Zilisch-Deal für 2028: Warum Hendrick Motorsports Corey Day keineswegs vergisst

Zilisch-Deal für 2028: Warum Hendrick Motorsports Corey Day keineswegs vergisst
Foto: NASCAR Media / Meg Oliphant/Getty Images

Connor Zilisch sichert sich das begehrte Hendrick-Cockpit für 2028, doch Teamboss Rick Hendrick hält weiter große Stücke auf Corey Day – Das 20-jährige Ausnahmetalent soll behutsam auf Asphalt aufgebaut werden, bevor der Sprung in die NASCAR Cup Series folgt

Hendrick Motorsports hat mit der Verpflichtung von Connor Zilisch für die Saison 2028 Nägel mit Köpfen gemacht, lässt das nächste Ausnahmetalent Corey Day dabei aber keineswegs fallen. Teambesitzer Rick Hendrick und Vize-Präsident Jeff Gordon stellten bei der offiziellen Präsentation von Zilisch klar, dass die Organisation langfristig mit dem 20-jährigen Dirt-Track-Phänomen plant. Trotz des vorerst vergebenen Cup-Cockpits genießt Day die volle sportliche und finanzielle Rückendeckung des Meisterteams.

Während Zilisch nach zwei Lehrjahren bei Trackhouse Racing im Jahr 2028 das Steuer des prestigeträchtigen Chevrolet mit der Startnummer 48 übernehmen wird, setzt Hendrick bei Day bewusst auf den Faktor Zeit. Der Sprint-Car-Star absolviert aktuell erst seine allererste volle Saison auf Asphalt. Mit bereits zwei Siegen und dem fünften Tabellenplatz vor dem Finale der regulären Saison der NASCAR O’Reilly Auto Parts Series beweist der Youngster allerdings schon jetzt seine enorme Anpassungsfähigkeit.

Das Entwicklungsprogramm wird komplett von Hendrick Motorsports eigenfinanziert, weshalb Rick Hendrick Spekulationen über ein Abstellgleis für Day entschieden entkräftete. „Zuallererst ist Corey Day ein enormes Talent, und unser Plan sieht vor, dass er noch sehr lange Teil unserer Zukunft sein wird“, betonte der Teamboss. „Den Leuten ist oft nicht bewusst, dass er erst seit rund einem halben Jahr Vollzeit auf Asphalt fährt. Es wird deshalb großartig sein, ihm bei seiner Entwicklung zuzusehen.“

Für Hendrick steht die schrittweise fahrerische Reife im Vordergrund, bevor der Sprung ins kalte Wasser der NASCAR Cup Series überhaupt zur Debatte steht. „Wir haben Pläne für ihn, die weit über die nächsten Jahre hinausgehen“, erklärte Hendrick weiter. „Wenn das Timing stimmt, wird er aufsteigen. Doch im Moment lernt Corey noch; wir wollen im nächsten Jahr um die Meisterschaft fahren. Ich liebe diese Jugend, die Begeisterung, die Energie und dieses Talent.“

Als Blaupause für diesen geduldigen Entwicklungsweg dient der Werdegang von Christopher Bell, der mit ähnlichem Sprint-Car-Hintergrund erst im Alter von 25 Jahren im Cup debütierte und mit 26 Jahren im Top-Auto von Joe Gibbs Racing saß. Auch NASCAR-Legende Gordon bekräftigte diese Philosophie, sieht in Zilisch aber schlicht den fahrfertigen Piloten für das aktuelle Zeitfenster. „Wir wissen, dass Corey eine glänzende Zukunft bevorsteht“, erklärte Gordon. „Aber im Moment ist Connor einfach bereit, einzusteigen und ein echter Meisterschaftskandidat zu sein, wenn das Jahr 2028 ansteht.“

Für Hendrick Motorsports bleiben die strategischen Optionen in den kommenden vier Jahren vielfältig. Denkbar wäre neben einer späteren internen Umbesetzung auch eine temporäre Ausleihe an ein verbündetes Chevrolet-Team, um Day ohne überhasteten Druck an das raue Pflaster der NASCAR-Elite heranzuführen.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.