Fiasko nach Motorschaden: Patrick Heckhausen nach Auftakt in Venray am Grübeln

Fiasko nach Motorschaden: Patrick Heckhausen nach Auftakt in Venray am Grübeln
Foto: Frank Reipen / Leadlap.de

Patrick Heckhausen startete vielversprechend in die V8 Oval Series 2026 auf dem Raceway Venray – Ein Motorschaden sorgte dann aber für den freien Fall

Der Raceway Venray ist bekannt für seine harten Bandagen, doch für Patrick Heckhausen hielt der Auftakt der V8 Oval Series 2026 am Ostermontag eine besonders bittere Pille bereit. Was als hoffnungsvolles Comeback im Chevrolet Camaro mit der Startnummer 88 begann, endete in einem technischen Desaster, das nun die gesamte Saison des Piloten der V8 Oval Series gefährden könnte.

Nach einer dreijährigen Pause kehrte Heckhausen bereits 2025 in die Serie zurück, mit dem Plan, die volle Saison 2026 zu bestreiten. Mit einer Mischung aus Vorfreude und Respekt nahm er die halbe Meile in den Niederlanden in Angriff. Trotz schwieriger Streckenverhältnisse am Morgen fand er überraschend schnell zu alter Stärke.

„Die Strecke war noch sehr dreckig und ich bin vergangenes Jahr im August erstmals seit drei Jahren wieder gestartet. 2026 waren dann wieder die ersten Meter“, blickt er gegenüber Leadlap.de auf den Saisonstart zurück. „Da habe ich erst mal den Wagen ein bisschen kennengelernt, habe mich erst mal wieder ein bisschen eingegroovt.“

Die Bestätigung für die harte Arbeit in der heimischen Garage folgte im zweiten Training. Mit einer Zeit von 19,877 Sekunden setzte er ein deutliches Ausrufezeichen in der Spitzengruppe. „Das fand ich sehr, sehr schön“, kommentiert er den Speed, der ihn sichtlich motivierte. Zu diesem Zeitpunkt schien die Welt für das Team der Startnummer 88 noch in Ordnung, auch wenn die Leistung auf dem Prüfstand mit laut Heckhausen gemessenen 373 PS noch nicht am Limit war.

Der erste Vorlauf war geprägt von taktischen Überlegungen. Um ein unruhiges Heck in den Griff zu bekommen, das sich im Training bemerkbar gemacht hatte, pokerten Heckhausen und seine Crew beim Reifendruck. „Ich hatte gedacht, wir erhöhen den Reifendruck ein wenig, um ein bisschen mehr Stagger reinzubekommen“, erklärte er die Strategie.

Doch der Plan schlug fehl: „Das ging dann genau nach hinten los. Dann lief es halt gar nicht.“ Trotzdem beendete er das erste Rennen, das er aus der ersten Startgruppe aufnahm, auf dem sechsten Rang – ein Ergebnis, das er als „immer noch gut“ verbuchte.

Doch die technischen Probleme nahmen im zweiten Vorlauf Fahrt auf. Trotz korrigierter Reifendrücke zwangen ihn massive Fehlzündungen zur vorzeitigen Aufgabe. „Leider hatten wir dann extreme Probleme mit der Zündung und dann lief es halt gar nicht mehr, bis ich sogar rausfahren musste“, so Heckhausen. Beim einem Restart nach einem Dreher von Thomas Pourrain geriet Heckhausen ohne Leistung sogar in brenzlige Threewide-Situationen.

Nachdem das Team für das Finale noch einmal Hand an die Zündung gelegt hatte, schien eine Aufholjagd kurzzeitig möglich – doch der Chevrolet Camaro hielt der Belastung nicht stand. Nach nur wenigen Runden folgte das endgültige Aus durch einen kapitalen Motorschaden.

„Setup-mäßig ging der Wagen richtig gut. Da sind wir auf dem richtigen Weg, das hat auch sehr motiviert. Wenn wir diese 440 PS am Ende haben, die wir haben dürfen, sollte ich setup-mäßig dann eigentlich vorne mit dabei sein.“

Abseits der Rennstrecke beginnt für Heckhausen nun ein weitaus schwierigerer Kampf. Die Kosten für die Reparatur des Motors werden vom Krefelder auf 4.500 bis 5.000 Euro geschätzt – eine Summe, die das Team derzeit nicht mal eben aufbringen kann.

„Das ist jetzt ein richtig, richtig tiefer Einschlag. Das Budget für diese Saison war mehr als ausgereizt und ich habe mich da schon komplett übernommen, um den Wagen schön zu bekommen, um alles cool hinzubekommen, um ein paar Fanartikel wie T-Shirts und Caps machen zu lassen.“

Derzeit steht die Fortsetzung seiner Saison in den Sternen. Ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung oder neue Sponsoren wird der markante Camaro vorerst in der Garage bleiben müssen. „Im Moment sieht es schlecht aus, dass ich den Wagen für die nächsten Rennen irgendwie wieder ans Laufen bekomme“, gestand er abschließend. Doch Heckhausen wird hart arbeiten und Ideen entwickeln, um die Saison im Laufe des Jahres 2026 fortsetzen zu können.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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