Dominanz in Upstate New York: Kaden Honeycutt triumphiert in Watkins Glen

Dominanz in Upstate New York: Kaden Honeycutt triumphiert in Watkins Glen
Foto: ARCA Racing

Kaden Honeycutt feierte in Watkins Glen seinen ersten Sieg in der ARCA Series – Der Toyota-Pilot dominierte das Geschehen auf dem Rundkurs dank technischer Überlegenheit

Kaden Honeycutt drückte dem ARCA-Menards-Rennen auf dem prestigeträchtigen Rundkurs von Watkins Glen seinen Stempel auf. Nach einer fehlerfreien Vorstellung feierte der 23-jährige Texaner einen ungefährdeten Sieg. Bereits in der 13. Runde übernahm Honeycutt das Kommando und gab die Führung bis zur Zielflagge nicht mehr ab.

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Für den Youngster war es der erste Erfolg in der Regional Series. Der Schlüssel zum Erfolg lag für ihn vor allem in der technischen Überlegenheit seines Toyotas mit der Startnummer 17: „Das Auto war den ganzen Tag über phänomenal“, schwärmte Honeycutt nach dem Rennen. „Ohne mein Team wäre das nicht möglich gewesen. Ich hatte im Karussell zwar mit einem etwas zu losen Heck zu kämpfen, aber das lag wohl eher an meinem Fahrstil. Die Jungs haben einfach einen fantastischen Job gemacht.“

Dieser Sieg markiert einen Meilenstein in Honeycutts Karriere, die derzeit steil nach oben zeigt. Seit 2026 ist er Vollzeit-Pilot in der NASCAR Truck Series für Tricon Garage – jenem Team, das in der vergangenen Saison mit Corey Heim beeindruckende zwölf Siege einfuhr. Aufgrund seiner Verpflichtungen hatte der 23-Jährige seit 2024 keinen Lauf mehr in der ARCA bestritten.

Umso passender war es, dass Honeycutts Rückkehr in die Serie mit einer Wiedervereinigung mit Teamchef Steve Cook einherging. Die Chemie zwischen den beiden, die bereits 2023 kurzzeitig für Furore gesorgt hatten, stimmte sofort: Schon im Training lieferte Honeycutt eine Bestzeit, die fast eine Sekunde schneller war als die der Konkurrenz.

Während Honeycutt an der Spitze einsam seine Kreise zog, entbrannte dahinter ein packendes Duell um den zweiten Platz zwischen Carson Brown und Thomas Annunziata. Brown, der von der Außenseite gestartet war und in den ersten Runden führte, musste sich nach der planmäßigen Rennunterbrechung zur Halbzeit mühsam wieder nach vorn arbeiten.

Dabei zeigt sich Brown ehrgeizig und schreckte nicht zurück, seinen Teamkollegen Tristan McKee unsanft beiseitezuschieben, um eine Position gutzumachen. Trotz der technischen Optimierungen des Pinnacle Racing Group Teams reichte es am Ende jedoch nicht, um Honeycutt ernsthaft zu gefährden. 

„Es hat einfach das letzte bisschen gefehlt“, gab Brown im Ziel zu. „Unser Auto war anfangs sehr übersteuernd abgestimmt. Nach der Pause konnten wir das zwar korrigieren, aber durch den letzten Restart wurden wir wieder zurückgeworfen. Wir haben uns zwar herangekämpft, aber uns gingen schlicht die Runden aus.“

Honeycutt hingegen nutzte seine Vorrausfahrt in der ARCA auch als Training für sein Rennen in der NASCAR Truck Series und kombinierte die beiden Starts, um das Maximum aus beiden Läufen für sich herauszuholen: „Ich hatte im Training der Truck-Serie ein paar Dinge bemerkt, an denen ich arbeiten musste“, erklärte Honeycutt. „Ich habe versucht, das im ARCA-Rennen umzusetzen, um zu sehen, ob ich mich verbessern kann – und das ist mir definitiv gelungen. Überhaupt auf einem Rundkurs zu gewinnen, ist großartig. Das war bisher absolut nicht meine Spezialität, deshalb ist es ein tolles Gefühl, diesen Sieg für die Jungs einzufahren.“

Hinter dem Drittplatzierten Annunziata komplettierten dessen Teamkollegen von Nitro Motorsports, Gavan Boschele und Sam Corry, die Top-5. Die weiteren Plätze in den Top-10 sicherten sich Isabella Robusto, Andrew Ranger, Max Reaves, Ryan Gemmell und der aktuelle Tabellenführer Jake Bollman.

Die ARCA Menards Series kehrt am kommenden Samstag, den 16. Mai, auf den Toledo Speedway zurück. 

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.
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