Baby-News und Richmond-Triumph: Kaden Honeycutt feiert dominanten zweiten Karrieresieg
Kaden Honeycutt hat das wetterverzögerte Truck-Rennen auf dem Richmond Raceway mit einer beeindruckenden Vorstellung für sich entschieden – Der 23-jährige Texaner dominierte das Geschehen nach Belieben und fuhr wenige Tage nach seinen privaten Baby-News zum zweiten Karrieresieg
Kaden Honeycutt hat das wetterverzögerte Rennen der NASCAR Craftsman Truck Series auf dem Richmond Raceway mit einer erdrückenden Dominanz gewonnen. Der 23-jährige Texaner führte auf dem 0,75-Meilen-Short-Track 225 der insgesamt 250 Runden an und sicherte sich damit seinen zweiten Karrieresieg in der dritthöchsten NASCAR-Liga. Am Steuer seines Toyota Tundra von Tricon Garage überquerte er den Zielstrich mit einem Vorsprung von 1,313 Sekunden vor seinem Teamkollegen und aktuellen Champion Corey Heim.
Für Honeycutt war der Triumph der emotionale Höhepunkt einer perfekten Woche, nachdem er und seine Ehefrau Jessica erst wenige Tage zuvor öffentlich gemacht hatten, dass sie ihr erstes Kind erwarten. Auf dem Oval in Virginia räumte der Youngster komplett ab und sicherte sich erstmals in seiner Laufbahn beide Stage-Siege in einem Rennen. Zudem führte er an einem einzigen Nachmittag mehr Runden an als in seinen gesamten vorherigen 75 Truck-Starts zusammengenommen.
„Wir geben einfach niemals auf“, jubelte Honeycutt nach seinem dominanten Ritt. „Wir hatten ein paar harte Wochen hinter uns und haben uns schon gefragt, was zur Hölle da eigentlich los war. Wir sind kein Team für siebte oder zehnte Plätze, und dieser Erfolg gebührt ganz allein Crew-Chief Scott Zippadelli und der gesamten Mannschaft unseres Autos mit der Startnummer 11.“
Mit seinem zweiten Saisonsieg tankte der Trion-Pilot reichlich Rückenwind für die anstehenden Meisterschaftsentscheidungen. „Wir sind einfach drangeblieben und haben nicht lockergelassen, ich kann allen gar nicht genug danken. Was für ein dominanter Tag! So etwas habe ich in meiner Karriere noch nie geschafft, das gibt mir enorm viel Selbstvertrauen. Hoffentlich können wir nächste Woche in Loudon genau daran anknüpfen. Das ist einfach richtig cool.“
Honeycutt durchbrach mit seinem Triumph zudem ein altes Richmond-Muster, nach dem der Fahrer mit den meisten Führungsrunden selten das Rennen gewinnt. Zwischenzeitlich hielt er die Spitzenposition über 195 Umläufe am Stück und holte sich die Führung nach den finalen Boxenstopps 29 Runden vor Schluss endgültig zurück. Für seinen erfahrenen Crew-Chief Zippadelli war es der 38. Sieg in der Truck-Serie, womit er auf Rang zwei der ewigen Bestenliste hinter Eric Phillips (44 Siege) liegt.
Hinter dem Tricon-Doppelsieg belegte Christian Eckes im Chevrolet von McAnally-Hilgemann den dritten Rang. Pole-Setter Shane van Gisbergen, der noch am selben Abend im Cup-Rennen antrat, wurde Vierter vor Grant Enfinger. Der 16-jährige Tristan McKee glänzte bei seinem Serien-Debüt für Spire Motorsports auf dem achten Rang hinter Jake Garcia und Chandler Smith, während Gio Ruggiero und Daniel Hemric die Top 10 komplettierten.
Hinter den Spitzenplätzen sorgte das Rennen für reichlich Bewegung an der Chase-Cutline. Tyler Ankrum fing sich früh eine Strafe für zu viele Mechaniker über der Boxenmauer ein, kämpfte sich aber bravourös zurück und beendete das Rennen als Elfter. Stewart Friesen, der als Tabellenzehnter nach Richmond gereist war, crashte hingegen 33 Runden vor Ende ohne Fremdeinwirkung in die Mauer, schied aus und fiel auf den letzten Platz des 37 Fahrzeuge starken Feldes zurück.
Durch Friesens Nullrunde schob sich Ankrum auf den rettenden zehnten Platz in der Gesamtwertung vor und geht nun mit 20 Punkten Vorsprung auf Friesen sowie 21 Zählern auf Garcia in das Finale der Regular-Season. Ty Majeski rettete nach frühen Reifenproblemen Rang 19 ins Ziel und löste damit vorzeitig sein Chase-Ticket. Die endgültige Entscheidung über das Meisterschaftsfeld fällt am Samstag beim Saisonfinale auf dem New Hampshire Motor Speedway.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





