„War mega begeistert“: Dominique Schaak feiert NASCAR-Rennen in Frankreich
Vor 50.800 Zuschauern startete die NASCAR Euro Series auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet – Dominique Schaak aus Deutschland war von der Strecke angetan
„Was die Rennstrecke selbst angeht, war ich mega begeistert“, so das Fazit von Dominique Schaak gegenüber Leadlap.de über das erste Gastspiel der NASCAR Euro Series in Frankreich seit 2018. Erstmals startete der Ableger auf dem GP-Layout des Circuit Paul Ricard in Le Castellet. Die Strecke machte dem Rennfahrer aus Deutschland viel Spaß.
„Der Kurs bietet einfach alles, was man sich wünscht: langsame Passagen, schnelle Abschnitte und Highspeed-Kurven“, erklärt der Magdeburger. „Besonders Sektor drei war durch einen sehr technischen und anspruchsvollen Part geprägt. Das war eine echte Herausforderung – gerade, wenn man dort zum ersten Mal fährt.“
„Über die gesamte Distanz keine Fehler einzubauen, war extrem schwierig, aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Ich habe die Strecke wirklich sehr genossen und konnte, so denke ich, eine gute Pace zeigen.“
Samstag: Qualifying das Problem
Schaak qualifizierte sich in seinem #99 Chevrolet von BS+BREMOTION auf Platz 15 – ein Ergebnis, das für den 36-Jährigen besser hätte ausfallen können. „Auf meiner schnellsten Runde hatte sich ein Fehler eingeschlichen, der mich vier bis fünf Zehntelsekunden gekostet hat“, erklärt er. „Das bedeutete am Ende zwei bis drei Startplätze weiter hinten, sonst wäre das Ergebnis wohl etwas besser ausgefallen.“
Daher musste Schaak in den zehn Rennen des OPEN-Rennens mächtig Gas geben: „Im ersten Rennen erwischte ich einen schlechten Start, da ich auf der falschen Seite stand. Das war etwas unglücklich, aber ich konnte mir im Verlauf des Rennens die eine oder andere Position zurückholen.“

„Es entwickelte sich ein schöner Vier- oder Fünfkampf mit Maxim van Laere, Florian Richard, Giovanni Faraonio und Kenko Miura. Es ging hart, aber sehr fair zur Sache. Wir haben uns gegenseitig viel Platz gelassen und tolles Racing gezeigt.“
„Bis zum Schluss war im Kampf um den Sieg in der Master Trophy alles offen“, so Schaak „Am Ende reichte es für Platz drei in der Wertung – mein erstes Saison-Podium! Darüber bin ich sehr glücklich. Damit konnte ich das Pech von Valencia ein Stück weit hinter mir lassen. Gesamtplatz zwölf war letztlich eine solide Schadensbegrenzung. Natürlich hätte ich mir ein Top-10-Ergebnis gewünscht, aber die Saison ist ja noch lang.“
Sonntag: Schaak näher an den Top 10 heran
„Im zweiten Rennen hatte ich dann einen guten Start und einen starken Lauf mit tollen Fights. Ich bin gut nach vorne gekommen, und auch hier blieb der Kampf um Platz zwei in der Masters Trophy bis zum Schluss völlig offen“, so Schaak. „Lange Zeit habe ich mit Maxim und Florian gekämpft. Leider kam mir dann Claudio Cappelli dazwischen: Er setzte zu einer Dive-Bomb an, die uns in der vorletzten Runde beide aus dem Dreikampf warf.“
„Dennoch waren es tolle Positionskämpfe, aus denen ich viel Positives mitnehme“, so Schaak über das gesamte Wochenende. „Es hat einfach gezeigt, dass wir vom Speed her absolut konkurrenzfähig sind und man mit uns rechnen muss.“

„Das Event selbst war einfach fantastisch. Es war wunderschön zu sehen, dass 50.800 Zuschauer vor Ort waren – eine tolle Kulisse und ein großartiges Ambiente rundherum. Ich hätte absolut nichts dagegen, bald wieder auf dem Circuit Paul Ricard zu Gast zu sein.“
Nächster Halt: Großbritannien
In nur zwei Wochen ist die NASCAR Euro Series wieder auf der Rennstrecke unterwegs, dann aber nicht in Frankreich, sondern in Großbritannien. Das legendäre American Speedfest in Brands Hatch zieht Jahr für Jahr sehr zehntausende Zuschauer an den Kurs in der Nähe von London.
„Für das anstehende Wochenende in Brands Hatch verspreche ich mir sehr viel“, sagt Schaak „Das klare Ziel vor der Sommerpause lautet: zwei Top-10-Ergebnisse im Gesamtklassement, in der Master mindestens zweimal aufs Podium und vielleicht sogar der erste Sieg. Damit möchte ich in der Gesamtwertung den Sprung in die Top 10 schaffen und in der Masters Trophy im besten Fall die Führung übernehmen.“
„Wenn das Pech aus Valencia mit dem Reifenschaden und dem gebrochenen Achsschenkel nicht gewesen wäre, stünde ich jetzt schon in einer noch besseren Ausgangslage. Aber der Speed und die Pace stimmen, und das Team macht einen großartigen Job. Ich bin überzeugt, dass diese Saison noch viele tolle Momente für uns bereithält.“
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.






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