Turbulenzen beim Boxenstopp: Christopher Bells NASCAR-Rennen in Loudon

Turbulenzen beim Boxenstopp: Christopher Bells NASCAR-Rennen in Loudon
Symbolbild | Foto: NASCAR Media / Meg Oliphant/Getty Images

Christopher Bell erlebte in Loudon einen chaotischen Boxenstopp – Sein Mechaniker blieb bei dem Zwischenfall glücklicherweise unverletzt

Die Boxengasse in Loudon sorgte am Wochenende für reichlich Turbulenzen. Während William Byron zu früh beschleunigte, als der Wedge-Schlüssel noch in der Heckscheibe steckte, fuhr Christopher Bell den Pneumatikschlauch seines Reifenwechslers vorne rechts an. 

Dabei verfing sich der Schlauch an der Frontlippe des Toyota Camry mit der Startnummer 20, sodass Bell anhielt und während des Stopps entscheidende Sekunden verlor. Sein Crew-Mitglied Blake Houston kam jedoch mit dem einen oder anderen blauen Fleck weitgehend unverletzt davon.

Schreckmoment im Rückspiegel

Nach dem Rennen schilderte der Joe-Gibbs-Pilot den Vorfall aus seiner Perspektive: „Mein Startsignal ist das Absenken des Wagenhebers. Bei einem Wechsel von zwei Reifen sollten die Jungs eigentlich schon an der Fahrzeugfront vorbei sein. Als der Wagenheber fiel, sah ich, dass er [Houston] noch da war. Dann bemerkte ich über meine Rückfahrkamera, wie er herumgeschleudert wurde. Ich spürte keinen Ruck im Auto, also wusste ich zumindest, dass ich ihn zumindest nicht überfahren hatte. Ich hoffte einfach, dass er sich nicht die Finger im Rad eingeklemmt hat oder Ähnliches.“

Wie der Rennfahrer später bestätigte, erlitt Houston glücklicherweise keine schwerwiegenden Verletzungen. In diesem Zug zollte Bell dem harten Einsatz seiner Crew großen Respekt: „Es ist schon alarmierend und öffnet einem die Augen, wenn man bedenkt, wie diese Jungs über die Boxenmauer springen und dabei Kopf und Kragen riskieren. Ich bin allen Mitgliedern der Boxencrew unendlich dankbar, ganz besonders meinem eigenen Team. Sie machen einen fantastischen Job. Ich bin einfach nur froh, dass Blake in Ordnung ist.“

„Letztendlich hat es nicht ganz gereicht“

Trotz dieses Fauxpas bei der Abfertigung beendete der Toyota-Fahrer den Lauf auf dem New Hampshire Motor Speedway auf einem starken vierten Platz. Durch dieses Top-5-Resultat machte er in der Gesamtwertung zwei Positionen gut und rangiert nun auf dem fünften Platz.

Mit dieser Ausbeute zeigte sich der Pilot aus Oklahoma sichtlich zufrieden, auch wenn er in dieser Saison mit sieben zweiten Plätzen fast schon als der „ewige Zweite“ gilt.

„Ja, ich denke, das war eine weitere starke Vorstellung unseres 20er‑Teams. Letztendlich hat es nicht ganz gereicht, um mit der Spitzengruppe mitzuhalten“, schilderte Bell. „Wenn man hier mit einem Top-5-Ergebnis abreist, war das ein wirklich guter, grundsolider Tag. Wir hatten dieses Missgeschick in der Boxengasse, aber die Jungs haben sich durchgebissen und sind am Ende in etwa dort gelandet, wo sie hingehören. “

„Ich bin mit dem vierten Platz heute wirklich glücklich. Uns fehlt im Moment einfach noch ein kleines bisschen.“ Damit zog er einen Schlussstrich unter sein Rennen im Granite State.

Dir hat dieser Artikel gefallen? Journalismus auf Leadlap.de ist und bleibt dauerhaft werbefrei und für alle ohne Bezahlschranke kostenlos. Damit ich dieses Projekt auch in Zukunft unabhängig und in dieser Tiefe betreiben kann, freue ich mich über deine freiwillige Unterstützung. Jeder Beitrag hilft direkt dabei, die Qualität und Vielfalt meiner Berichterstattung zu sichern.

Jetzt Leadlap.de und André Wiegold unterstützen via PayPal

(Hinweis: Freiwilliger Beitrag zur Förderung journalistischer Inhalte, inkl. USt., keine steuerlich absetzbare Spende.)

Autor(en)

Redakteur | Zur Webseite |  + posts

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.