Kyle Busch dominiert NASCAR-Truck-Series-Comeback in Dover
Kyle Busch dominierte das Rennen der NASCAR Truck Series in Dover – Der zweimalige Cup-Champion feierte auf der Monster Mile einen souveränen Sieg vor Ty Majeski
Für Kyle Busch zeigt die Leistungskurve weiter nach oben: Nach einem weiteren Top-10-Ergebnis im Oberhaus hat sich der zweimalige Cup-Champion nun in Dover wieder einen Sieg in der NASCAR Truck Series gesichert. Mit stolzen 147 Führungsrunden dominierte der Pilot aus Las Vegas das Rennen auf der „Monster Mile“ fast nach Belieben.
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Dabei entschied er beide Segmente für sich und feierte damit seinen insgesamt fünften Erfolg auf dem Beton-Oval in der dritten NASCAR-Liga. Am Ende kreuzte er die Ziellinie mit einem komfortablen Vorsprung von 3,039 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Ty Majeski in der Startnummer 88.

„Man weiß nie, wann es der letzte Sieg ist“, sagte Busch, der den Triumph sichtlich genoss. „Im Cup musste ich das in letzter Zeit leider allzu oft schmerzhaft erfahren. Umso schöner ist es, jetzt hier bei den Trucks ein Teil von Spire Motorsports zu sein.“
Mit einem Grinsen fügte er hinzu: „Von vorn sah es gut aus an der Spitze. Und es war dieses Mal nicht nur Kyle Larson, der so etwas abzieht. Es fühlt sich gut an, dass ein anderer Kyle das auch kann und wir es in die Victory-Lane geschafft haben. Ich liebe es einfach, nach Dover zu kommen – das war schon immer eine meiner absoluten Lieblingsstrecken.“
Mit Blick auf den Rennverlauf ergänzte er: „Man musste sich das Benzin und die Reifen definitiv gut einteilen. Aus dem Cockpit heraus war das ein ziemlich interessanter strategischer Kampf. Vielen Dank an die Fans und alle Leute, die heute hier waren.“ Abschließend lobte er seine Crew: „Alles in allem braucht es einfach eine Menge großartiger Leute hinter und neben dir. Es macht riesigen Spaß, und ich will genau so weitermachen.“

Der einzige Fahrer, der Busch bei der Rückkehr der Truck Series nach sechs Jahren auf den Dover International Speedway überhaupt gefährlich werden konnte, war Cup-Konkurrent Ross Chastain. Mit 49 Führungsrunden lag er etwas mehr als ein Drittel von Buschs Distanz an der Spitze. Der „Watermelon Man“ lieferte sich ein heißes Kopf-an-Kopf-Duell mit Busch, musste jedoch spät im Rennen für einen finalen Tankstopp an die Box abbiegen.
Der ehemalige NASCAR-Cup-Fahrer Clint Bowyer, der eigentlich Vollzeit als Experte in der Kommentatorenkabine die Cup-Rennen begleitet, feierte derweil einen Gaststart im Truck-Programm von Kaulig Racing. Nach einem Reifenproblem in den Schlussrunden reichte es allerdings nur für Platz 29.
„Ich hatte verdammt viel Spaß“, zog Bowyer Bilanz. „Das ist eine coole, extrem fordernde Strecke. Und es ist klasse, Kyle Busch in der Victory Lane zu sehen. Die NASCAR braucht das, und es gibt ihm enorm viel Selbstvertrauen für die anstehenden Sessions morgen und das Rennen am Sonntag. Ich bin stolz, ein Teil davon gewesen zu sein – und wer weiß, vielleicht war es ja nicht das letzte Mal.“

Das Rennen war zudem in feministischer Hinsicht bedeutend, da gleich drei Fahrerinnen im Feld vertreten waren – womit ein früherer Höchstwert der Rennserie eingestellt wurde.
Obwohl sie sich nach 37 Runden drehte und am Ende nur Platz 36 belegte, schrieb Dystany Spurlock dabei Geschichte: Sie ist die erste schwarze Frau, die jemals bei einem Rennen einer nationalen NASCAR-Serie an den Start ging. Trotz des Rückschlags zog sie viel Positives aus ihrem Debüt.
„Heute ist ein großartiger Tag“, sagte Spurlock. „Wir haben Geschichte geschrieben, das ist einfach phänomenal. Natürlich wollte ich das Rennen ins Ziel bringen, aber so läuft es im Motorsport eben manchmal. Jetzt bereite ich mich voll auf das nächste Rennen vor.“

Ihre Kolleginnen Toni Breidinger und Natalie Decker beendeten das Rennen auf den Plätzen 25 und 34.
Weiter geht es für die Truck Series am kommenden Freitag mit dem North Carolina Education Lottery 200 auf dem Charlotte Motor Speedway. Auch der Champion von 2025, Corey Heim, wird am Rennen teilnehmen, um seinen Sieg vom Vorjahr zu verteidigen.
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Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.






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