IndyCar in Laguna Seca: McLaughlin bricht Siegesbann, Palou feiert fünften Titel
Scott McLaughlin hat beim IndyCar-Saisonfinale 2026 auf dem WeatherTech Raceway Laguna Seca eine über zweijährige Durststrecke beendet – Mit einer dominanten Vorstellung von der Pole-Position verwies der Penske-Pilot Kyle Kirkwood und Alexander Rossi auf die Plätze
Scott McLaughlin hat das Finale der IndyCar Series 2026 in Laguna Seca dominiert und damit eine 36 Rennen andauernde Durststrecke beendet. Der Penske-Pilot verwandelte seine Pole-Position im 95 Runden langen Monterey Grand Prix am Sonntag in einen souveränen Sieg mit 1,3739 Sekunden Vorsprung vor Kyle Kirkwood im Andretti-Honda. Für den Neuseeländer war es der erste Triumph seit dem 1. September 2024 auf der Milwaukee Mile und der achte Gesamtsieg seiner IndyCar-Karriere.
Entsprechend emotional zeigte sich der Penske-Pilot unmittelbar nach der Zieldurchfahrt in Kalifornien. „Mein kleines Mädchen hat mich noch nie siegen sehen, aber jetzt hat sie es“, strahlte McLaughlin über das Debüt seiner im Oktober 2024 geborenen Tochter Lucy als Zeugin eines Triumphs. „Papa kommt also mit einer Trophäe nach Hause, Baby!“
Zugleich fand McLaughlin anerkennende Worte für seine Mannschaft und blickte kämpferisch in Richtung der Konkurrenz: „Die Jungs und Mädels bei Team Penske haben die ganze Zeit hinter mir gestanden. Glückwunsch an Alex Palou zu seinem fünften Titel, aber wir arbeiten hart daran, sie zu schlagen. Das hier war ein riesiger Schritt in die richtige Richtung.“
McLaughlin ließ über die 95 Runden auf dem 3,6 Kilometer langen Kurs im Grunde nichts anbrennen. Ganze 87 Führungsrunden verbuchte der Chevrolet-Pilot und büßte den Spitzenplatz lediglich im Zuge der Boxenstopp-Phasen kurzzeitig ein.
Ein früher Zwischenfall in Runde 1 sorgte für die einzige Gelbphase des Tages. Sting Ray Robb touchierte im Juncos-Boliden den Dale-Coyne-Honda von Dennis Hauger in Kurve 6, was für Letzteren nach einem Einschlag in die Reifenstapel das vorzeitige Aus bedeutete.
Beim Restart in Runde 4 kontrollierte McLaughlin das Feld mühelos und profitierte anschließend von der fehlerfreien Boxenmannschaft von Teamchef Roger Penske. „Wir mussten absolut verlässlich sein“, analysierte McLaughlin später. „Genau das braucht man, um eine Meisterschaft zu holen. Was für ein großartiges Aufwärmen für uns. Das Jahr 2027 kann kommen!“
Kirkwood fuhr sich unterdessen von Startplatz sechs auf Rang zwei nach vorn und rückte McLaughlin im Schlussstint auf weicheren Reifen bis auf 1,2 Sekunden auf die Pelle. Angesichts des Kampfes um die Vize-Meisterschaft steckte der Andretti-Pilot im Finish jedoch zurück und begnügte sich mit Rang zwei im Rennen sowie im Gesamtklassement.
„Zweiter in der Meisterschaft, und das ist mein bestes Ergebnis auf einem Rundkurs“, zeigte sich Kirkwood zufrieden mit der Schadensbegrenzung. „Wir haben es einfach extrem sauber und extrem methodisch durchgezogen. Ich hätte gern am Ende auf den besseren Reifen eine Attacke gegen Scotty geritten, aber wir wussten, gegen wen wir kämpfen – und das war vor allem der Meisterschaftsstand. Wir sind auf Nummer sicher gegangen. Platz zwei ist der Beste vom Rest.“
Alexander Rossi komplettierte das Podium im Auto von Ed Carpenter Racing und beendete damit eine eigene Durststrecke, die seit Juni 2024 angehalten hatte. Felix Rosenqvist belegte im Meyer-Shank-Boliden Rang vier, gefolgt von David Malukas im zweiten Penske-Chevrolet.
Rossi hob die Erlösung für seine Equipe hervor, die auf klassischen Rundkursen monatelang Probleme hatte: „Ich kann kaum in Worte fassen, wie viel das bedeutet, wenn man bedenkt, wie fordernd das Jahr für die gesamte Mannschaft war. Rundkurse waren für uns eine gewaltige Hürde. Es gab vor diesem Wochenende große Zweifel, ob wir die Richtung finden. Das ist einfach eine riesige Belohnung für all die harte Arbeit.“
Spannung bot auch das Duell um die Auszeichnung als bester Neuling des Jahres, das trotz seines frühen Ausfalls an Dennis Hauger ging. Dem Dale-Coyne-Piloten reichten 228 Zähler, um sich am Ende hauchdünn mit 15 Punkten Vorsprung gegen Rahal-Letterman-Lanigan-Fahrer Mick Schumacher in der Rookie-Wertung durchzusetzen.
Den Gesamttitel hatte sich Palou im Ganassi-Honda bereits am Vorwochenende in Milwaukee gesichert. Der Spanier verwaltete das Geschehen im Mittelfeld auf Position acht und ließ nach der Zieldurchfahrt mit spektakulären Donuts auf der Start-Ziel-Geraden seinem vierten Gesamttitel in Folge freien Lauf. Die IndyCar-Serie begibt sich nun in die Winterpause. Die Saison 2027 beginnt am 7. März traditionell auf den Straßen von St. Petersburg in Florida.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





