Seltener Fehler von Alex Palou: „Es war kein guter Tag“
Alex Palou fiel im IndyCar-Rennen von Washington nach einem Mauerkontakt aus – Der Favorit auf den Titel leistet sich selten solche Aussetzer und blickt auf den Lauf zurück
Mit gleich drei Fehlern erlebte Alex Palou beim IndyCar-Lauf in Washington einen rabenschwarzen Tag. Der Spanier, der für seine präzise, fehlerfreie Fahrweise bekannt ist, musste einen Dämpfer im Titelkampf hinnehmen. Dennoch bleibt der Ganassi-Pilot mit 91 Punkten Vorsprung auf Rennsieger Kyle Kirkwood der klare Favorit auf die Meisterschaft. Doch was warf ihn in der US-Hauptstadt so weit zurück?
Eine Strafe, weil er einen Reifen beim Boxenstopp mitriss, ein verpatzter Service und schließlich das Aus nach einem früheren Kontakt mit der Barriere samt gebrochener Spurstange sorgten für Frust bei der Ganassi-Truppe. Solch einen Rückschlag kann Palou allerdings verkraften, da er die Saison 2026 bislang klar dominiert hat.
„Wir hätten heute viel anders machen können“, sagte er nach dem Rennen. „Das tut weh! Es war so ein Rennen, in dem ich wirklich gut abschneiden wollte. Ich wollte den Sieg, und daher tut so ein schlechter Tag sehr weh. Das ist aber okay. Ich bin immerhin froh darüber, dass alles an einem Tag passiert ist und sich nicht auf mehrere Rennen verteilt hat.“
Genau das ist der Punkt: Das Ganassi-Team und Palou gelten eigentlich als Garant für reibungslose Abläufe am Rennwochenende. Selten unterlaufen der Spitzenmannschaft oder dem Spanier Patzer. Daher ist kaum vorstellbar, dass sich Palou auf der Milwaukee Mile und in Laguna Seca im Kampf um seinen fünften Titel noch die Butter vom Brot nehmen lassen wird.
„Wir hatten Probleme in der Boxengasse: Ein Fehler war meine Schuld, einer lag nicht in meiner Macht“, erklärte er. „Dann habe ich auf der Strecke einmal leicht die Mauer berührt. 20 Runden später ist die Spurstange gebrochen und wir haben uns gedreht. Das war kein guter Tag, aber das ist in Ordnung. Sowas passiert halt.“
Palou holte auf Platz 20 immerhin elf Punkte, weshalb er sich im Meisterschaftskampf vorerst keine allzu großen Sorgen machen muss. Dennoch rückten sowohl Rennsieger Kirkwood als auch Christian Lundgaard etwas näher an ihn heran. Zwei Oval- und ein Rundstreckenrennen stehen in der Saison 2026 noch an – Läufe, in denen sich Palou keinen weiteren Ausrutscher erlauben darf, da die Konkurrenz sonst doch noch an ihn herankommen könnte.
Dir hat dieser Artikel gefallen? Journalismus auf Leadlap.de ist und bleibt dauerhaft werbefrei und für alle ohne Bezahlschranke kostenlos. Damit ich dieses Projekt auch in Zukunft unabhängig und in dieser Tiefe betreiben kann, freue ich mich über deine freiwillige Unterstützung. Jeder Beitrag hilft direkt dabei, die Qualität und Vielfalt meiner Berichterstattung zu sichern.
Jetzt Leadlap.de und André Wiegold unterstützen via PayPal
(Hinweis: Freiwilliger Beitrag zur Förderung journalistischer Inhalte, inkl. USt., keine steuerlich absetzbare Spende.)
Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





