Mehr als ein Haustier: Die emotionale Geschichte hinter Fabrizio Armettas neuer Startnummer
Fabrizio Armetta ist im EuroNASCAR-Fahrerlager für seine kompromisslose Fahrweise bekannt – Doch hinter dem harten Helm steckt eine emotionale Geschichte über Verlust, Loyalität und ein ganz besonderes Teamlogo
NASCAR-Euro-Series-Veteran Fabrizio Armetta hat mitten in der laufenden Saison 2026 seine traditionelle Startnummer gegen die #19 eingetauscht, um seinem kurz vor Saisonbeginn verstorbenen Hund Ruggero zu gedenken und nach einem von Unfällen geprägten Saisonauftakt das Rennglück zu erzwingen.
Der Italiener, der seit 2013 eine feste Größe in der europäischen NASCAR-Welt ist, wollte damit ein Zeichen der Verbundenheit setzen, da Ruggeros Gesicht bereits das offizielle Logo seines Club-Competition-Teams ziert. Nach dem harten Rückschlag beim Saisonauftakt in Valencia sollte die neue Startnummer die Wende in der Meisterschaft bringen.
Der Saisonstart verlief für den Heißsporn aus Rom nämlich alles andere als nach Plan. Ein heftiger Crash warf das Team logistisch und sportlich weit zurück, sodass der Routinier früh in die Defensive geriet.
„Unsere Saison begann etwas schwierig mit einem Unfall beim Start von Rennen 1 in Valencia, der mich praktisch daran hinderte, an einem der ersten beiden Rennen teilzunehmen“, blickt Armetta auf die harte Realität auf der Strecke zurück. „Das Auto erlitt großen Schaden, was bedeutete, dass das Chassis ausgetauscht werden musste. Als wir nach Le Castellet zurückkehrten, lief das Auto mit dem neuen Chassis sehr gut. Unsere Leistungen sind immer sehr gut – in Le Castellet wurde uns das Podium durch eine Strafe genommen, während in Brands Hatch das Pech verhinderte, dass wir das verdiente Ergebnis einfuhren.“
Inmitten dieser sportlichen Berg- und Talfahrt reifte in dem Italiener der Entschluss, ein tief emotionales Zeichen zu setzen. Der Verlust seines treuen Vierbeiners wog schwer, weshalb die Verbindung zwischen Mensch, Maschine und Erinnerung im Cockpit neu definiert wurde.
„Vor dem Start der Meisterschaft habe ich leider meinen Hund Ruggero verloren, an dem ich so sehr hing und der das Logo meines Teams ist“, erklärt der Italiener die Hintergründe. „Das Logo meines Teams ist sein Gesicht! Nach dem Unfall in Valencia wollte ich etwas, das das Pech vertreibt, und ich dachte an meinen kleinen Hund. Er wurde am 19.9.2019 geboren, und so war es einfach, meine Nummer zur #19 zu ändern.“
Für Armetta ist der Hund weit mehr als nur ein ehemaliges Haustier gewesen. Die neue Nummer auf den Türen seines EuroNASCAR-Boliden ist für den Rest des Jahres 2026 auch ein Talisman für die kommenden Aufgaben.
„Er ist das Maskottchen meines Teams und wird es immer bleiben! Ich hoffe, dass ich mit der #19 auf die oberste Stufe des Podiums klettern kann“, zeigt sich der Römer kämpferisch.
Im Fahrerlager ist Armetta seit über einem Jahrzehnt für seinen kompromisslosen und aggressiven Fahrstil auf Messers Schneide bekannt. Die Geschichte um Ruggero und die Startnummer #19 zeigt nun eine völlig andere, tiefgründige Seite des Mannes, der sein Leben dem NASCAR-Racing verschrieben hat.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





