Drama in der Music-City: Layne Riggs triumphiert im Truck-Rennen von Nashville
Layne Riggs hat das Rennen der NASCAR Truck Series auf dem Nashville Superpseedway gewonnen – Er bezwang Rajah Caruth
Layne Riggs hat sich in der Nacht auf Samstag den Sieg beim regenverzögerten Rennen der NASCAR Truck Series auf dem Nashville Superspeedway gesichert. Der 23-jährige Ford-Pilot bezwang in einem dramatischen Finale nach einem Überholmanöver in der letzten Runde den Vorjahressieger Rajah Caruth. Mit seinem dritten Saisonsieg übernahm Riggs gleichzeitig die Führung in der Meisterschaft der Truck-Series.
Das Finale auf dem 1,33 Meilen ovalen Kurs entwickelte sich zu einem echten Krimi. Nach dem achten und letzten Restart des Abends lag Riggs im Auto von Front Row Motorsports zunächst nur auf dem sechsten Rang. Mit frischeren Reifen und einem kräftigen Schubser seines Teamkollegen Chandler Smith schoss er in den Kurven 3 und 4 an Caruth vorbei zum emotionalen Triumph.
Für Riggs schloss sich in Tennessee ein historischer Kreis. Schon sein Vater Scott Riggs hatte im Jahr 2001 das Premierenevent der Truck-Serie auf dieser Strecke gewonnen. Nach einer dominanten ersten Rennhälfte, in der der Sohnemann die ersten 90 Runden anführte und beide Stages gewann, war er durch unterschiedliche Boxenstrategien der Konkurrenz zunächst ins Mittelfeld zurückgefallen.
Ein mutiger Strategiewechsel spülte Riggs schließlich wieder nach vorne. Seine Crew entschied sich 32 Runden vor dem Ende für einen späten Boxenstopp inklusive Anpassungen am Fahrwerk und frischen Pneus. „Erst als ich an ihm vorbei und komplett durch war, habe ich an den Sieg geglaubt“, gab der Sieger im Ziel zu Protokoll.
„So gewinnt man ein NASCAR-Truck-Rennen, Jungs und Mädels. Ich hoffe, ich habe euch eine gute Show geboten“, jubelte Riggs nach der Zieldurchfahrt. Er habe nach dem vorletzten Stopp mit extremen Handling-Problemen zu kämpfen gehabt. Crew-Chief Dylan Capello habe jedoch die richtigen Knöpfe gedrückt, das Auto wieder fahrbar gemacht und die nötige Motivation verpasst.

Caruth steuerte den Chevrolet von Spire Motorsports mit der Startnummer 7, in dem eigentlich NASCAR-Ikone Kyle Busch sitzen sollte. Busch war erst am Donnerstag zuvor im Alter von nur 41 Jahren an den Folgen einer Sepsis verstorben. Riggs, der letztlich gewann, widmete seinen emotionalen Erfolg dem verstorbenen Champion.
Caruth verpasste den historischen Wiederholungssieg in Nashville um nur 0,468 Sekunden. Der Youngster führte das Rennen für 44 Runden an und hatte die Unterstützung der gesamten NASCAR-Gemeinschaft hinter sich. „Ich habe versucht, mein Auto so breit wie möglich zu machen“, erklärte der Zweitplatzierte mit Blick auf die Schlussphase.
„Es war eine großartige strategische Entscheidung unseres Teams. Weil das Qualifying verregnet war, mussten wir von hinten starten, was unser Rennen beeinträchtigt hat“, bilanzierte Caruth, der den Sieg unbedingt für die Familie von Kyle Busch und dessen ehemaliges Team holen wollte. Am Ende fehlte ihm der finale Punch, um den heranstürmenden Riggs hinter sich zu halten.
Hinter dem Spitzenduo kam Chandler Smith auf den dritten Rang, gefolgt von Cup-Spezialist Ross Chastain und Tyler Ankrum. Da der bisherige Tabellenführer Kaden Honeycutt nach Problemen mehrere Runden verlor, übernahm Riggs mit einem Vorsprung von 37 Punkten die Führung in der Meisterschaft. Das nächste Rennen der Truck-Serie findet am Samstag in Michigan statt.
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Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.






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