Jüngster Champion der Geschichte: Nikita Johnson triumphiert im IndyNXT-Krimi

Jüngster Champion der Geschichte: Nikita Johnson triumphiert im IndyNXT-Krimi
Foto: Penske Entertainment: Chris Owens

Nikita Johnson hat beim Saisonfinale der IndyNXT in Laguna Seca Geschichte geschrieben und sich zum jüngsten Champion der Serie gekrönt – Während Tymek Kucharczyk das Rennen nach Start-Chaos souverän dominierte, reichte dem 18-jährigen US-Amerikaner ein kühler Kopf für den Titel

Tymek Kucharczyk hat am Sonntag das 30 Runden lange Saisonfinale der IndyNXT by Firestone im kalifornischen Laguna Seca für sich entschieden, während sich Nikita Johnson mit Rang zwei zum jüngsten Champion in der Geschichte des IndyCar-Unterbaus gekrönt hat. Nach seinem unverschuldeten Aus im Titelkampf am Vortag zeigte der Pole im Dallara von HMD Motorsports eine fehlerfreie Dominanz an der Spitze. Johnson hielt sich derweil aus Startkollisionen heraus und sicherte Cape Motorsports mit 18 Jahren, drei Monaten und zwölf Tagen den ersten Gesamtsieg der Teamgeschichte.

Kucharczyk kontrollierte das Geschehen auf dem Grand-Prix-Kurs von Monterey von der Pole-Position aus nach Belieben. Der Rookie führte jede einzelne Runde an und baute seinen Vorsprung phasenweise auf über sieben Sekunden aus. Für den HMD-Piloten war es der zweite Saisonsieg nach seinem Erfolg auf dem Rundkurs von Indianapolis im Mai.

„Ich bin wirklich stolz auf die Arbeit“, erklärte Kucharczyk nach dem Rennen erleichtert. „Jeder im Team hat einen fantastischen Job gemacht. Großen Glückwunsch an Nikita. Was soll ich sagen? Was wäre gewesen, wenn der gestrige Tag nicht passiert wäre? Trotzdem bin ich extrem stolz auf den heutigen Tag. Wir haben das Maximum aus dem herausgeholt, was wir hatten.“

Auf dem Weg zum Triumph ließ Kucharczyk keinen Zweifel an seinen Absichten aufkommen. Er setzte sich bereits kurz nach der Freigabe deutlich ab und fuhr der Konkurrenz auf und davon. „Ich habe in jeder einzelnen Runde gepusht und absolut nichts liegen gelassen“, betonte der Pole, der die Meisterschaft letztlich auf Rang drei beendete. „Ich bin wirklich stolz. Es war ein fantastisches Jahr.“

Im Schatten des dominanten Rennsiegers fuhr Johnson das Rennen seines Lebens. Der US-Amerikaner profitierte von einem Zwischenfall direkt beim Beschleunigen, vermied geschickt die Trümmerteile und übernahm früh Rang zwei. Mit 29 Zählern Vorsprung auf Enzo Fittipaldi brachte er den Gesamtsieg sowie das begehrte IndyCar-Förderpaket sicher ins Ziel.

„Es ist einfach großartig“, freute sich ein sichtlich gelöster Johnson im Ziel. „Es tut gut, endlich meine Emotionen zu zeigen. Ich glaube, viele Leute dachten, ich sei leidenschaftslos. Aber wenn ich fahre, schalte ich meine Emotionen schlichtweg ab. Ich gehe da raus und mache einfach meinen Job. Ich bin glücklich, dass die Arbeit jetzt erledigt ist und ich endlich feiern kann.“

Für die traditionsreiche Mannschaft von Dominic und Nicholas Cape ist dieser Erfolg ein Meilenstein. Johnson wusste genau, bei wem er sich für den historischen Triumph zu bedanken hatte. „Ich freue mich riesig, dass wir es geschafft haben, und kann den Cape-Jungs gar nicht genug danken“, so der frischgebackene Champion. „Sie standen die ganze Zeit über hinter mir – genau wie meine Familie und alle, die uns zu Hause unterstützen.“

Wie schon am Samstag wurde der Start zum Knackpunkt des Rennens. Samstags-Sieger Josh Pierson erlitt beim Hochschalten auf Start-Ziel einen technischen Defekt, wodurch sein Bolide kurz ins Stottern geriet. Max Garcia fuhr auf, woraufhin Piersons Fahrzeug kreiselte und den herannahenden Niels Koolen abräumte. Beide Autos landeten im Kiesbett, was die einzige Gelbphase des Rennens auslöste.

Nach dem Restart geriet Johnson kurzzeitig unter Druck von Lochie Hughes im Andretti-Wagen, behielt jedoch die Nerven. Hughes komplettierte das Podest als Dritter, gefolgt von Jacob Abel und Enzo Fittipaldi. Johnson krönte mit Rang zwei eine makellose Konstanz: Er beendete nicht nur alle 17 Saisonrennen in den Top 10, sondern fuhr als einziger Pilot des gesamten Feldes sämtliche 656 Rennrunden der Saison.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.