IndyCar in Portland: Palou greift nach dem Titel, Schumacher trotzt technischen Problemen
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Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
Alex Palou hat das IndyCar-Rennen in Portland dank einer taktischen Meisterleistung für sich entschieden und seinen Vorsprung in der Meisterschaft weiter ausgebaut – Dahinter kämpfte sich Mick Schumacher trotz spürbarer Defizite auf den Geraden zu seinem bisher besten Ergebnis auf einem Rundkurs
Alex Palou hat IndyCar-Rennen auf dem Portland International Raceway für sich entschieden und damit seinen sechsten Saisonsieg gefeiert. Der Spanier setzte sich nach 110 Runden auf dem 3,16 Kilometer langen Rundkurs mit einem Vorsprung von 4,1167 Sekunden gegen Pole-Setter Felix Rosenqvist durch. Durch diesen Erfolg vergrößerte der Chip-Ganassi-Pilot seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 110 Punkte und steht damit kurz vor dem erneuten Titelgewinn.
Das Rennen auf dem schnellen Kurs in Oregon entwickelte sich zu einem hochklassigen Schachspiel über die Reifenstrategie. Rosenqvist bestimmte im ersten Stint das Geschehen an der Spitze und steuerte in Runde 31 zum Service an die Box. Palou und sein Strategie-Fuchs Barry Wanser entschieden sich jedoch für den Overcut und blieben eine Runde länger auf der Bahn.
Eine Fabelrunde später bog also auch der Meisterschaftsspitzenreiter ab und schob sich beim Herausfahren hauchdünn vor den Schweden. Rosenqvist haderte anschließend mit der entscheidenden Szene: „Der Overcut war hier extrem mächtig. Ich hatte beim Losfahren zudem leichte Probleme, weil sich die Crew von Mick Schumacher direkt vor uns für ihren Stopp bereitgemacht hat.“
In der Folge kontrollierte der Spanier das Geschehen von der Spitze aus, musste sich aber im zweiten Stint der Angriffe des Erstplatzierten aus dem Qualifying erwehren. Rosenqvist verkürzte den Rückstand auf der weichen Reifenmischung zwischenzeitlich auf unter eine Sekunde. Erst als Palou den RLL-Piloten Louis Foster als Puffer zwischen sich und seinen Verfolger bringen konnte, wuchs der Abstand wieder an.
Am Ende ließ der Tabellenführer nichts mehr anbrennen und fuhr den Triumph souverän nach Hause. „Das Auto war eine absolute Rakete und ließ sich in jeder einzelnen Runde wunderbar fahren. Ich war nur kurz besorgt, als Felix auf die weichen Reifen gewechselt hat, denn die waren überraschend stark“, erklärte der Sieger im Anschluss. „Chip stellt mir die besten Leute an die Seite, aber das Team setzt es auch einfach perfekt um.“
Hinter den beiden Spitzenreitern komplettierte Will Power das Podium. Der Australier verpasste einen möglichen Angriff auf Rang zwei allerdings durch ein Missverständnis im Funk beim letzten Boxenstopp. Power verpasste den Aufruf seines Strategen, blieb eine Runde länger auf der Strecke und verlor hinter dem zu überrundenden Sting Ray Robb entscheidende Sekunden.
„Ich habe in Kurve 10 etwas im Funk gehört, war mir aber nicht sicher, ob es ‚Pit‘ oder ‚No Pit‘ hieß. Normalerweise warte ich dann auf ein zweites Kommando, aber das kam nicht. Wir haben auf dieser Zusatzrunde definitiv viel Zeit liegen gelassen“, ärgerte sich der routinierte Andretti-Neuzugang nach der Zieldurchfahrt.

Hinter Rinus VeeKay und Kyle Kirkwood zeigte auch Mick Schumacher eine engagierte Vorstellung. Der Deutsche litt das gesamte Wochenende unter misteriösem Leistungsmangel auf den Geraden, was ihn auf den langen Vollgasstücken pro Runde etwa zwei bis drei Zehntelsekunden kostete. Nach einem verpatzten Start fiel er zunächst bis ans Ende des Feldes zurück.
Über eine kluge Overcut-Strategie bei den Boxenstopps und kompromisslose Zweikämpfe arbeitete sich der RLL-Pilot kontinuierlich nach vorne. In der Schlussphase verteidigte er seinen 16. Platz in einem intensiven Duell hauchdünn gegen Romain Grosjean und Nolan Siegel. Damit verbuchte der Sohn des Rekordweltmeisters – Michael Schumacher – sein bislang bestes Resultat der Saison auf einem Straßen- oder Rundkurs.
IndyNXT: Alessandro de Tullio siegt
Alessandro de Tullio feierte beim Grand Prix von Portland seinen zweiten Saison victory in der IndyNXT. Der Rookie startete von der Pole-Position und führte das Rennen über alle 35 Runden an, bevor er mit knapp zwei Sekunden Vorsprung vor Lochie Hughes und Max Taylor ins Ziel kam. Trotz starkem Reifenverschleiß gegen Ende und einem Restart nach einer frühen Gelbphase behielt de Tullio souverän die Oberhand und belohnte sich nach einer Serie von bisher unglücklichen Qualifikations-Erfolgen erneut mit einem Sieg.
Im Kampf um die Meisterschaft spitzte sich die Lage drei Rennen vor Schluss weiter zu. Enzo Fittipaldi übernahm mit einem siebten Platz die Tabellenführung und liegt nun einen Punkt vor Nikita Johnson, der Achter wurde. Auch der Viertplatzierte Tymek Kucharczyk schob sich näher an das Führungsduo heran und rangiert mit nur 18 Punkten Rückstand auf Fittipaldi auf Platz drei.
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Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.






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