World of Outlaws Sprint Car Series: Turbulente Rennen auf den Dirt-Tracks in Wisconsin

World of Outlaws Sprint Car Series: Turbulente Rennen auf den Dirt-Tracks in Wisconsin
Foto: World of Outlaws / Emily Schwanke

Nach einem Unfall von David Gravel sicherte sich Sheldon Haudenschild in Plymouth den Sieg – Am darauffolgenden Tag gewann Carson Macedo in Sun Prairie

Nachdem das Rennen der World of Outlaws Sprint Car Series auf dem Hartford Speedway wetterbedingt abgesagt worden war, fanden die weiteren Läufe in Wisconsin wie geplant statt. Am Ende waren es Sheldon Haudenschild und Carson Macedo, die sich den begehrten Weg in die Victory-Lane sicherten.

Hier geht es zu den Highlights aus Plymouth und Sun Prairie

Das Samstagsrennen in Plymouth war geprägt von einem harten Zweikampf um die Spitzenposition zwischen David Gravel und Michael „Buddy“ Kofoid. Das intensive Duell um die Führung endete nach mehreren scharfen Manövern jedoch mit dem Ausfall von Gravels Startnummer 2. Sein Sprint-Car geriet in Kurve 4 in eine Spurrille und schlug hart in die Außenmauer ein. Mit einem massiven Heckschaden war der Abend für ihn vorzeitig beendet.

Der Zwischenfall sorgte für die letzte Gelbphase des Rennens und führte zu einem sieben Runden langen Endspurt. Haudenschild, der zu Rennbeginn nur um Rang acht gefahren war, entschied diesen für sich.

Foto: World of Outlaws / Emily Schwanke

„Mann, was für ein Auf und Ab“, erklärte der 32-Jährige, der diesen emotionalen Sieg seinem am Rennmorgen verstorbenen Hund Pella widmete. „Ich bin ziemlich schnell von Platz vier auf sieben durchgereicht worden und hatte anfangs echt Mühe, da vorne überhaupt dranzubleiben. Hut ab vor Kyle Ripper, Adam Clark und Dauson Heitritter. Was für ein Tag. Ich habe heute Morgen direkt hier an der Einfahrt zur Strecke meinen Hund verloren. Es war ein verdammt harter Tag.“

Zu seiner fahrerischen Leistung fügte er hinzu: „Ich hatte das Gefühl, dass wir in letzter Zeit schon oft nah dran waren, diese Rennen zu gewinnen. Die 83 und die 2 sind momentan einfach richtig stark. Als ich wieder an Buddy dran war, wusste ich, dass mein Auto definitiv gut genug ist und ich verschiedene Linien fahren kann. Ich glaube, er ist oben ein bisschen geschwommen, und das habe ich dann ausprobiert. Ja, ich konnte die Spur einfach variabel wählen. Ripper hat mit diesem Auto wirklich einen fantastischen Job gemacht.“

Hinter Haudenschild beendete Kofoid das Rennen auf dem zweiten Platz, gefolgt von Garet Williamson, der mit diesem Podium das beste Saisonergebnis seiner Karriere feierte.

Siegesfahrt in Angell Park

Foto: World of Outlaws / Tyler Carr Photos

Das Sonntagsrennen auf dem Angell Park Speedway in Sun Prairie stand dann ganz im Zeichen von Carson Macedo. Der Pilot aus Lemoore nahm das Hauptrennen des Abends aus der dritten Startreihe in Angriff. Er brauchte gerade einmal fünf Runden, um sich auf den zweiten Platz vorzukämpfen.

Danach begann ein packendes Katz-und-Maus-Spiel auf der Jagd nach Polesitter Williamson. Immer wieder schloss Macedo im Überrundungsverkehr auf, konnte den Piloten aus Columbia jedoch nicht endgültig besiegen. Das entscheidende Feenster öffnete sich schließlich beim Restart in Runde 29.

Foto: World of Outlaws / Tyler Carr Photos

„Ein riesiges Dankeschön und Hut ab vor Philip Dietz, Robby McQuinn und Adam Zimmerman, die fantastische Arbeit geleistet haben“, freute sich Macedo nach dem Rennen. „Wir haben den ganzen Abend über viele Anpassungen vorgenommen. Jedes Mal, wenn ich an die Box kam, gab ich eine Menge Feedback.

Phil hat daraufhin etliche Veränderungen umgesetzt, und Adam sowie Robby haben sich förmlich den Hintern aufgerissen, um das hinzubekommen. Die Strecke hat sich stark verändert. Vor dem Start war ich super nervös und dachte, die Bahn würde komplett austrocknen und kaum noch etwas hergeben. Aber es war gerade noch genug Traktion da, um Grip zu finden und mit diesem Albaugh-41-Auto richtig Tempo zu machen.“

Hinter Macedo, der damit den 62. World-of-Outlaws-Sieg seiner Karriere einfuhr, sicherte sich Haudenschild den zweiten Platz vor Lokalmatador Bill Balog. Das nächste Kräftemessen der Sprint-Cars steht am 12. und 13. Juni auf dem Knoxville Speedway auf dem Programm.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.