Aggressiv zum Erfolg: Gio Ruggiero sichert sich zweiten ARCA-Sieg in Kansas
Gio Ruggiero gewann am Kansas Speedway das Rennen der ARCA Series nach zwei Verlängerungen – Der Joe-Gibbs-Pilot setzte sich durch aggressive Manöver in der Overtime gegen Jack Wood und Daniel Dye durch
In zwei Overtime-Anläufen sicherte sich Gio Ruggiero den Sieg der ARCA Series in Kansas, hauchdünn vor Daniel Dye. Der Joe-Gibbs-Pilot verlor zunächst kontinuierlich Positionen in einer langen Grünphase, kämpfte sich aber durch zwei nervenaufreibende Verlängerungen und dank präzise ausgeführter Restarts zurück an die Spitze.
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Die entscheidende Wende wurde durch Ruggiero selbst ausgelöst, als er beim Überrunden auf die Startnummer 66 von Dystany Spurlock auflief. Dabei fuhr der Joe-Gibbs-Piliot ins Heck des Mustangs und drehte diesen von der Strecke. Die Pilotin rettete ihren Ford mit einem beeindruckenden Manöver vor dem Einschlag in die Mauer und verhinderte so größeren Schaden.
Der erste Restart verlief unübersichtlich: Jack Wood, der das Rennen über weite Strecken dominierte, startete auf der Innenbahn direkt vor Ruggiero. Dieser zog mit seinem Toyota nach dem Fallen der grünen Flagge sofort nach innen, was für Unruhe im Feld sorgte. In der Folge drehte sich Wood, was die zweite Overtime auslöste.
In dieser setzte sich der Pilot der 18 souverän durch und feierte nach seinem Erfolg in Daytona seinen zweiten Saisonsieg auf dem Kansas Speedway. Dye blies in der letzten Runde zwar noch einmal zum Angriff, fuhr jedoch hauchdünn am ersten Saisonsieg vorbei.

„Man muss einfach alles tun, was nötig ist, um zu gewinnen“, sagte Ruggiero nach dem Lauf. „Genau das habe ich getan. Ich wusste, dass wir ein extrem starkes Auto hatten, und ich durfte das Team einfach nicht enttäuschen. Mein Crew-Chief Matt Ross ist gerade Vater geworden, also musste ich ihm ein schönes Geschenk mitbringen – den Sieg. Bei den letzten Restarts hat alles perfekt funktioniert und ich habe getan, was nötig war.“
So erfolgreich Ruggieros Tag auch war, äußerte er sich selbstkritisch zum ursprünglichen Auslöser der Verlängerungen: „Ich habe versucht, mich sehr aggressiv durch den Überrundungsverkehr zu arbeiten, um die Führenden einzuholen oder sie unter Druck zu setzen“, erklärte der 19-Jährige. „Ich hatte mit Übersteuern zu kämpfen und habe die Situation falsch eingeschätzt. Ich bin mir nicht sicher, ob [Spurlock] nach unten gezogen ist oder ob sie versuchte, nach oben zu gehen. An solchen Dingen muss ich arbeiten, aber ich bin glücklich über den Sieg.“

Der Tabellenführer der ARCA Menards Series, Jake Bollman, verbuchte mit dem dritten Platz ein weiteres starkes Ergebnis. Sebastian Boschele folgte seinem Teamkollegen von Nitro Motorsports auf Rang vier, während Lanie Buice die Top 5 komplettierte. Die weiteren Top-10-Platzierungen in Kansas belegten Jason Kitzmiller, Jade Avedisian, Monty Tipton, Thomas Annunziata und Spurlock.
Für die ARCA Series geht es direkt am nächsten Wochenende ohne Pause weiter. Am kommenden Wochenende steht das Rennen auf der größten Strecke im Kalender an: dem Talladega Superspeedway.
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Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.






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