Autospeedway

Karttalent Oliver Kratsch aus Brandenburg vor F2-Junioren-Debüt

Oliver Kratsch

Der 15-jährige Oliver Kratsch wird am kommenden Sonntag auf dem JaBa Circuit im niederländischen Posterholt sein F2-Junioren-Debüt feiern – Für den Kartfahrer wird es der erste Berührungspunkt mit dem Autospeedway sein

“Es ist mein erster Live-Kontakt mit dem Ovalrennsport”, sagt Oliver Kratsch gegenüber ‘Leadlap.de’. Der 15-Jährige wird am kommenden Sonntag sein F2-Junioren-Debüt auf dem rund 350 Meter langen JaBa Circuit im niederländischen Posterholt feiern. Der Brandenburger hat vorher noch nie ein Ovalrennen bestritten und wird sich gleich mit dem Nachwuchs der Stockcar-Szene messen.

Fahren wird Kratsch einen Stockcar-F2-Boliden von Helmut Laumen, der schon seit vielen Jahrzehnten fest in der Autospeedway-Welt verankert ist. Doch welche Ziele hat sich der Youngster eigentlich gesetzt? Er antwortet: “Bei meinem F2-Junioren-Debüt geht es für mich ausschließlich darum, Kilometer zu sammeln.”

“Für mich geht es an diesem Tag nicht um Ergebnisse, sondern um die sich unterscheidenden Brems- und Rollphasen eines F2-Stockcar am Kurveneingang – im Vergleich zum Rennkart”, so Kratsch weiter. “Mein Ziel ist ganz klar, die gelernte Theorie in die Praxis umzusetzen.”

Kratsch hat in seiner jungen Karriere seit 2018 Erfahrungen im Leihkart, im ADAC REC sowie der Rotax Max Germany Clubsport gesammelt. Obwohl er sich auf das Lernen konzentrieren wird, gibt sich der Deutsche dennoch ehrgeizig: “Als Racer will man natürlich jedes Rennen gewinnen, ich wurde jedoch zur Geduld gemahnt und konzentriere mich ausschließlich darauf, das Gelernte umzusetzen.”

Stockcar F2 in Posterholt im Jahr 2016 – Credits: Volkan Avci / Leadlap.de

“Ich denke, dass Posterholt für diesen Zweck der beste Ort ist”, meint Kratsch, der erstmals in seiner Karriere auf einem Oval fahren wird. In seiner Freizeit verfolgt das junge Talent den US-amerikanischen Formelsport, in dem mit dem Indy 500 das wichtigste Rennen auf einem Superspeedway ausgetragen wird.

“Natürlich schaue ich mir die IndyCar- und IndyLights-Rennen im TV an und bekomme Input von einem guten Freund, der tief in der Ovalszene involviert ist”, erklärt Kratsch, der seine Zukunft jedoch in anderen Kategorien sieht. “Prinzipiell liegt unser Hauptaugenmerk nicht auf dem Ovalsport, sondern im Bereich Rundstrecke und Formelsport.”

Sollten sich in Zukunft aber weitere Möglichkeiten eröffnen, in den Niederlanden auf den Autospeedway-Strecken zu fahren, dann würde Kratsch diese “nicht ablehnen”. Doch wie ist es eigentlich zu seinem F2-Junioren-Debüt gekommen? Marcel Berndt aus Berlin, der selbst Autospeedway-Erfahrungen in der Formel Toyota gesammelt hat, hat den jungen Brandenburger unter seine Fittiche genommen und den Deal eingetütet.

“Wir arbeiten aktuell mit meinem Management ‘MBM Sportmanagement’ an meiner motorsportlichen Zukunft”, so Kratsch. “Neben dem Kartsport stehen die ersten Testfahrten im Formelbereich an. Über mein Management sind wir an den F2-Junioren-Deal mit Helmut Laumen gekommen, worüber ich sehr glücklich und dankbar bin.”

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