Last-Lap-Drama in der ARCA West Series: Mason Massey staubt in Portland ab

Last-Lap-Drama in der ARCA West Series: Mason Massey staubt in Portland ab
Foto: Susan Wong/ARCA Racing

Mason Massey gewann auf dem Portland International Raceway das Rennen der West Series – Der Pilot profitierte in der letzten Runde von Fehlern seiner Konkurrenten und wahrt damit seine Titelchancen

Mason Massey lieferte auf dem Portland International Raceway eine fehlerfreie Leistung ab und wurde mit dem Sieg belohnt. Der 29-jährige Pilot von Bill McAnally Racing ging nur auf dem vierten Platz in die letzte Runde, beendete jedoch das Rennen der ARCA West Series an der Spitze, da all seine Konkurrenten vor ihm folgenschwere Fehler machten.

In einem chaotischen finalen Umlauf kämpften die beiden Nitro-Motorsports-Piloten Sam Corry und Ethan Tovo sowie der NDS-Motorsports-Pilot Kyle Steckly mit harten Bandagen um die erste Position, während sich Massey das Gerangel und den Lackaustausch aus sicherer Entfernung vorerst nur anschaute.

Die beiden Nitro-Motorsports-Toyotas gerieten so stark aneinander, dass sowohl Massey als auch Steckly ohne Probleme vorbeischlüpfen konnten. In der letzten Kurve des zwei Meilen langen Rundkurses verschätzte sich jedoch der Kanadier in seinem Chevrolet, sodass der Pilot aus Georgia das schwarz-weiß karierte Tuch in der Dämmerung von Oregon als Erster sah.

„Das war eine wilde Runde“, resümierte Massey. „Ich wusste, dass ich mich vor der weißen Flagge in eine gute Position bringen musste. [Corry und Tovo] haben hart gekämpft und sind, glaube ich, ein wenig von der Strecke abgekommen, sodass wir vorbeiziehen konnten. In der letzten Kurve, Turn 10, habe ich dann Druck [auf Steckly] gemacht. Ich habe die Kurve nicht ideal erwischt, aber er noch schlechter, und so konnte ich auf der Start-Ziel-Geraden an ihm vorbeigehen.“

Da der Führende in der West-Series-Wertung, Trevor Huddleston, die Top 10 verpasste, hielt Masseys Triumph in Portland auch seine Meisterschaftshoffnungen am Leben. Das Rennen verlief ganz nach Masseys Geschmack: Nach seinem Sieg beim Saisonauftakt der West Series auf dem Kevin Harvick’s Kern Raceway brannte er darauf, endlich wieder in die Victory Lane zurückzukehren.

Dass sein Team McAnally vor diesem Samstag noch nie ein West-Series-Rennen in Portland gewonnen hatte, machte den Sieg für Massey umso besonderer und gibt ihm zusätzliche Motivation für die zweite Saisonhälfte.

„Es bedeutet mir alles, für diese Jungs zu gewinnen”, so Massey. “Sie begleiten mich nun schon seit fünf Jahren, und ich liebe jeden Einzelnen von ihnen, genau wie meine Truppe bei BMR. Mr. McAnally war dieses Mal vor Ort. Beim ersten Sieg war er nicht dabei, deshalb freue ich mich riesig, diesen Moment mit ihm teilen zu können.“

Hailie Deegan beendete das Portland 112 auf dem dritten Platz – ihr erstes Top-5-Ergebnis in der West-Series-Saison 2026. Tovo rettete nach einem erneuten Scharmützel mit Corry in der letzten Kurve einen vierten Platz ins Ziel, während Eric Johnson Jr. die Top 5 komplettierte.

Die restlichen Plätze in den Top 10 belegten Jeff Anton, Robbie Kennealy, Alex Quarterley, Andrew Chapman und Gavin Ray. Für die Fahrer der West Series steht das nächste Event in knapp einem Monat auf dem All American Speedway im kalifornischen Roseville an.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.