Nervenkitzel bis zum Schluss: Tristan McKee triumphiert beim ARCA-Krimi in Madison
Tristan McKee hat das Atlas 200 auf dem Madison International Speedway für sich entschieden und seinen dritten Saisonsieg gefeiert – In einer dramatischen Schlussphase behielt der Chevrolet-Pilot beim entscheidenden Restart die Nerven
Tristan McKee hat am Freitagabend das Atlas 200 der ARCA Menards Series auf dem Madison International Speedway in Oregon, Wisconsin, gewonnen. Der Fahrer der Pinnacle Racing Group setzte sich in der Schlussphase gegen seinen Teamkollegen Carson Brown sowie Max Reaves durch und sicherte sich damit seinen dritten Saisonsieg 2026. Es war zugleich der vierte Karrieresieg des Nachwuchstalents und sein Premierenerfolg auf dem anspruchsvollen Short-Track.
Die Entscheidung fiel erst in den letzten Minuten eines Rennens, dessen Ausgang mehrfach auf der Kippe gestanden hatte. Ein Dreher im Feld sorgte kurz vor Schluss für eine Gelbphase und brachte das Spitzenfeld für einen Sprint über neun Runden noch einmal dicht zusammen. McKee wählte für den finalen Restart die Außenbahn, verteidigte die Führung souverän und steuerte seinen Chevrolet mit der Startnummer 77 sicher über die Ziellinie.
Der Grundstein für den Erfolg wurde jedoch bereits in der Boxengasse gelegt, nachdem der Renntag mit Schwierigkeiten begonnen hatte. „Es fühlt sich großartig an“, erklärte McKee im Victory-Lane. „Wir hatten im Training ein paar Probleme und lagen zu Beginn etwas zurück. Startplatz zwei war dafür gar nicht schlecht, zumal wir zuvor keinen Qualifying-Testlauf simulieren konnten. Die Jungs haben in den Pausen genau die richtigen Anpassungen vorgenommen und das Auto deutlich verbessert.“
Auf dem Weg zum Triumph profitierte McKee zudem von den zahlreichen Gelbphasen im Rennverlauf. Er habe sich vor dem letzten Restart sehr sicher gefühlt, da ihm die vorherigen Situationen das nötige Vertrauen gegeben hätten. Teamkollege Brown, der sich mit Rang zwei begnügen musste, gab nach der Zieldurchfahrt offen zu, dass ihm am Ende einfach „ein kleines bisschen gefehlt“ habe.
Das rennentscheidende Überholmanöver ereignete sich bereits in Runde 109, kurz nach der Halbzeitmarke des 200-Runden-Rennens. McKee und der lange Zeit führende Joe-Gibbs-Racing-Pilot Reaves lieferten sich nach einem Restart einen packenden rundenlangen Zweikampf, ehe Reaves beim Anbremsen von Kurve 1 die Räder blockierte. McKee nutzte die Lücke eiskalt aus und gab die Spitzenposition bis zum Fallen der Zielflagge nicht mehr ab.
Reaves, der im ersten Renndrittel das Geschehen über weite Strecken diktiert hatte, rätselte im Ziel über das Verhalten seines Boliden. „Wir werden nächstes Jahr definitiv wiederkommen, der Sache auf den Grund gehen und mit dem passenden Paket antreten“, bilanzierte der Drittplatzierte und zollte dem Sieger Respekt: „Glückwunsch an Tristan, er ist ein starkes Rennen gefahren.“
Hinter dem Führungstrio komplettierten die Nitro-Motorsports-Teamkollegen Jake Bollman und Thomas Annunziata die Top 5 auf den Rängen vier und fünf. Damit verteidigte Bollman seine Spitzenposition in der Meisterschaft und baute seinen Vorsprung auf den direkten Verfolger Annunziata auf fünf Zähler aus.
Die weiteren Plätze innerhalb der Top 10 belegten Isaac Kitzmiller, Isabella Robusto, Will Robinson, Jason Kitzmiller und Tony Cosentino. Für das ARCA-Feld geht es am 6. September auf dem DuQuoin State Fairgrounds weiter, wo mit dem Audubon Park 100 das zweite und letzte Dirt-Track-Rennen der Saison 2026 ansteht.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





