Jubel und Rennabbruch: Lacroix glänzt, Camirand baut Führung in der NASCAR Canada Series aus

Jubel und Rennabbruch: Lacroix glänzt, Camirand baut Führung in der NASCAR Canada Series aus
Foto: Matthew Manor

Hochspannung und Regendrama in der NASCAR Canada Series auf dem Edmonton International Raceway – Kevin Lacroix und Meisterschaftsleiter Marc-Antoine Camirand sicherten sich am Samstagabend die Siege im kanadischen Bundesstaat Alberta

Kevin Lacroix und Meisterschaftsleiter Marc-Antoine Camirand haben sich die Triumphe beim letzten Doubleheader der NASCAR Canada Series der Saison 2026 auf dem Edmonton International Raceway gesichert. Am Samstagabend erlebten die Fans auf dem engen Viertelmeilen-Oval in der kanadischen Provinz Alberta zwei völlig unterschiedliche Läufe, die von engen Rad-an-Rad-Kämpfen und einem wetterbedingten Abbruch geprägt waren. Während Lacroix das erste Rennen nach einem späten Manöver auf der Strecke gewann, profitierte Camirand im zweiten Lauf von der Roten Flagge.

Im Auftaktrennen, dem Dorman Products 150, gab Pole-Setter William Larue am Steuer seines Chevrolet mit der Startnummer 45 zu Beginn das Tempo vor. Dahinter kämpfte sich Camirand im Chevrolet mit der Startnummer 96 blitzschnell von Startplatz sieben auf den dritten Rang nach vorne, nachdem er sich ein hartes Duell mit Louis-Philippe Dumoulin geliefert hatte. Zur Rennhalbzeit kontrollierte Larue das Geschehen an der Spitze weiterhin, doch Lacroix blies im Chevrolet mit der Startnummer 74 zur Attacke und erhöhte den Druck von Runde zu Runde.

In der 87. Runde erzwang Lacroix schließlich die entscheidende Führung und setzte sich an die Spitze des Feldes. In den Schlussrunden verteidigte er seinen Vorsprung souverän und fuhr den Sieg nach Hause, während Larue als Zweiter und Camirand als Dritter das Podium komplettierten. „Es ist eine gute Strecke, um Schwung aufzubauen. Wir waren hier schon immer schnell, daher freue ich mich riesig über den Sieg im ersten Rennen des Tages. Zwei Rennen an einem Tag zu fahren ist großartig, und jetzt blicken wir einfach auf das nächste“, verkündete der siegreiche Lacroix nach der Zieldurchfahrt.

Der zweite Lauf des Abends, das Carlyle Tools 150, entwickelte sich von Beginn an zu einem spektakulären Schlagabtausch an der Spitze. Nach dem Start übernahm erneut Larue die Führung, wurde aber in Runde 18 von D.J. Kennington abgelöst, woraufhin sich ein packender Dreikampf mit Camirand und Donald Theetge entwickelte. Nach mehreren Führungswechseln auf engstem Raum setzte sich Camirand schließlich durch und übernahm Platz eins, während Lacroix dahinter zur Halbzeit auf den dritten Rang nach vorne stürmte.

Noch bevor die geplante Renndistanz absolviert werden konnte, zog jedoch eine Unwetterwarnung über den Kurs und zwang die Rennleitung zur Roten Flagge. Da sich die Bedingungen nicht mehr verbesserten, wurde das Rennen in Runde 86 vorzeitig abgewunken und Camirand vor Lacroix und Theetge zum Sieger erklärt.

„Was für eine Nacht erneut für das GM-Paille-Team! Das Auto war im zweiten Rennen deutlich besser, nachdem wir ein paar Anpassungen vorgenommen hatten. Es ist zwar nicht die Art und Weise, wie wir beenden wollten, aber wir sind überglücklich, ganz oben zu stehen. Wir haben die Halbzeit der Saison erreicht und jeder einzelne Punkt zählt in der Meisterschaft. Jetzt richten wir unseren Fokus auf den GP3R und schauen, was wir dort ausrichten können“, bilanzierte Camirand.

Mit diesem Erfolg baute Camirand seine Führung in der Gesamtwertung der NASCAR Canada Series auf 397 Punkte aus. Der stark aufspielende Nachwuchsfahrer William Larue sicherte sich in beiden Läufen die Auszeichnung als bester Rookie des Rennens und sammelte wertvolle Zähler für den Titelkampf der Neueinsteiger. Für die Lokalmatadore aus Westkanada verlief der Heim-Doubleheader solide: Jamie Krzysik belegte die Ränge sechs und sieben, während Rob Naismith zweimal als Elfter über die Ziellinie fuhr.

Die NASCAR Canada Series legt nun eine kurze Pause ein, bevor die Motoren auf dem traditionsreichen Straßenkurs beim Grand Prix de Trois-Rivieres wieder dröhnen. Vom 7. bis 9. August stellen sich die Piloten den engen Betonmauern des beliebten Stadtkurses in Quebec.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.