 25 aus dem Hause Kaulig Racing.
Möglich macht diesen Coup das sogenannte „Free-Agent-Programm“ des Rennstalls, das immer wieder für namhafte Überraschungen im Cockpit sorgt. Vor Newman griffen in diesem Rahmen bereits Ikonen wie Tony Stewart, Clint Bowyer oder Travis Pastrana in das Lenkrad. Der „Rocket Man“ reiht sich somit in eine illustre Runde von Teilzeit-Piloten ein, die dem Team regelmäßig große Aufmerksamkeit bescheren.
„Ich freue mich wirklich riesig darauf, in North Wilkesboro wieder hinter das Lenkrad zu steigen und Teil des Free-Agent-Programms von Ram zu sein“, zeigt sich Newman voller Vorfreude auf seinen kommenden Einsatz. Für den Haudegen schließt sich mit diesem Deal auch ein Kreis zu seiner eigenen Vergangenheit auf den Ovalen.
Newman fügte hinzu: „Es ist etwas ganz Besonderes, zu einer Marke zurückzukehren, mit der ich zu Beginn meiner Karriere so viel Erfolg hatte, und Rennen in Wilkesboro sind ohnehin immer cool.“
Der US-Amerikaner blickt auf eine gigantische Karriere zurück, die stolze 733 Starts in der höchsten NASCAR-Liga und 18 Siege umfasst – darunter der Triumph beim prestigeträchtigen Daytona 500 im Jahr 2008. Vor allem im Qualifying war Newman eine Klasse für sich und verdiente sich mit 51 Pole-Positions seinen legendären Spitznamen. Im Jahr 2014 schrammte er als Meisterschaftszweiter zudem nur haarscharf am ganz großen Titel vorbei.
In der Truck-Serie ist seine Erfahrung mit nur sieben Starts zwar überschaubar, aber extrem effizient. Gleich bei seinem Debüt im Jahr 2008 in Atlanta stürmte Newman sensationell zum Sieg. Sein bisher letztes echtes Truck-Rennen bestritt er in der Saison 2018, während ein Qualifikationsversuch auf dem Dirt-Track von Bristol im Jahr 2021 vorzeitig scheiterte.
Einen Rostansatz müssen die Fans beim Altmeister trotz der langen Pause in den Top-Klassen nicht befürchten. Newman hält sich in anderen Rennserien kontinuierlich fit. Dass er das Fahren nicht verlernt hat, bewies er erst kürzlich mit zwei aufeinanderfolgenden Top-10-Platzierungen in der NASCAR Whelen Modified Tour.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





