V8 Oval Series: Bachor Racing glänzt mit Zuverlässigkeit beim Coumans-Sieg in Venray

V8 Oval Series: Bachor Racing glänzt mit Zuverlässigkeit beim Coumans-Sieg in Venray
Foto: Frank Reipen / Leadlap.de

Das Bachor Racing Team schickte beim dritten Lauf der V8 Oval Series auf dem Raceway Venray drei Boliden ins Rennen und überzeugte mit nahezu maximaler Zuverlässigkeit –  Während Philipp Bachor wichtige Punkte sammelte, untermauerte Champion Esten Coumans an der Spitze seine Titelambitionen

Das Bachor Racing Team hat beim dritten Lauf der V8 Oval Series 2026 auf dem Raceway Venray eine starke Teamleistung gezeigt und alle drei Boliden erfolgreich durch die harten Rennen gebracht. Am vergangenen Wochenende trotzte die Mannschaft den technischen Herausforderungen auf dem schnellen niederländischen Oval, während an der Spitze der aktuelle Champion Esten Coumans mit zwei Siegen ein klares Ausrufezeichen in Richtung Titelverteidigung setzte. 

Nach dem Abschied von Thomas Pourrain bewies die Truppe um Teamchef Uwe Bachor damit die nötige Zuverlässigkeit, um in der Meisterschaft weiterhin ein gewichtiges Wort mitzureden.

Während Coumans und Nigel Stegmeijer die Siege unter sich ausmachten, kämpfte Philipp Bachor in der Startnummer 21 mit stumpfen Waffen. „Der Renntag in Venray liegt hinter mir und ich blicke mit gemischten Gefühlen darauf zurück“, bilanziert Bachor nach dem Event. 

Trotz anhaltender Handling-Probleme brachte er das Auto dreimal auf dem fünften Rang ins Ziel. „Mit Platz fünf in allen drei Läufen habe ich zwar ein solides Ergebnis eingefahren, trotzdem bin ich noch nicht ganz zufrieden, denn ich hatte den ganzen Tag mit einem starken Untersteuern zu kämpfen“, erklärt der Pilot die Krux mit der Balance.

Das Team versuchte im Laufe des Renntags alles, um der Startnummer 21 mehr Grip auf der Vorderachse zu verleihen. „Zunächst gingen wir davon aus, dass die Reifen die Ursache sein könnten. Für den Finallauf haben wir deshalb zwei neue Reifen montiert“, beschreibt Bachor den unermüdlichen Einsatz in der Boxengasse. Die erhoffte Wende blieb jedoch aus: 

„Leider blieb das Fahrverhalten nahezu unverändert und das Untersteuern war weiterhin deutlich spürbar. Dadurch konnte ich in den entscheidenden Situationen nicht so angreifen, wie ich es mir gewünscht hätte.“ 

Crew-Chief Jens Müller bestätigt die Rätselei in der Garage, betont aber den Wert der Konstanz: „Wir konnten nicht wirklich finden, woran es lag, aber er hat das Auto dreimal solide auf Platz fünf ins Ziel gebracht und wichtige Punkte für die Meisterschaft eingefahren“. Das Wichtigste sei zudem, dass das Auto komplett heile geblieben ist.

Hinter den Kulissen herrschte trotz der Abstimmungsprobleme Erleichterung über die Standfestigkeit der V8-Boliden. „Das Auto war nach dem Wochenende komplett heile“, so das Fazit von Müller. Für die anstehende Sommerpause hat sich die Crew bereits ein straffes Programm vorgenommen, um die Ursachen für das Untersteuern zu eliminieren. 

„Wir werden das Auto in der Sommerpause einmal auf den Kopf stellen, woran es liegen kann, ob irgendwo was ist, was wir übersehen haben, um das Auto noch ein bisschen stärker zurückzubringen für das World-Cup-Wochenende“, blickt der Crew-Chief kämpferisch voraus. Auch Bachor zeigte sich zuversichtlich: „Ich bin mir sicher, dass wir die Lösung finden und beim nächsten Rennen wieder stärker zurückkommen.“

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In der Startnummer 22 erlebte Ovalexperte Joep Hendriks ein Wechselbad der Gefühle. Der erfahrene Funktionär von Hendriks Motorsport zeigte eine starke Performance, wurde jedoch im Finale durch ein technisches Detail ausgebremst. „Im Finale ist dann leider der Riemen von der Servopumpe gerissen“, erklärte Jens Müller den Ausfall. 

Hendriks stellte den Boliden daraufhin vorzeitig ab, um folgenschwere Folgeschäden am Triebwerk zu vermeiden. „Grundlegend war das Auto aber auch gut und er konnte gut damit mitfahren“, nahm der Crew-Chief das Positive aus den ersten Läufen mit. Ein solcher Defekt gehöre im Rennsport schlicht dazu: „Das kann eben passieren, das sagt der Joep auch, das passiert mal“.

Für ein dickes Ausrufezeichen sorgte unterdessen Newcomer Christian Gooßen in der Startnummer 23. Der Rookie zeigte eine fehlerfreie Leistung, hielt sich aus allen Turbulenzen auf der Strecke schlau heraus und belohnte sich mit dem achten Rang in der Tageswertung. 

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„Er hat eine solide Leistung gezeigt, auch wenn noch ein bisschen Tempo fehlt“, lobt Müller den Neuling. Gooßen brachte sein Arbeitsgerät ohne einen einzigen Kratzer zurück in die Garage. „Der Fahrer ist überglücklich, strahlt über beide Ohren und ist immer noch ein bisschen geflasht“, beschreibt der Crew-Chief die emotionale Bergaufbahn des Youngsters nach dem geschafften Härtetest.

Am Ende des Tages überwog im Bachor Racing Team der Stolz auf die gezeigte Zuverlässigkeit aller drei Fahrzeuge. „Ich finde das ganz gut, wenn man jetzt mal so einen Bericht rausbringt, weil wir gezeigt haben, dass alle drei Autos durchgefahren und soweit zuverlässig sind“, resümierte Jens Müller zufrieden. 

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Nach den harten Wochen und dem personellen Umbruch war dieser Auftritt die perfekte Antwort auf der Strecke. Müller brachte es kurz und knapp auf den Punkt: „Das ist jetzt erst einmal genau die richtig passende Antwort, was wir da auf das Tablett gelegt haben“.

Coumans sicherte sich am dritten Renntag der Saison mit 53 Punkten den Tagessieg. Stegmeijer wurde mit 48 Zählern Zweiter, gefolgt von Rik Maessen, Bachor und Hendriks, die allesamt jeweils 37 Punkte auf ihr Konto verbuchten. Eine Schrecksekunde gab es bei einem Crash zwischen Jeffrey Hageman und Colin White. Beide Fahrer sind okay. Die nächsten zwei Läufe der V8 Oval Series finden am 14., 15. und 16. August im Rahmen des World-Cup-Wochenendes statt.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.