Von Startplatz neun aufs Podium: Lundgaard wittert seine Chance im Meisterschafts-Endspurt

Von Startplatz neun aufs Podium: Lundgaard wittert seine Chance im Meisterschafts-Endspurt
Foto: Penske Entertainment: Joe Skibinski

Christian Lundgaard hat sich beim Washington-Rennen von Startplatz neun bis auf Rang zwei vorgekämpft – Mit seinem sechsten Saisonpodium verkürzt der dänische Arrow-McLaren-Pilot den Rückstand im Titelkampf und setzt die Konkurrenz unter Druck

Christian Lundgaard hat beim Freedom 250 Grand Prix auf dem temporären Stadtkurs rund um die National Mall in Washington mit einer starken Aufholjagd den zweiten Platz erobert. Der 25-jährige Däne pflügte im Chevrolet mit der Startnummer 7 für Arrow McLaren von Startplatz neun durch das Feld und sicherte sich damit sein sechstes Podium der IndyCar-Saison 2026.

Mit diesem Resultat festigt Lundgaard seinen dritten Gesamtrang in der Meisterschaft und stockt sein Punktekonto auf 443 Zähler auf. Drei Rennen vor dem Saisonende trennen ihn nur noch 19 Punkte von Rennsieger Kyle Kirkwood, der mit 462 Punkten Gesamtzweiter ist. In seiner bisherigen Durchbruch-Saison blickt der Däne bereits auf zwei Siege, elf Top-10-Ergebnisse sowie eine Pole-Position zurück. Alex Palou führt weiterhin die Gesamtwertung an und ist auf einem guten Weg, seinen fünften Titel zu holen. Der Spanier hat 91 Punkte Vorsprung auf Kirkwood.

Im packenden Schlussspurt des Rennens versuchte der McLaren-Pilot alles, um Spitzenreiter Kirkwood noch abzufangen, musste sich am Ende jedoch geschlagen geben. Lundgaard fasste das Duell schonungslos ehrlich zusammen: „Ja, ich hatte das Gefühl, dass ich nur in ein paar Runden schneller war als er. Und dann sehe ich die zwölf Runden, in denen er schneller war als ich, also…“

Die Kulisse in der US-Hauptstadt hinterließ beim Dänen dennoch Eindruck. „Was für eine Erfahrung das ganze Wochenende über war! Das war ohne Zweifel der beste Szenerie, den ich jemals an einer Rennstrecke hatte. Einfach ein Teil davon zu sein und zu sehen, wohin sich die Serie entwickelt, ist klasse“, schwärmte Lundgaard über den 2,7 Kilometer langen Kurs.

Trotz der harten Arbeit im Cockpit überwog die Zufriedenheit über den Ertrag auf dem anspruchsvollen Sieben-Kurven-Layout. „Das Rennen war lang, aber wir haben ein besseres Ergebnis geholt, als wir erwartet hatten“, erklärte der McLaren-Fahrer mit einem Seitenhieb in Richtung Dominator Palou: „Wir haben noch drei Rennen vor uns. Ich bin einfach froh, Alex zur Abwechslung mal nicht gewinnen zu sehen.“

Während Tabellenführer Palou und Mitfavorit David Malukas schwere Rückschläge auf dem Straßenkurs einstecken mussten, ist der Kampf um die Spitzenplätze vor dem Finale wieder etwas aufgeflammt. „Kyle und ich lagen vor diesem Wochenende auf den Plätzen zwei und vier in der Meisterschaft. Alex und David hatten heute Pech, aber genau solche Tage dürfen wir uns für den Rest der Saison nicht erlauben“, bilanzierte Lundgaard kämpferisch. „Ich will unbedingt diesen zweiten Platz angreifen – auch wenn Kyle es mir heute ein Stück schwerer gemacht hat.“

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.