Kein Bock mehr auf Top 10: Rehberg bläst zum Angriff auf das EuroNASCAR-Podium

Kein Bock mehr auf Top 10: Rehberg bläst zum Angriff auf das EuroNASCAR-Podium
Foto: NASCAR Euro Series / Nina Weinbrenner

Julien Rehberg hat sich in der NASCAR Euro Series V8GP längst etabliert – Jetzt legt der junge Deutsche die Messlatte höher und nimmt die absolute Elite ins Visier

Julien Rehberg bläst in seiner dritten NASCAR-Saison zum Großangriff auf die europäische V8-Elite. Der 20-jährige Rennfahrer aus Haltern am See peilt mit seinem Team Rehberg + Bremotion Racing nach einer starken ersten Saisonhälfte in der NASCAR Euro Series V8GP den endgültigen Durchbruch an die absolute Spitze an.

Nach den ersten sechs Läufen des Jahres, die unter anderem ein Top 5-Ergebnis in Valencia bereithielten, liegt das deutsche Toptalent zur Sommerpause auf dem neunten Gesamtrang und will beim kommenden Rennwochenende im tschechischen Most ganz vorne angreifen.

Die Zeiten, in denen sich der Youngster mit soliden Platzierungen im Mittelfeld zufriedengab, sind endgültig vorbei. Der Anspruch an die eigene Leistung ist mit den Erfolgen massiv gestiegen.

„Natürlich freue ich mich zu zeigen, wozu ich fähig bin“, erklärt Rehberg selbstbewusst. „Ich bin wirklich zufrieden mit dem Top-5-Ergebnis in Valencia. Allerdings habe ich mir meine eigenen Ziele inzwischen sehr hoch gesteckt – ich gebe mich nicht mehr mit einem zehnten Platz zufrieden. Ich will ganz vorne mitmischen und strebe von nun an mindestens einen Top-5-Platz an. Alles andere wäre für mich kein erfolgreiches Wochenende mehr.“

Der Weg an die Spitze führt im europäischen NASCAR-Oberhaus nur über die ganz großen Namen des internationalen Motorsports. Rehberg duelliert sich Stoßstange an Stoßstange mit Champions wie Vittorio Ghirelli und Gianmarco Ercoli oder dem ehemaligen Formel-1- und US-NASCAR-Piloten Nelson Piquet Jr.

Foto: NASCAR Euro Series / Bart Dehaese

„Es ist eine große Ehre für mich, die Rennstrecke mit solchen Fahrern zu teilen“, gesteht der Deutsche, der aus diesem harten Wettbewerb viel positive Energie zieht. „Wenn man dann merkt, dass man tatsächlich mit ihnen mithalten kann, fühlt sich das wirklich fantastisch an. Das gibt mir einen riesigen mentalen Schub und lässt mich dem nächsten Rennen noch mehr entgegenfiebern.“

Um den etablierten Schwergewichten der Serie auch im heißen Spätsommer Paroli bieten zu können, schaltet Rehberg in der aktuellen Rennpause keineswegs einen Gang zurück. Das Vorbereitungsprogramm für die verbleibenden Stationen im Rennkalender ist knallhart kalkuliert.

„In meiner Sommerpause werde ich mich definitiv intensiv auf Most vorbereiten“, gewährt der EuroNASCAR-Pilot Einblicke in seinen Alltag. „Ich werde viel Zeit mit dem Training im Simulator verbringen und auch öfter in die Sauna gehen, damit mir die Hitze im Auto nichts mehr ausmacht und ich unter diesen Bedingungen noch stärker werden kann.“

Der Schlüssel zum Erfolg liegt für Rehberg aber nicht nur im reinen fahrerischen Talent und der körperlichen Fitness, sondern auch im tiefen technischen Verständnis für sein 400 PS starkes V8-Biest. Der Rennfahrer packt in der Garage mittlerweile selbst tatkräftig mit an.

„Weil ich mein Auto jetzt zusammen mit meinem Mechaniker vorbereite, lerne ich unglaublich viele neue Dinge über das Fahrzeug“, beschreibt Rehberg seine Faszination für die Technik. „Ich verstehe immer besser, wie alles funktioniert, und es macht unheimlich viel Spaß. Mittlerweile liege ich an Rennwochenenden sogar selbst unter dem Auto und schraube daran. Tatsächlich macht mir das manchmal fast genauso viel Spaß wie das Fahren selbst.“

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.