Befreiungsschlag in Seekonk: Matt Hirschman bezwingt die Krise und die Konkurrenz
Nach einem katastrophalen Saisonstart stand NASCAR-Modified-Ass Matt Hirschman mit dem Rücken zur Wand – Beim spektakulären Firecracker 150 auf dem Seekonk Speedway meldete sich der Routinier mit einer dominanten Vorstellung in der Victory-Lane zurück
Matt Hirschman hat am Mittwochabend mit einer fahrerischen Glanzleistung das Firecracker 150 der NASCAR Whelen Modified Tour auf dem Seekonk Speedway im US-Bundesstaat Massachusetts gewonnen. Der Pilot von PeeDee Motorsports feierte nach einem völlig verkorksten Saisonstart beim Auftakt der dreiteiligen Midsummer-Meisterschaft einen emotionalen Befreiungsschlag. Hirschman bezwang im packenden Finale Stephen Kopcik und Chase Dowling, um sich den elften Tour-Sieg seiner Karriere zu sichern.
„Es hat in dieser Saison auf der Whelen Modified Tour eine gefühlte Ewigkeit gedauert“, atmete ein sichtlich erleichterter Hirschman nach der Zieldurchfahrt tief durch. „Es ist ein heißer Sommer-Mittwochabend auf dem Seekonk Speedway, und ein Teil meines Spitznamens ‚Big Money‘ Matt Hirschman stammt genau von Siegen an diesem Mittwochabend hier in Seekonk. Es gibt heute Abend keinen besseren Ort, um in die Victory-Lane der Whelen Modified Tour zurückzukehren.“
Dabei war der Druck auf das Team vor dem grünen Licht gigantisch, da der jüngste Auftritt auf der Traditionsstrecke im Mai in einem desaströsen 20. Platz endete. Hirschman, der zuvor drei Modified-Tour-Rennen in Folge auf dem Oval gewonnen hatte, startete nach dem Qualifying-Redraw nur von Rang acht. Mit der Geduld eines Routiniers arbeitete er sich durch das Feld, bis eine späte Gelbphase weniger als 50 Runden vor Schluss das Rennen völlig auf den Kopf stellte.
Beim Restart nutzte Hirschman die Außenbahn eiskalt aus, schoss in Turn 1 an dem bis dahin dominierenden Kopcik vorbei und gab die Führung bis zur Zielflagge nicht mehr ab. Hinter ihm robbte sich Teilzeit-Pilot Dowling noch sensationell von Startplatz zwölf auf den zweiten Rang vor, während Patrick Emerling das Podium komplettierte. Kopcik musste sich trotz der meisten Führungsrunden mit Blech begnügen, während Titelverteidiger Austin Beers die Top 5 abrundete.
„Wir haben heute Abend alles zusammengefügt. Ich weiß selbst nicht genau wie, vielleicht hatten wir auch einfach das nötige Rennglück“, bilanzierte der Sieger bescheiden. „Jetzt stehen wir hier in der Victory-Lane. Wir werden das als Team in vollen Zügen genießen. All diese Crews schuften extrem hart, und ich bin einfach froh, dass ich den Jungs diesen enorm wichtigen Moralschub geben konnte.“
Für die Teams der NASCAR Whelen Modified Tour gibt es kaum Zeit zum Durchatmen, denn bereits am kommenden Freitag, den 10. Juli, steht der zweite Lauf der Midsummer-Miniserie auf dem Programm. Beim „Clash at Claremont“ auf dem Claremont Motorsports Park werden die Karten im Titelkampf neu gemischt.
Dir hat dieser Artikel gefallen? Journalismus auf Leadlap.de ist und bleibt dauerhaft werbefrei und für alle ohne Bezahlschranke kostenlos. Damit ich dieses Projekt auch in Zukunft unabhängig und in dieser Tiefe betreiben kann, freue ich mich über deine freiwillige Unterstützung. Jeder Beitrag hilft direkt dabei, die Qualität und Vielfalt meiner Berichterstattung zu sichern.
Jetzt Leadlap.de und André Wiegold unterstützen via PayPal
(Hinweis: Freiwilliger Beitrag zur Förderung journalistischer Inhalte, inkl. USt., keine steuerlich absetzbare Spende.)
Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





