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NASCAR-Weekly: Spire Motorsports plant 2021 mit zwei Vollzeitfahrern

Sean Gardner/Getty Images

Spire Motorsports will nach dem Kauf des Team der Leavine Family auf Konstanz setzen – In Dover siegten Denny Hamlin und Kevin Harvick 

NASCAR Cup Series (von: André Wiegold) 

In der Saison 2020 hat Spire Motorsports insgesamt acht Fahrer in die Startnummer 77 gesetzt: Stanton Barrett, Josh Bilicki, James Davison, B.J. McLeod, Garrett Smithley, Reed Sorenson, J.J. Yeley und Ross Chastain. Damit soll ab der Saison 2021 Schluss sein. Das Team hat den Besitz der Leavine Family aufgekauft und plant, in der kommenden Saison mit zwei Vollzeitpiloten in zwei Fahrzeugen an den Start zu gehen. 

Wer diese beiden Autos pilotieren wird, ist noch nicht bekannt. Jedoch scheinen Ross Chastain und Justin Haley, der aufgrund eines Regenabbruches im Jahr 2019 überraschend mit Spire das Sommerrennen von Daytona gewann, heiße Kandidaten auf die beiden Cockpits des Teams zu sein. 

Credits: Jared C. Tilton/Getty Images

Während dessen dominieren Denny Hamlin (Joe Gibbs Racing) und Kevin Harvick (Stewart-Haas Racing) weiter das Geschehen in der NASCAR Cup Series. Die beiden Titelfavoriten gewannen beim Double-Header am Dover International Speedway jeweils ein Rennen und bauten so ihre Führung auf das restliche Feld auf. 

Beide haben aufgrund ihrer Renn- und Stage-Siege bereits große Punktepolster in den Playoffs sicher. Vor dem letzten Rennen der regulären Saison am Daytona International Speedway steht Harvick bereits als Sieger des ersten Saisonabschnitts fest, was ihm 15 Extrapunkte für die Playoffs einbringt. Der Stewart-Haas-Pilot kommt außerdem auf sieben Renn- und sieben Stage-Siege. Hamlin hat hingegen sechs Renn- und sieben Stage-Siege gesammelt. 

Doch wer muss beim Roulette von Daytona noch um eine Teilnahme an den Playoffs zittern? Matt DiBenedetto, William Byron und Jimmie Johnson kämpfen noch um die zwei verbliebenden Plätze. Clint Bowyer ist nämlich sicher dabei, wenn er in Daytona drei Zähler holt. Mit einem Überraschungssieg eines Top-30-Fahrers könnte sich das ganze Szenario aber wieder komplett verändern.

NASCAR Xfinity Series (von: André Wiegold) 

Credits: Chris Graythen/Getty Images

Noah Gragson, der lange als potenzieller Nachfolger von Jimmie Johnson gehandelt wurde, wird noch eine dritte Saison in der NASCAR Xfinity Series für JR Motorsports dranhängen und im Jahr 2021 nicht in die NASCAR Cup Series aufsteigen. Auf Twitter postete er erst den Emoji eines Stifts und dann kam das Bestätigungsvideo des Teams auf den sozialen Medien. 

Beim Double-Header am Dover International Speedway fuhr Justin Allgaier (JR Motorsports) zu seinem ersten Sieg in der Saison 2020. Damit hat er sich spät einen Platz in den diesjährigen Playoffs gesichert. Bisher gab es in der Xfinity-Meisterschaft sieben verschiedene Sieger aus dem regulären Feld der Serie. Das zweite Rennen gewann Chase Briscoe (Stewart-Haas Racing), der damit seinen sechsten Saisonsieg eintütete.

NASCAR Gander RV & Outdoors Series (von: Simon Mones und André Wiegold)

Credits: Jared C. Tilton/Getty Images

Während die NASCAR Cup Series am Wochenende gleich zweimal in Dover an den Start ging, stand für die Piloten in der NASCAR Gander RV & Outdoors Series lediglich ein Rennen am Freitag auf dem Plan.

Zum zweiten Mal in dieser Saison setzte sich Zane Smith (GMS Racing) im Kampf um den Sieg durch und sicherte sich zudem die 50.000-US-Dollar-Prämie der “Triple Truck Challenge”. Brett Moffitt (GMS Racing) kam – trotz 50 Führungsrunden – als Zweiter ins Ziel. 

Ein Name wurde in Dover aber einmal mehr vergeblich gesucht: Natalie Decker (Niece Motorsports). Denn die junge Pilotin fährt nicht alle Rennen in der Truck Series. Wie ihr Team Niece Motorsport nun bekannt gab, wird Decker in dieser Saison dennoch öfters starten, als bislang geplant.

Mit dem WWT Raceway 200 presented bey CK Power, dem ToyotaCare 250, dem UNO 200 presented by Ohio Logistics und dem SpeedyCas.com 400 plant die 23-Jährige somit vier weitere Starts in der Saison 2020.

„Ich bin so dankbar, dass N29 und Niece Motorsports mir die Gelegenheit geben, dieses Jahr noch vier weitere Rennen zu bestreiten! Ich bin sehr aufgeregt und kann es kaum erwarten, nach Gateway zu kommen”, sagt Decker, die die Strecke in Gateway bereits aus der ARCA Midwest Tour, ARCA by Menards und der Truck Series kennt.

Beim Truck-Rennen am Darlington Speedway gibt es für NASCAR-Fans der alten Garde einen echten Zungenschnalzer: Greg Biffle wird mit GMS Racing das Rennen bestreiten und seit langer Zeit wieder an den Start gehen. Der 50-Jährige mit 19 Cup-Siegen auf dem Konto hat nach der Saison 2016 seine Cup-Karriere beendet. Sein letztes NASCAR-Truck-Rennen bestritt er im Jahr 2019 am Texas Motor Speedway.

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