Herzschlagfinale in der NASCAR O’Reilly Series: Brandon Jones besiegt Chase Elliott in Chicagoland

Herzschlagfinale in der NASCAR O’Reilly Series: Brandon Jones besiegt Chase Elliott in Chicagoland
Foto: NASCAR Media / Jonathan Bachman/Getty Images

Brandon Jones besiegte Chase Elliott auf dem Chicagoland Speedway in einem packenden Finale der NASCAR O’Reilly Series – Der Pilot von Joe Gibbs Racing verteidigte seine Führung mit einem Block kurz vor der Zielline

Viele Fahrer hatten im Vorfeld für das Wochenende in Chicagoland spannendes Racing versprochen – und die NASCAR O’Reilly Series hat genau das geliefert. In einem Herzschlagfinale setzte sich Joe-Gibbs-Racing-Pilot Brandon Jones mit 0,171 Sekunden Vorsprung gegen den Publikumsliebling und Gaststarter Chase Elliott durch.

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Der Lauf der zweiten NASCAR-Liga startete wegen starker Regenfälle etwas später als geplant, doch das Warten lohnte sich für die Fans. Im ersten Overtime-Finale der Saison startete Jones direkt neben Elliott in der Startnummer 88.

Der Joe-Gibbs-Pilot in der neongelben Nummer 20 hielt sich in den ersten beiden Kurven hartnäckig neben dem Piloten aus Georgia. In Kurve 3 übernahm Jones schließlich die Führung und ging in der Spitzenposition in die letzte Runde des Rennens. 

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Elliott hingegen zündete noch einmal den Turbo und versuchte ein letztes Manöver, das Jones kurz vor der Ziellinie entschlossen abwehrte, um die schwarz-weiß karierte Flagge für sich in Anspruch zu nehmen.

„Es war bisher ein Jahr mit Höhen und Tiefen“, erklärte Jones nach dem Rennen auf der Start-Ziel-Geraden. „Wir hatten früh einige Erfolge, steckten aber in den letzten Wochen in einem kleinen Tief. Es ist einfach großartig, es heute auf diese Weise durchzuziehen. Diesen Sieg mussten wir uns wirklich hart erarbeiten.“

Für Jones war es der erste Sieg in Chicagoland, der erste in dieser Saison und der achte seiner Karriere. Seinen letzten Triumph hatte er im Herbst 2025 auf dem Kansas Speedway gefeiert.

„Ich denke, das sagt viel über unsere Widerstandsfähigkeit aus und darüber, wie hart wir da draußen arbeiten“, führte Jones weiter aus. „Chase hat es mir wirklich schwer gemacht. Er ist einer der Besten in diesem Sport. Wir waren auf alten Reifen unterwegs, und es war ein Riesenspaß, so herumzurutschen und sich ein solches Duell zu liefern.“

Foto: NASCAR Media / Jonathan Bachman/Getty Images

Elliott nimmt die Schuld auf sich

Elliott, der beim letzten Restart von der oberen Linie ins Rennen ging, bekam nicht den benötigten Push von Jesse Love, was ihn einen entscheidenden Vorteil kostete. Dennoch suchte der NASCAR-Champion die Schuld nicht bei anderen.

„Ich glaube keineswegs, dass wir deshalb verloren haben“, betonte Elliott. „Ich weiß, dass er vorhatte, mir einen guten Push zu geben. Wir hatten am Ende einfach das Momentum in die falsche Richtung, als es in Kurve 3 ging. Ich habe versucht, viel zu hart reinzufahren, und das Auto wurde extrem untersteuernd (tight). Ein großes Lob an Brandon, er hat einen tollen Job gemacht. Er hatte einen starken Restart, hielt sich durch Kurve 1 und 2 Seite an Seite und nahm das Momentum in Kurve 3 mit. Ich habe mich selbst in eine schlechte Position gebracht und dafür den Preis bezahlt.“

Hinter dem drittplatzierten Jesse Love beendeten Rookie Brent Crews und Austin Hill das Rennen in den Top 5. Die O’Reilly Auto Parts Series zieht nun weiter nach Atlanta, wo am kommenden Samstag das Focused Health 250 auf dem Programm steht.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.