Titel-Favorit unaufhaltsam: Patrick Emerling holt wichtigen Modified-Sieg

Titel-Favorit unaufhaltsam: Patrick Emerling holt wichtigen Modified-Sieg
Foto: Chris Dehney/NASCAR Regional

Austin Beers dominierte weite Teile des Rennens, doch am Ende jubelte erneut Patrick Emerling – Mit einem strategischen Meisterleistung feierte der Tabellenführer seinen elften Karriere-Sieg in der NASCAR Whelen Modified Tour

Patrick Emerling gewann das Rennen der NASCAR Whelen Modified Tour beim „Thunder in the Mountains 200“ auf dem White Mountain Motorsports Park und baute mit seinem zweiten Sieg in Serie die Tabellenführung aus. Der USNE-Motorsports-Pilot setzte sich nach 200 hart umkämpften Runden gegen Austin Beers und Rookie Paulie Hartwig III durch, nachdem er ein frühes technisches Problem mithilfe einer perfekten Boxenstopp-Strategie bravourös meisterte.

Für Emerling war der Triumpf im US-Bundesstaat New Hampshire eine späte Genugtuung, da ihm der Short-Track in der Vergangenheit wenig Glück gebracht hatte. Seine bisher beste Platzierung auf dem Kurs war lediglich ein 15. Rang, während ein mechanischer Defekt im Vorjahr kurz vor Schluss all seine Hoffnungen zunichtemachte.

Schon beim Verlosungsprozedere für die Startaufstellung meinte es das Glück gut mit dem Meisterschaftsführenden, der sich wie schon in der Vorwoche die Pole-Position sicherte. „Wir haben aus irgendeinem Grund extrem viel Glück beim Ziehen der Einsen“, erklärte Emerling schmunzelnd. „Einige andere Jungs waren direkt zu Beginn richtig stark, aber ich wusste, dass wir auf die Distanz das beste Auto haben würden.“

Doch das Rennen schien zunächst den gewohnten, unglücklichen Verlauf für den Tabellenführer zu nehmen. In Runde 46 brach ein Gewindebolzen am Vergaser, woraufhin sich der Luftfilter seines Boliden verabschiedete und den Motor bedrohte.

Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, nutzte die Crew den ungeplanten Zwischenstopp sofort für Reparaturen und frische Reifen. Der Positionsverlust war schmerzhaft, doch die Taktik ging auf, als eine spätere Gelbphase das Feld durchmischte und Emerling auf die vorderen Plätze zurückspülte.

Als Trevor Catalano 83 Runden vor Ende mit einem Defekt ausrollte, bogen fast alle Konkurrenten an die Box ab. Emerling blieb auf der Bahn, übernahm kurz darauf die Führung von Rookie Hartwig III und gab diese bis zur Zielflagge nicht mehr ab.

„Anfang der Saison hatten wir eine etwas schwere Phase, in der wir nicht absolut schlecht waren, aber eben nicht so fuhren, wie wir es uns vorgestellt hatten“, gestand Emerling nach seinem elften Karriere-Sieg. „Wir wussten einfach, dass wir unseren Rhythmus finden müssen. Das Feld ist dieses Jahr extrem konkurrenzfähig, da brauchst du diesen Groove und das Selbstvertrauen, um solche Siege einzufahren.“

Enttäuschung herrschte hingegen beim zweitplatzierten Titelverteidiger Beers, der das Rennen in der mittleren Phase kontrolliert hatte. Ein Scharmützel im Überholverkehr verhalf ihm am Ende nicht zum erhofften Befreiungsschlag.

„Ich habe das Gefühl, dass wir mit einer späten Gelbphase gewonnen hätten“, haderte Beers nach der Zieldurchfahrt. „Das war ein Sieg, der uns durch die Lappen gegangen ist. Wir haben zu viel Zeit mit Kopcik verloren, als wir dieses kleine Gerangel in den Kurven drei und vier hatten – wir brauchten 20 Runden, um wieder auf Touren zu kommen. Es war unser bestes Jahresergebnis, aber enttäuscht sind wir trotzdem.“

Hinter den beiden Meisterschaftskandidaten komplettierte Hartwig III das Podium mit seinem besten Karriere-Ergebnis in der Serie. Tyler Rypkema belegte im legendären „Ole Blue“-Boliden Rang vier, gefolgt von Veteran Matt Hirschman auf der fünften Position.

Für die Piloten der NASCAR Whelen Modified Tour gibt es keine Pause, denn bereits am kommenden Wochenende steht das „Duel at the Dog 200“ auf dem Monadnock Speedway auf dem Programm.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.