Thriller in Puebla: Rodrigo Rejon triumphiert im Overtime-Krimi der NASCAR Mexiko
Rodrigo Rejon hat sich im packenden Overtime-Finish den Sieg beim achten Saisonlauf der NASCAR Mexico Series in Puebla gesichert – Während der GGG-Racing-Pilot jubelte, sorgte eine umstrittene Kollision im Kampf um die Playoffs für mächtig Zündstoff
Rodrigo Rejon hat den achten Saisonlauf der NASCAR México Series auf dem Autodromo Miguel E. Abed in Amozoc für sich entschieden. Der Pilot von GGG Racing triumphierte bei der Puebla 110 in einem dramatischen Overtime-Finish, nachdem eine späte Gelbphase das Feld für einen finalen Zielsprint unter Schwarz-Weiß-Kariert zusammengeführt hatte. Mit dem Sieg im Boliden mit der Startnummer 95 setzte Rejon ein deutliches Ausrufezeichen im Meisterschaftskampf.
Auf den entscheidenden letzten Umläufen behauptete Rejon die Führung souverän gegen die heranstürmende Konkurrenz und brachte den Sieg ins Ziel. Für den Mexikaner war der Erfolg die Erlösung nach einer harten Phase: „Seit Saisonbeginn versuche ich, niemals aufzugeben und mit diesem unglaublichen Team hart zu arbeiten. Ich wollte unbedingt für die Jungs gewinnen, für all die harte Arbeit in den vergangenen Rennen. Es war verdammt hart für uns alle, aber ich hatte den Mut, einfach weiterzumachen.“
Hinter dem Rennsieger sicherte sich Max Gutierrez im Chevrolet von Canel’s-Logitech-Laboratorios Tequis den zweiten Rang. Gutierrez musste sich jeden Meter auf dem Kurs hart erkämpfen und sprach im Anschluss von einem echten Abnutzungskampf: „Ich habe ganz schön gelitten, denn da draußen waren etliche Rivalen unterwegs, die unbedingt gewinnen wollten. Einige waren schlicht unantastbar und haben förmlich Rundenrekorde pulverisiert. Deshalb feiere ich diesen zweiten Platz, denn die Hartnäckigkeit hat sich am Ende bezahlt gemacht.“
Das Podium komplettierte Irwin Vences im Sakura-ToyoPower-Fahrzeug mit der Startnummer 46. Vences behauptete sich in der Schlussphase auf Augenhöhe mit den Spitzenreitern, fuhr konstant schnelle Rundenzeiten und blickte nach dem Fallen der Zielflagge direkt nach vorn: „Jetzt müssen wir an die Meisterschaft denken, das ist das Wichtigste.“
Für den größten Aufreger des Renntages sorgte Ruben Garcia Jr., der im harten Positionskampf mit German Quiroga kollidierte. Quiroga kämpfte verbissen um seine letzte Chance auf den Einzug in den Chase, wurde durch den Zwischenfall jedoch jäh aus allen Playoff-Träumen gerissen. Die Rennleitung griff nach dem Manöver sofort durch und belegte Garcia Jr. im Auto mit der Startnummer 88 mit der Schwarzen Flagge.
Trotz des Zwischenfalls gehört García Jr. nach dem achten Lauf weiterhin zum Kreis der zehn Fahrer, die sich inoffiziell für die Meisterschafts-Playoffs qualifiziert haben. Neben Rennsieger Rejón stehen auch Eloy Falcón, Alejandro de Alba, Max Gutierrez, Irwin Vences, Ruben Rovelo, Julio Rejon, Xavi Razo und Jose Luis Ramirez auf der Liste für die finale Titeljagd. Lange Zeit zum Durchatmen bleibt den Teams allerdings nicht: Bereits am 4. und 5. September steht auf dem Rundkurs in Monterrey der nächste Wertungslauf der NASCAR México Series an.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





