41 Autos für 40 Plätze in Daytona: Einer muss nach Hause

41 Autos für 40 Plätze in Daytona: Einer muss nach Hause
Foto: NASCAR Media / Sean Gardner/Getty Images

Volles Haus auf dem World Center of Racing: Fünf ungesetzte Teams kämpfen in Florida um die letzten vier Startplätze für das Flutlicht-Spektakel – Für einen Fahrer platzt der Traum vom Start bei der Chase-Generalprobe bereits am Freitagabend

Für das Finale der regulären Saison in der NASCAR Cup Series auf dem Daytona International Speedway wurden 41 Fahrzeuge gemeldet, weshalb das Einzelzeitfahren am Freitag zur Zitterpartie wird. Da im 40 Wagen umfassenden Starterfeld der Königsklasse neben den 36 gesetzten Charter-Teams nur vier Plätze für ungebundene Mannschaften frei sind, muss der langsamste der fünf gemeldeten Open-Piloten vorzeitig die Heimreise antreten. Am Samstagabend fällt auf dem Traditionskurs in Florida die endgültige Entscheidung über das Chase-Grid der Saison 2026.

Es ist erst das dritte Mal im laufenden Rennjahr, dass ein Cup-Rennen die maximale Kapazität ausschöpft und ein echtes Ausscheidungsrennen erzwingt. Zuvor war dies lediglich beim traditionsreichen Daytona 500 im Februar sowie beim Frühjahrslauf auf dem Superspeedway in Talladega der Fall.

Die stärkste Ausgangslage aller fünf Wackelkandidaten hat Corey Heim im Toyota Camry mit der Startnummer 67 von 23XI Racing. Der 24-jährige Teilzeitpilot gilt nach seinen zwei Siegen auf dem Stadtkurs von San Diego und beim renommierten Brickyard 400 in Indianapolis längst nicht mehr als gewöhnlicher Lückenfüller, sondern als Siegkandidat. Heim will seinen neunten Saisonstart zementieren, gestützt von einer schlagkräftigen Organisation, die seit dem Stadtrennen in Chicago 2025 kein einziges Zeittraining mehr verpatzt hat.

Ganz andere Vorzeichen herrschen bei Routinier Casey Mears, der im Chevrolet Camaro mit der Startnummer 62 für Beard Motorsports ins Lenkrad greift. Der 48-jährige Veteran bestritt bislang 497 Cup-Rennen, gewann 2007 das Coca-Cola 600 und peilt seinen 500. Karrierestart in der höchsten NASCAR-Division an. Obwohl Beard Motorsports als ausgewiesener Superspeedway-Spezialist gilt und eine Allianz mit Richard Childress Racing pflegt, scheiterte die kleine Truppe in diesem Jahr bei beiden bisherigen Versuchen an der Qualifikationshürde.

Joey Gase will für das NY Racing Team in der Startnummer 44 um einen Platz im 40er-Feld kämpfen. Der 33-Jährige weist 94 Cup-Starts in seiner Statistik auf und schaffte im Frühjahr in Talladega den Sprung in die Startaufstellung, weil das Qualifying aufgrund von Regen ausfiel. Für den New Yorker Rennstall wäre das Hauptrennen in Daytona der fünfte Einsatz der laufenden Saison.

Bei Carl Longs Mannschaft Garage 66 gibt Gray Gaulding in der Startnummer 66 sein Comeback in der Cup-Serie nach über drei Jahren Pause. Der 28-Jährige steuert den einzigen Ford Mustang unter den fünf Open-Fahrzeugen und ist bereits der fünfte Pilot, den die Truppe in dieser Saison einsetzt. Das Team qualifizierte sich im Februar mit Mears am Steuer für das Daytona 500 und peilt nun den zwölften Saisonstart an.

Komplettiert wird das Quintett der Außenseiter durch Daniel Dye im Chevrolet mit der Startnummer 78 von Live Fast Motorsports. Der 22-Jährige absolvierte im Frühjahr in Talladega sein Cup-Debüt und greift im Rahmen eines Vier-Rennen-Vertrags für das Team von B.J. McLeod nach seinem vierten Start in der Königsklasse. Das ehemals mit einem Charter ausgestattete Team setzt in diesem Jahr auf ausgewählte Auftritte und verbuchte auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in Daytona in der Vergangenheit bereits zwei Top-10-Ergebnisse.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.