Das Format des All-Star-Rennens der NASCAR in Dover erklärt

Das Format des All-Star-Rennens der NASCAR in Dover erklärt
Foto: NASCAR Media / Meg Oliphant/Getty Images

Erstmals findet das All-Star-Rennen der NASCAR auf dem Dover International Speedway statt – Das ist das Format des Einladungsrennen, in dem es um eine Millionen Dollar geht

NASCAR bricht im Jahr 2026 mit alten Traditionen: Das diesjährige All-Star Race findet an diesem Wochenende zum allerersten Mal auf der legendären „Monster Mile“ in Dover statt und wartet mit einem radikal reformierten, dreiteiligen Rennformat inklusive einer gnadenlosen Eliminierungsrunde auf.

Am kommenden Samstag und Sonntag kämpfen alle 36 Charter-Teams auf dem Betonoval im US-Bundesstaat Delaware um den prestigeträchtigen Sieg, während zehn Piloten vor dem großen Finale vorzeitig die Segel streichen müssen. Die NASCAR-Führung nutzt das Show-Rennen ohne Meisterschaftspunkte erneut als großes Experimentierfeld und spendiert der Strecke zusätzlich eine frische Harzspur für maximalen Grip.

Der geschichtsträchtige Kurs in Dover büßt damit zwar erstmals seit 1968 sein reguläres Punkterennen ein. Das All-Star-Rennen, bei dem es für den Rennsieger eine Million US-Dollar gibt, ist seit jeher für seine ständigen Formatwechsel bekannt, doch die diesjährige Ausgabe sprengt den gewohnten Rahmen.

Das Rennwochenende beginnt mit einem spektakulären Qualifying, das Fahrkönnen und Boxencrew-Leistung verschmilzt. Die Piloten absolvieren drei Runden, wobei nach der ersten fliegenden Runde ein Pflichtstopp für vier frische Reifen ohne Nachtanken eingelegt werden muss. Die Crew mit der schnellsten fehlerfreien Servicezeit streicht eine Prämie von 100.000 US-Dollar ein, während die Gesamtlaufzeit die Startaufstellung bestimmt.

Im Hauptrennen bricht NASCAR mit der Tradition der Qualifikationsrennen, denn alle 36 eingeschriebenen Charter-Autos nehmen die grüne Flagge gleichzeitig auf. Das erste Segment erstreckt sich über 75 Runden am Stück, ohne künstliche Gelbphasen. Das dicke Ende folgt unmittelbar danach: Die Top 26 des ersten Segments werden für den zweiten, ebenfalls 75 Runden langen Abschnitt komplett umgedreht. Der Führende startet plötzlich von Rang 26, während der 26. das Feld anführt.

Nach dem zweiten Segment schlägt die Stunde der Wahrheit, wenn das Feld radikal von 36 auf 26 Fahrer schrumpft. 19 Piloten besitzen durch Siege in den Saisons 2025 und 2026 oder als ehemalige Champions mit Vollzeitcockpit bereits ein festes Ticket für das Finale. Sechs weitere Plätze werden an die Wackelkandidaten mit der besten durchschnittlichen Platzierung aus den ersten beiden Segmenten vergeben, während der letzte Startplatz traditionell durch das Fan-Voting ermittelt wird. Für die übrigen zehn Fahrer ist der Arbeitstag vorzeitig beendet und es geht direkt in die Garage.

Das finale Segment brennt ein 200 Runden langes Feuerwerk ab, dessen Startaufstellung sich nach den besten Durchschnittsplatzierungen der ersten Rennphase richtet. Nach rund 75 Runden sorgt eine geplante Competition-Caution noch einmal für strategische Würze und schiebt das Feld eng zusammen. Danach mutiert das All-Star-Spektakel zu einem klassischen, kompromisslosen Sprint bis zur Zielflagge.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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