Heimsieg nach Maß: Mason Zeigler triumphiert beim Billy Winn Classic in Bedford

Heimsieg nach Maß: Mason Zeigler triumphiert beim Billy Winn Classic in Bedford
Foto: World of Outlaws / Emily Schwanke


Lokalmatador Mason Zeigler gewann das Billy Winn Classic der World of Outlaws auf dem Bedford Speedway – Der Rennfahrer aus Pennsylvania überholte Daulton Wilson mit einem Slidejob und fuhr zum Sieg

West-Pennsylvania bringt einige der hartnäckigsten regionalen Late-Model-Piloten der USA hervor, eine Tatsache, die sie an diesem Wochenende wieder einmal bewahrheiteten. Bereits am Freitagabend gaben die aus dem Raum Pittsburgh stammenden Logan Zarin und Jared Miley das Tempo vor, als sie sich auf dem Marion Center Raceway die Vorlaufsiege zum Connor Bobik Memorial sicherten. Doch als die World of Outlaws Late Model Series am Sonntag für das prestigeträchtige Billy Winn Classic auf dem Bedford Speedway gastierte, schlug endgültig die Stunde des Mason Zeigler.

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Der Lokalmatador aus Chalk Hill, Pennsylvania, hatte seine Siegambitionen bereits die gesamte Woche über untermauert: Auf dem Georgetown Speedway führte er das Feld 14 Runden lang an, bevor ihn ein vorzeitiges Aus bremste. Auf dem Selinsgrove Speedway erkämpfte er sich kurz darauf einen starken dritten Platz. Diese Auftritte machten Zeigler nur noch hungriger, seine offene Rechnung ausgerechnet auf einer seiner absoluten Lieblingsstrecken zu begleichen.

Von Startplatz zwei aus startete er ins Hauptrennen und reihte sich zunächst hinter dem frühen Spitzenreiter Daulton Wilson ein. Wilsons Vorliebe für traditionelle Halbmeilen-Ovale – sein Heimterrain in den Carolinas – machte seine immense Pace in Bedford wenig überraschend. Dementsprechend war sein Bolide mit der Startnummer 58V in der ersten Hälfte des 40-Runden-Rennens das Maß der Dinge.

Doch mit den dahinschmelzenden Runden begann auch Wilsons komfortabler Vorsprung von 1,8 Sekunden zu bröckeln. Elf Runden vor der schwarz-weiß-karrierten Flagge hatte Zeigler die Lücke zugefahren. Während Wilson die äußere Linie am Streckenrand wählte, setzte Zeigler zu einem mutigen Manöver auf der Innenbahn von Kurve drei an und zog am Ausgang von Kurve vier mit einem Slidejob an ihm vorbei. Wilson versuchte, den Druck aufrechtzuerhalten, doch Zeigler spielte all seine jahrelange Streckenkenntnis aus und fuhr unaufhaltsam mit einem satten Vorsprung von zwei Sekunden der Zielflagge entgegen.

Mit diesem Triumph krönte Zeigler seine ohnehin schon erfolgreiche Bedford-Bilanz und sicherte sich seinen zweiten Besuch in der World of Outlaws Victory-Lane – exakt sieben Jahre nach seinem ersten Sieg in Port Royal 2019.

„Als wir uns einreihten, dachte ich nur: Ich muss einfach meine Reifen am Leben halten“, erklärte ein sichtlich zufriedener Zeigler nach dem Rennen. „Das Auto gerade halten, den rechten Hinterreifen nicht durchdrehen lassen – das war das Wichtigste. Ich wusste: Wenn ich meine Reifen schone, kann ich ihn mir schnappen, sobald wir auf Überrundete auflaufen. Und genau diesen Verkehr konnte ich dann als perfekten Block nutzen.“

Daulton Wilson musste sich nach 29 Führungsrunden zähneknirschend mit Platz zwei begnügen. Nick Hoffman verteidigte als Dritter seine Meisterschaftsführung hauchdünn vor Bobby Pierce, der das Rennen als Fünfter beendete, direkt hinter dem Vorjahressieger Tim McCreadie auf Platz vier.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.