Dennis Jay Sargent Jr. lebt seit rund zwei Jahren in Europa und hat sowohl die LMV8 Oval Series als auch die NASCAR Whelen Euro Series kennengelernt – Der Amerikaner ist vom Ansatz der EuroNASCAR beeindruckt

Die NASCAR Whelen Euro Series gilt als absolute Fahrermeisterschaft, in der Geld nicht den Erfolg kaufen kann. Dennis Jay Sargent Jr. aus den USA lebt nun seit rund zwei Jahren in Europa und startet selbst in der LMV8 Oval Series. In Amerika hat er bereits an vielen Late-Model-Rennen teilgenommen und kennt deshalb die Szene wie seine Westentasche. Vom Ansatz der NASCAR Whelen Euro Series ist der Amerikaner begeistert, weil „das fahrerische Talent viel mehr zählen würde als in den USA“.

„Es hat eine Weile gedauert, um die Serie zu verstehen, aber je mehr mir das gelingt, desto mehr mag ich sie“, sagt Sargent Jr. gegenüber leadlap.de. „Hier sieht man die Unterschiede zwischen den Fahrern. In den USA kann man sich Pace kaufen, aber hier müssen die Fahrer so wenig Geld wie nur möglich ausgeben. Die Teams mit viel Geld sind hier nicht besser als die Teams mit weniger Ressourcen.“ Deshalb sei die EuroNASCAR für junge Talente der richtige Ort, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Ein Kritikpunkt lässt den Amerikaner aber nicht los. Er sagt: „Wir brauchen hier mehr Oval-Rennen. NASCAR ist auf Ovalen zuhause und es ist schade, dass in diesem Jahr nicht in Venray gefahren wurde.“ In Europa fehle es außerdem an ein bis zwei weiteren ordentlichen Ovalen, auf denen die NASCAR Whelen Euro Series starten müsste. Venray sei aufgrund seiner großartigen Anlage aber eigentlich Pflicht für den europäischen NASCAR-Ableger.

„Venray ist eine der schönsten Anlagen, auf denen ich je gefahren bin“, schwärmt der LMV8-Fahrer. „Im Südosten der USA gibt es keine vergleichbare lokale Rennstrecke.“ Jedoch präferiert Sargent Jr. das amerikanische Rennsystem, wo es ein Qualifying gibt und die besten Fahrer vorne stehen – anders als in der LMV8 Oval Series, in der die besten Fahrer von hinten starten.

„Die Fans wollen sehen, dass wir uns durch den Verkehr kämpfen, aber das ist natürlich ein Risiko“, sagt er. „Venray ist eine halbe Meilen lang und die Speeds sind sehr hoch. Da steigt auch das Verletzungsrisiko bei Crashs.“ Sargent Jr. habe aber großen Spaß, in Venray in der LMV8 Oval Series für Hendriks Motorsport an den Start zu gehen.

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Der Amerikaner begleitet in der Saison 2018 das Team aus den Niederlanden in der NASCAR Whelen Euro Series, um dort auszuhelfen. „Ich bin Mechaniker, Berater und auch der Koch“, erklärt der NASCAR-Fahrer. „Ich will Hendriks Motorsport helfen, wo ich nur kann. Wenn ich einen Besen in die Hand nehmen muss, tue ich das.“

In Hockenheim hat Sargent Jr. als Spotter für Loris Hezemans agiert, der dort einen Sieg und einen zweiten Platz eingefahren hat. Parallel hat er an der Startnummer 7 geschraubt, die von Hendriks Motorsport betreut wird. „Ich genieße es, in der Garage mit meinen Fähigkeiten auszuhelfen“, so der Amerikaner.