IndyCar-Hammer: Mick Schumacher wechselt zur Saison 2027 zu Meyer Shank Racing

IndyCar-Hammer: Mick Schumacher wechselt zur Saison 2027 zu Meyer Shank Racing
Foto: Penske Entertainment: Joe Skibinski

Mick Schumacher hat seine fahrerische Zukunft in den USA langfristig gesichert – Der Deutsche wechselt zur Saison 2027 innerhalb der IndyCar-Serie zu Meyer Shank Racing und greift dort ins Lenkrad des Honda mit der Startnummer 66

Mick Schumacher hat die Weichen für seine motorsportliche Zukunft in Nordamerika gestellt: Der 27-jährige Deutsche wechselt zur IndyCar-Saison 2027 zu Meyer Shank Racing. Schumacher übernimmt dort das Steuer des Honda mit der Startnummer 66 an der Seite des Neuseeländers Marcus Armstrong, der bereits in sein drittes Jahr mit dem Rennstall geht. MSR sicherte sich die Dienste des Deutschen nach dessen Debütsaison im hart umkämpften US-Formel-Oberhaus.

Der Wechsel folgt auf ein lehrreiches Premierenjahr, in dem Schumacher die speziellen Eigenheiten der IndyCar-Boliden adaptierte. Besonders auf den gefürchteten Hochgeschwindigkeits-Ovalen, die für viele europäische Piloten einen sprichwörtlichen Stolperstein darstellen, setzte er einige Ausrufezeichen. Startplatz vier in Phoenix und Milwaukee sowie ein starker achter Rang auf dem Nashville Superspeedway untermauerten seinen schnellen Lernprozess auf Kursen ohne Rechtskurven.

Die Krönung seiner bisherigen US-Laufbahn folgte im Mai beim traditionsreichen Indianapolis 500. Auf dem legendären Oval spulte Schumacher alle 200 Rennrunden ab und sicherte sich damit auf Anhieb den prestigeträchtigen Titel als „Indy 500 Rookie of the Year“. Dieser Auftritt im „Brickyard“ brachte ihm im Fahrerlager reichlich Respekt ein.

„Ich freue mich riesig darauf, mit allen bei Meyer Shank Racing zusammenzuarbeiten, und bin begeistert, Teil eines so ehrgeizigen Teams zu werden“, erklärt Schumacher zu seinem Wechsel. „Es wird eine ganz besondere Reise. Ich blicke gespannt darauf, was ich von der Mannschaft noch lernen kann, denn sie haben bereits großartige Erfolge gefeiert. Zu einem Team zu wechseln, das das Indy 500 gewonnen hat, ist schlicht genial.“

Der Blick des Deutschen richtet sich bereits voll auf die kommenden Aufgaben. „Es wird großartig, alle im Team kennenzulernen und mit den Partnern von MSR zu arbeiten“, so Schumacher weiter. „Ich brenne wirklich darauf, die Vorbereitungen auf 2027 gemeinsam anzugehen und daran zu arbeiten, wie wir zusammen eine großartige Partnerschaft aufbauen können.“

Auch MSR-Miteigentümer Mike Shank sparte nicht mit Lob für seinen prominenten Neuzugang. „Er hat uns in seiner ersten IndyCar-Saison wirklich beeindruckt“, analysiert Shank. „Es ist keine einfache Serie für Quereinsteiger und das Feld liegt unglaublich eng beieinander. Aber wenn man sieht, was er erreicht hat und welche Fortschritte er das ganze Jahr über gemacht hat, sehen wir enormes Potenzial in ihm.“

Vor allem die Reife auf den schnellen Ovalen gab den Ausschlag für die Verpflichtung. „Mick hat zudem auf den Ovalen ein enormes Tempo an den Tag gelegt, was ohne Vorerfahrung eine riesige Hürde für jeden Piloten darstellt“, betont Shank. „Er hat sich blitzschnell angepasst. Wir sind gespannt, was er mit einem weiteren Jahr an Erfahrung und unserer Mannschaft um sich herum leisten kann.“

Gemeinsam mit Schumacher stößt das US-amerikanische Unternehmen ENVE Composites als Partner zum Team, das auf High-End-Carbontechnologie spezialisiert ist. Die Marke rüstet unter anderem das Radsport-Team um Tadej Pogacar bei der Tour de France aus und engagiert sich bereits im Nachwuchsbereich von USF2000 und IndyNXT. Shank sieht hier klare Synergien: „Dieselbe Philosophie treibt sowohl ENVE als auch MSR an, und wir streben beide nach Siegen in unseren Disziplinen. Das passt perfekt zusammen.“

Vor seinem Schritt über den Atlantik hatte Schumacher Stationen in den höchsten Klassen des europäischen Formel- und Langstreckensports durchlaufen. Auf die Meistertitel in der europäischen Formel 3 im Jahr 2018 und der Formel 2 im Jahr 2020 folgten 43 Grand-Prix-Starts für Haas in der Königsklasse. Anschließend sammelte er auf einem Hypercar in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft und bei den 24 Stunden von Le Mans reichlich Prototypen-Erfahrung samt Podestplätzen.

Während Meyer Shank Racing die laufende Saison 2026 an diesem Wochenende beim Finale auf dem Kurs von Laguna Seca beschließt, gilt der Fokus danach sofort den Vorbereitungen auf das neue Rennjahr. Ihren ersten gemeinsamen Renneinsatz für MSR werden Schumacher und Armstrong vom 5. bis 7. März 2027 beim Saisonauftakt auf dem engen Stadtkurs in St. Petersburg bestreiten.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.