EuroNASCAR-Pilot Jerry de Weerdt erlebte am vergangenen Samstag am Daytona International Speedway ein chaotisches ARCA-Debüt – Der Belgier beendete das Rennen auf einem starken elften Platz

Jerry de Weerdt gab am 10. Februar am Daytona International Speedway sein ARCA-Debüt für Patriot Motorsport. Der Belgier hielt sich in dem Rennen, das mit 80 Runden angesetzt war, aus den vielen Unfällen raus und beendete es auf einem starken elften Platz. Für de Weerdt war es ein riesiger Erfolg in seinem ersten Superspeedway-Rennen.

Mitten im Rennen krachte es immer wieder, weshalb nach und nach viele Kontrahenten ausfielen. Bei einem „Big One“ überschlug sich Bret Holmes sogar. Sein ARCA-Bolide kam letztendlich auf der Seite zum Stehen. Dem Fahrer passierte glücklicherweise nichts. Die eigentliche Distanz von 80 Runden musste aufgrund von weiteren Crashs auf 83 Runden verlängert werden. Erst nach dem dritten „One Lap Shootout“ stand Michael Self als Sieger fest. Nur 14 von 39 Fahrzeugen schafften es ins Ziel.

„Ich habe es überlebt, einfach überlebt“, sagt der Rennsieger. „Ich hatte viel Glück und habe es geschafft, bei allen Unfällen durchzukommen. Es war kein fehlerfreies Rennen meinerseits, aber es hat trotzdem gereicht. Mein Spotter hat mir wirklich sehr dabei geholfen. Das ist der Grund, warum ich jetzt hier stehe.“

Ein Blick auf die Protagonisten

Jerry de Weerdt schaffte es ebenfalls, allen Unfällen auszuweichen. Im Rennen hielt er sich gekonnt aus allen Scherereien heraus und fuhr seinen Chevrolet sicher über die Ziellinie. Dabei erreichte der Belgier einen fantastischen elften Platz. Für ihn, sein Team Braxx Racing und die NASCAR-Euroserie war diese Leistung eine tolle Werbung – auch in Europa.

Pole-Sitterin Natalie Decker erlebte ebenfalls ein Rennen, das einer Achterbahnfahrt glich. Die 20-Jährige startete von der Pole-Position ins Rennen und hielt lange an der Spitze mit. Nach einem Boxenstopp und einem Kontakt, wodurch die Front ihres Fahrzeug beschädigt wurde, verpasste sie jedoch für lange Zeit den Anschluss. Im Mittelfeld kämpfte sich Decker aber wieder nach vorne. Schlussendlich fuhr sie noch auf Platz fünf und sicherte sich somit das bestes ARCA-Ergebnis in ihrer Karriere.

Hinter Decker kam Max Tullman ins Ziel. Der junge US-Amerikaner ist auch in der europäischen NASCAR-Serie kein unbekannter Name. Tullman testete erst im Winter am Autodromo di Franciacorta in Italien einen Boliden der NASCAR-Euroserie. Mit Platz sechs kann er sicher zufrieden sein. Außerdem schaffte es Tullman, im Laufe des Rennens einige Führungsrunden zu sammeln.

Für Jerry de Weerdt soll der US-NASCAR-Traum weiter gehen. Früher im Jahr bestätigte er gegenüber leadlap.de, dass er und Patriot Motorsport weitere Einsätze in den Staaten planen. An welchen Rennen de Weerdt teilnehmen wird, ist aber noch nicht bekannt. Mit seinem soliden Auftritt in Daytona hat er definitiv bewiesen, dass der Rennstall mit ihm einen fähigen Fahrer in den eigenen Reihen hat.