Nach 21 Jahren Fluch: Matt Hirschman triumphiert erstmals in Thompson
21 Jahre lang blieb der Thompson Speedway für Matt Hirschman ein unüberwindbares Hindernis – Jetzt brach der NASCAR-Whelen-Modified-Tour-Veteran den Bann und fuhr mit einer dominanten Vorstellung zum langersehnten Premierensieg
Matt Hirschman hat am Mittwoch auf dem Thompson Speedway Motorsports Park im 34. Anlauf seinen ersten NASCAR-Whelen-Modified-Tour-Sieg gefeiert und damit einen 21 Jahre andauernden Fluch gebrochen. Der US-Amerikaner dominierte das Rennen in Connecticut in der Startnummer 60 von Pee Dee Motorsports nach einem früh gelungenen Manöver gegen Polesitter Austin Beers und sicherte sich damit seinen zweiten Saisonsieg im Jahr 2026.
Schon im Training brannte Hirschman als einziger Pilot eine Zeit im 18-Sekunden-Bereich auf den Asphalt und unterstrich seine Ambitionen auf dem historischen Oval. Den Grundstein für den langersehnten Erfolg legte jedoch nicht nur das Tempo auf der Strecke, sondern eine fehlerfreie Leistung seiner Boxencrew beim einzigen Stopp des Tages während der einzigen Gelbphase.
„Wenn du ein Auto hast, das schon beim Ausladen ein Siegerauto ist, muss auch die Crew an der Box ihren Teil liefern“, gab Hirschman nach dem Triumph zu Protokoll. „Es war ein perfekter Tag. Ich habe die Pole knapp verpasst, aber so wie der Wagen lief, sah ich heute wohl eher wie Tony Hirschman aus als jemals zuvor in meiner Karriere.“
Der Schatten seines Vaters Tony Hirschman, der auf dem Kurs acht Siege feierte, wog über zwei Jahrzehnte schwer auf den Schultern des Routiniers. Seit seinem Tour-Debüt in Thompson im Jahr 2005 währte die Pechsträhne auf der Strecke, doch mit extremem Fokus und Selbstbewusstsein erwischte der Rennfahrer diesmal den perfekten Arbeitstag.
„Wir hatten in den letzten Rennen immer wieder den Speed für die Pole-Position und waren nah dran, aber heute hatte ich vom Ausladen an ein Auto, das gewinnen konnte“, erklärte Hirschman mit spürbarer Erleichterung. „Ich bin voll fokussiert angetreten, weil ich wusste, dass am Mittwoch jedes Detail zählt.“
Polesitter Beers musste sich trotz starker Frühphase geschlagen geben und kreuzte die Ziellinie als Zweiter. „Er hat mir schon einige Siege weggeschnappt und war am Mittwoch schlichtweg das Maß der Dinge“, erkannte Beers neidlos an, betonte aber gleichzeitig die wichtige Ausbeute im Kampf um die Meisterschaft.
Der bisherige Seriensieger Patrick Emerling beendete seine Serie von drei Triumphen in Folge auf dem dritten Platz und sammelte ebenfalls wertvolle Zähler im Titelkampf. Dahinter komplettierten Chase Dowling und Matt Swanson die Top 5, während Piloten wie Eric Goodale und Doug Coby ebenfalls Platzierungen in den ersten Zehn verbuchen konnten.
Für die Piloten der Modified-Serie bleibt kaum Zeit zum Durchatmen, denn der Terminkalender steuert direkt auf den nächsten Höhepunkt zu. Am Samstag, den 22. August, steht auf dem New Hampshire Motor Speedway mit den Mohegan Sun 100 das nächste prestigeträchtige Rennen auf dem Programm.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





