Pace gut, aber viel Pech: Julien Rehberg in Frankreich unter Wert geschlagen

Pace gut, aber viel Pech: Julien Rehberg in Frankreich unter Wert geschlagen
Foto: NASCAR Euro Series / Nina Weinbrenner

Aufgehalten im Qualifying, ein Floppy im Kühler und kein Top 10: Julien Rehberg haderte in Frankreich mit dem Glück – Dennoch ist der Deutsche mit der Pace zufrieden

Top-10-Ergebnisse in der V8GP-Meisterschaft der NASCAR Euro Series: Das ist das klare Ziel von Julien Rehberg aus Haltern am See in seinem #77 Chevrolet von Rehberg + Bremotion Racing. Auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet verpasste er dieses Messlatte nur knapp, weil das Glück nicht auf seiner Seite war. Mit der Pace ist Rehberg dennoch sehr zufrieden.

„Erstmal zum Circuit Paul Ricard: Eine wunderschöne und super moderne Strecke“, so Rehberg im Gespräch mit Leadlap.de. „Sie ist auch super lang, was ich mega schön finde. Man hat lange Geraden, schnelle Kurven und enge Kurven – es ist eine sehr technische Strecke. Wenn ich ehrlich bin, ist das, glaube ich, sogar eine der schwierigsten Strecken, auf denen ich je gefahren bin.“

„Ich fand es trotzdem sehr schön, auch das Drumherum. Wir hatten mehr als 50.000 Zuschauer, das war natürlich mega. Das Schöne ist auch: Ich kannte die Strecke noch nicht, war noch nie da und hatte kaum Training – nur das Practice am Freitag. Dafür war ich eigentlich schon ganz gut und schnell unterwegs.“

Sportlich war das Wochenende für Rehberg eine Mischung aus gutem Potenzial und einer Menge Pech, denn nicht immer lag das Schicksal des Chevrolets in den Händen des Youngsters. Im Qualifying reichte es für Platz 17, in den beiden Rennen kam Rehberg jeweils auf Platz zwölf ins Ziel.

„Nur leider hatte ich im Qualifying sehr viel Pech“, erklärt er. „In meiner letzten Runde wollte ich meine schnellste Rundenzeit setzen und war auch eine halbe Sekunde im Minus. Dann wurde ich leider aufgehalten, wie du ja scheinbar mitbekommen hast. Ich war nicht gerade zufrieden darüber, deswegen nur Startplatz 17. Da war ich natürlich erst mal ein bisschen geknickt fürs Wochenende.“

„Im ersten Rennen bin ich von 17 auf Platz zwölf gefahren, mit Platz drei in der Junior Trophy. Das war natürlich sehr schön, ich habe da gut aufgeholt. Trotzdem war es nicht ganz das, was ich erwartet hatte, weil ich mindestens in die Top 10 kommen möchte. Im zweiten Rennen bin ich von Rang 15 gestartet und dann Zwölfter geworden.“

Foto: NASCAR Euro Series / Bart Dehaese

„Das war natürlich auch blöd: In Runde zwei hat Toffel vor mir ein Floppy mitgenommen. Der ist hochgeflogen, ich bin voll reingefahren und er ist mir in den Kühler geflogen. Mein Motor hatte die ganze Zeit mindestens 140 Grad Öl – das ist viel zu heiß. Deswegen musste ich die ganze Zeit Shortshifting machen, konnte nicht richtig Vollgas geben und dadurch die Pace vorne nicht mitgehen. Deswegen bin ich im zweiten Rennen nur Zwölfter geworden.“

„Mit meiner Pace selber bin ich eigentlich relativ zufrieden, aber ich hatte leider relativ viel Pech. Das Wichtigste ist: Ich bin angekommen, habe keinen Unfall gehabt und Punkte gesammelt. Insgesamt bin ich jetzt, glaube ich, auf Platz acht. Das Wochenende war okay. Nächstes Wochenende muss es auf jeden Fall weiter nach vorne gehen – wie gesagt, mindestens Top 10.“

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.