Am 16. und 17. August fand das traditionelle World Cup Weekend auf dem Raceway Venray statt. Dieses Event hat für die Fahrer und für die Zuschauer einen hohen Stellenwert. Ein Beleg dafür ist, dass die Teilnehmerzahl in den Klasse besonders hoch und die Tribünen nahezu vollständig gefüllt waren. Ebenfalls Tradition ist der Besuch vielzähliger Fahrer aus Großbritannien. So kamen in diesem Jahr zusätzlich die BriSCA Ministox von der Insel nach Venray, um den European Championchip auszutragen. Die Hauptevents waren jedoch der World Cup der Stockcar F1 und der Stockcar F2.

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Caution at Raceway Venray © André Wiegold

In den Ministox fahren junge Nachwuchstalente von 10 bis 15 Jahren in umgebauten Mini Coopern um den Sieg. Im European Championchip setzte sich die junge Sophie Maynard (134) gegen ihre Kontrahenten durch und holte den Titel. Auffällig war, dass vor allem junge Mädchen die Rennen auf dem Raceway Venray gewinnen konnten. Courtney Witts (180) konnte sich am Wochenende die meisten Rennsiege einfahren.

Ministox (c) André Wiegold

Ministox © André Wiegold

Über 25 Runden und mit 36 Teilnehmern startete am Samstagabend der World Cup der Stockcar F2. Bis zur letzten Kurve führte der junge Niederländer Wim Peeters (H124) vor Adam Rubery (UK700) und dem Schotten Gordon Moody (UK7). In der letzten Kurve riskierte Adam Rubery alles und schoss in das Heck der 124. Da der Stoß jedoch zu kräftig war, trieb es beide Fahrer weit in die letzte Kurve. Der lachende Dritte, Gordon Moody, nutzte diese Siuation aus und überholte beide Kontrahenten. Kurz darauf war es auch Moody, der die Checkered Flag zuerst sah. Adam Rubery konnte sich vor Wim Peeters den 2. Platz sichern.

World Cup Grid Stockcar F2 (c) André Wiegold

World Cup Grid Stockcar F2 © André Wiegold

Am Sonntagmittag stand der World Cup der Stockcar F1 auf dem Programm. Nach den berühmten Worten „Drivers start your engines!“ genossen die Zuschauer einen packenden World Cup Lauf. Der favorisierte Titelverteidiger Tom Harris (UK1) musste bereits früh einen Ausfall hinnehmen. So waren es Geert-Jan Keijzer (H6) und Lee Robinson (H107), die Runde für Runde um die Führung kämpften. Unauffällig, aber mit großen Schritten, konnte sich Dan Johnson (UK4) an die Führenden heran schleichen. Die Überholmanöver waren für Johnson nur noch Formsache. Mit deutlich schnelleren Rundenzeiten konnte sich Dan Johnson am Ende den Sieg einfahren und kann sich ab sofort World Cup Champion nennen. Den zweiten Platz konnte sich Geert-Jan Keijzer noch kurz vor Schluss gegen Lee Robinson erkämpfen. Somit ertönte zum zweiten Mal an diesem Wochenende die Nationalhymne der Briten.

Crash Stockcar F1 (c) André Wiegold

Crash Stockcar F1 © André Wiegold

Die Rennen auf der Viertelmeile wurden von den Hotrods abgerundet. In dieser Tourenwagenklasse konnte sich Erik Roeffen (H12) die Tagessiege einfahren. Für den Bochumer Uwe Mündelein (D48) war es ein Wochenende mit Licht und Schatten. Oft konnte der deutsche Fahrer die Konkurrenz hinter sich halten, wurde jedoch mehrfach in Unfälle verwickelt. Somit blieb ein Rennsieg für den Bochumer aus.

Hotrods (c) André Wiegold

Hotrods © André Wiegold

Auf der halben Meile wurden den Zuschauern ebenfalls einiges Geboten. Im Late Model V8 Supercup konnten die Favoriten Patrick den Biggelaar (5) und Frank Wouters (6) die Tagessiege einfahren. Überraschend stark war an diesem Wochenende Joey Hanssen (11). Er war in der laufenden Saison noch nicht stark aufgefallen, konnte an diesem Wochenende jedoch mit Speed und Kampfgeist überzeugen. Für Patrick van Eck (61) war es ein durchwachsendes Wochenende. Oft war der Niederländer in Unfälle verwickelt. Sein Durchhaltevermögen wurde jedoch im Finallauf am Sonntag mit einem Rennsieg belohnt.

Jos Kuypers #3 (c) André Wiegold

Jos Kuypers #3 © André Wiegold

Überschattet wurde das Wochenende jedoch von einem schweren Unfall in der Stockcar F1 Klasse. Ich möchte Theo van Lier hiermit eine schnelle und vor allem gute Besserung wünschen. Der Familie und Freunden wünsche ich in dieser Zeit viel Kraft. Danken kann man nur den mutigen und selbstlosen Fahrern, die ihren Kollegen geholfen haben. Informationen zum Unfall gibt es auf der offiziellen Website von Raceway Venray.

Hier findet ihr Bilder zum Event.

www.racewayvenray.com